Nach der Abschlußprüfung als Lehrerin beginnt für Simone de Beauvoir in Paris ein Abschnitt ihres Lebens, der von nie zuvor gekannter Freiheit bestimmt ist. Kurz vorher hat sie Jean-Paul Sartre kennengelernt, mit dem sie sich in ungeahnte Höhen des Geistes aufschwingen kann. Es ist die Zeit, in der sie und Sartre ihren berühmten Pakt schließen, beide die Anfänge ihrer existentialistischen Philosophie formulieren und sich als Schriftsteller zu etablieren beginnen. Außerdem führen sie ein ungezwungenes Leben jenseits aller bürgerlichen Moralvorstellungen. Es ist jedoch auch die Zeit, in der Beauvoir die ersten Enttäuschungen durch Sartre hinnehmen muß, der zunehmend beginnt, sich für andere Frauen zu interessieren. Die "besten Jahre" werden schließlich abrupt vom zweiten Weltkrieg beendet. Doch Vorsicht! Es ist Beauvoir selbst, die in der Rückschau über die "besten Jahre" berichtet, und sie hat sich dazu entschlossen, viele interessante Facetten ihres Lebens (und Liebeslebens) nicht zu berichten. Wer genau müssen möchte, wie die "besten Jahre" wirklich aussahen, sollte als Ergänzung Beauvoirs Briefe an Sartre (bzw. seine an sie) lesen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)