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Die deutsch-deutsche Geschichte des Kernkraftwerkes Greifswald. Atomenergie zwischen Ost und West
 
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Die deutsch-deutsche Geschichte des Kernkraftwerkes Greifswald. Atomenergie zwischen Ost und West [Broschiert]

Per Högselius
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktinformation

  • Broschiert: 127 Seiten
  • Verlag: Bwv - Berliner Wissenschafts-Verlag (8. Juli 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3830510195
  • ISBN-13: 978-3830510192
  • Größe und/oder Gewicht: 22,4 x 15,2 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Per Högselius
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Greifswald im schwach industrialisierten Vorpommern wurde in den 1970er und 1980er Jahren zur unbestrittenen Atomhauptstadt Ostdeutschlands. Noch im Jahre 1989 waren hier im Nordosten der DDR etwa 12.000 Menschen mit dem Bau und Betreiben eines riesigen Kernkraftwerkes sowjetischen Typs beschäftigt. Das ehrgeizige Ziel: es sollte an der Ostsee der größte Kernkraftwerkskomplex der Welt entstehen. Mit der deutschen Wiedervereinigung stand das sowjetisch-ostdeutsche Kernkraftwerk plötzlich auf bundesdeutschem Boden. Das Schicksal des Werkes und des Standortes veränderte sich dadurch dramatisch. Mit Hilfe von umfangreichem und bisher nicht veröffentlichtem Archivmaterial wird untersucht, wie die Kollision von sowjetischer Technik und ostdeutschem Atomstolz mit westdeutschen politischen und wirtschaftlichen Traditionen dieses neue Schicksal gestaltete. Es ist eine Geschichte, die weit über das "Für" oder "Gegen" die Nutzung der Kernenergie hinausgeht. Vielmehr wird in diesem Buch gezeigt, wie die Bestrebungen unterschiedlicher Akteure, mit ihren Zukunftsvisionen und unterschiedlichen Meinungen zur symbolisch geladenen Großtechnik des 20. Jahrhunderts, ein deutsch-deutsches Schicksal widerspiegeln. Per Högselius ist Zeithistoriker, er forscht und lehrt im Bereich Gesellschaft, Wissenschaft und Technik an der Königlichen Technischen Hochschule Stockholm und der Universität Lund, Schweden.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Opfer der Politik 29. September 2006
Von R.Krause
Format:Broschiert
In diesem Werk versucht der Autor, das Schicksal des KKW Bruno Leuschner bei Lubmin anhand der Politik der sg. Wendezeit zu erläutern. Diese Studie ist recht gut dokumentiert, und zeigt, dass die Stilllegung des KKW eine rein politische Frage war, die den Unwahrheiten des Sensationsblattes Spiegel mehr Gewicht beigelegt hat als den Gutachten der Expertenkomission(en). Offenbar haben da die wirtschaftlichen Interessen bestimmter Industriezweige und Unruhestiftergruppen obskurer Bedeutung mitgespielt, ganz unabhängig von den technischen Fehlern, die den Ingenieuren des VEB KKW längst bekannt waren, die aber während der DDR-Zeit nicht entfernt werden konnten, weil das mit "Kritik am Grossen Bruder" gleichbedeutend war. Dass die Politiker mit der Unwissenheit der Betroffenen im Gebiet Wirtschaft gespielt haben, geht aus der Analyse in den letzten Kapiteln hervor. Falsche Aussagen wie die Identifizierung der WWER440/213 mit dem Tschernobylreaktoren waren gewiss keine Verwechslung, sondern eine gezielte Attacke, die die sowjetische Technik zu diskreditieren versuchte. Das das gelungen ist, zeigt die heutige Energiekarte im Osten. Bemerkenswert ist die tatsache, dass nirgenswo etwas über die Havarie im KKW der vereinigten Staaten Three Mile Island 1979, wo die Angestellten weitaus hilfsloser waren als in Lubmin 1975. Es geht aber vor allem darum zu zeigen, wie schlecht man im Osten gearbeitet hat (laut Westen).

Das Buch kann man jedem empfehlen, der sich eine aseptische Analyse der Problematik wünscht.
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