Sicherlich werden die Leute, die mit Pferden ihr Geld verdienen, anders als ich über dieses Buch denken. Aber mein Pferd ist mein Freizeitkumpel, den ich als Ausgleich zum Job und allem anderen niemals missen könnte. Ich möchte daß mein Pferd auf mich zukommte, wenn ich es von der Weide hole, daß es mir vertraut, wenn wir im Gelände an irgendwelchen "Monstern" vorbeimüssen, daß er gerne und mit Spaß auf dem Reitplatz mitarbeitet...schlicht daß er sich in meiner Nähe wohlfühlt und meine Gesellschaft sucht. Und ich fand schon immer, daß an der Theorie mit der absoluten Dominanz nicht alles stimmen kann.
Als ich das Buch von Mark Rashid las, war ich irgendwie erleichtert. Ich habe es förmlich verschlungen und konnte es bis spät in die Nacht nicht mehr aus der Hand legen. Es ist eine Art Sachbuch im Erzählstil, in dem der Autor seine Erfahrungen im Umgang mit den Pferden schildert. Ich fühlte mich in meinem bisherigen Denken und Handeln bestätigt und mit neuen Denkansätzen unterstützt.
Pferde sind eigenständige Lebewesen, die eine eigene Meinung und eigene Instinkte habe. Man muß damit umgehen und sie einbringen anstatt sie nur zu unterdrücken. Sie tuen nichts grundlos oder willkürlich.
Man kann den Inhalt des Buches nicht in Gänze beschreiben - Sie müssen es einfach lesen. Sie werden es lieben oder als Unsinn abtun. Ich jedenfalls danke Herrn Rashid ganz herzlich für dieses Buch!
Als letztens die Herde ausbüchste, als ich gerade in der Nähe der Koppel war, lief mein Pferd völlig frei ohne Führstrick o. ä. anstandslos hinter mir her, obwohl seine ganze Herde in eine andere Richtung galloppierte. Irgend etwas muß ich doch wohl richtig gemacht haben, oder?