Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine Bitch und eine Schreckschraube und deren subtile Wandlung, 2. September 2008
Maggie (Cameron Diaz) und Rose (Toni Collette) sind zwei Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Was sie verbindet ist ihre Schuhgröße und eine Kindheit, die durch den tragischen Verlust der Mutter geprägt war.
Während sexy Maggie einfach nicht erwachsen werden will und sich auf Kosten ihrer Mitmenschen durchs Leben schnorrt hat die unscheinbare Rose Karriere als Anwältin gemacht und beginnt sogar eine Beziehung zu ihrem Chef (Richard Burgi), der sich allerdings mir nichts dir nichts von Bitch-Schwester Maggie verführen lässt. Nachdem Rose die beiden auf frischer Tat ertappt hat, setzt sie die hassgeliebte Schwester vor die Tür und kündigt ihren Job. Ein Schritt, der für Rose überraschenderweise der Start in ein neues, sehr viel zufriedeneres Leben wird. Auf ihrem Weg zum Glück und zum Traualtar bedauert sie es immer mehr, mit Maggie gebrochen zu haben.
Maggie hingegen reist zur Oma von deren Existenz sie erst kürzlich und durch Zufall erfahren hat und hofft, sich beim Großmütterchen durchschnorren zu können. Oma Ella (Grande Dame Shirley MacLaine in absoluter Top-Form) lebt in Florida in einer luxuriösen Altenwohnanlage aber sie ist ein anderes Kaliber als Maggie erwartet hat und in ihr findet das ungebärdige Girlie endlich ihren Meister.
Dieses Damentrio Cameron Diaz, Toni Collette (sie hat für diesen Film 25 Pfund zugenommen und im Laufe der Dreharbeiten wieder abgehungert) und Shirley MacLaine sind ein absolutes Dreamteam, eine Idealbesetzung sozusagen, und die Eckpfeiler, die diesem Film Substanz und Bedeutung verleihen und den Zuschauer mit ihrer Darstellung fesseln und bewegen können - besonders Cameron Diaz, der man ja gerne schauspielerisches Können abspricht, überrascht hier in ihrer einfühlsamen Darstellung eines zu alt gewordenen und verlorenen "Girlies". Um die grandiosen Damen herum schart sich eine Riege von exquisit besetzten Nebendarstellern. Die lieblose Stiefmutter (Candize Azzara), der romantische Anwaltskollege Simon (Mark Feuerstein) der hilflose Vater und vor allem der Trupp der agilen und kackfrechen Rentner aus der Wohnanlage.
Obwohl der Film keine Komödie ist, verdankt er es doch genau diesen Nebenrollen und ihrem unbeschwerten Spiel, dass er trotz des schwerverdaulichen Themas niemals in den Kitsch abrutscht sondern leichtfüßig von einer nachdenklichen Sequenz zur nächsten hüpft.
Fazit:
Allerbeste Darsteller, trotz tiefer Emotionen kein Kitsch, glaubwürdige und warmherzige Story = eine Hollywoodproduktion jenseits aller Hollywoodklischees zum Ansehen, Nachdenken, Mitleiden und Seufzen. Schön.
DVD:
Laufzeit ca 125 Minuten, Sprache: Englisch, Deutsch Dolby digital 5.1. Dolby Sourround Sound, Untertitel: Englisch, Türkisch, Deutsch für Hörgeschädigte, Menü: Englisch, Deutsch,
Widescreen 16:9
Sonderausstattung: Die Leute in den Schuhen, Eine Rentnergemeinschaft für schauspielernde Senioren, Vom Todestrackt zum roten Teppich: Das Casting von Honeybun, Inside Look von "Just My Luck"
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Überraschend schön - nicht nur für Schwestern., 2. März 2008
"In Her Shoes" war eine Verlegenheitswahl im Kino - bis heute habe ich ihn danach wohl vier-, fünfmal wieder geschaut. Ich kann mir nicht helfen - irgendwie hat dieser Film etwas so Lebensfrohes und Berührendes, dass man alle Vorbehalte über Bord schmeißen mag. Die Story: Rose (wun-der-bar: Toni Collette) und Maggie (überraschend gut: Cameron Diaz) sind Schwestern; aber während Rose, die Ältere, erfolgreich als Anwältin arbeitet, lebt Maggie ziellos in den Tag hinein, lässt sich von Kerlen abschleppen und dann im volltrunkenen Zustand von ihrer Schwester abholen. Rose ist angefressen, Maggie trotzig; und als alles zusammenkommt und zufällig Roses aktueller Anwalt-Freund vor der Tür steht, steigt Maggie mit ihm ins Bett. Rose erwischt die beiden natürlich und die Schwestern scheiden (nach einer ungeheuer starken Szene) in bitterem Unverständnis voneinander. Maggie hat kurz vorher herausgefunden, dass die totgeglaubte Großmutter der beiden (herrlich: Shirley MacLaine) noch lebt - und Maggie nistet sich kurzerhand bei ihr ein...
Warum ist dieser Film toll? Ich zähle am besten einfach all die kleinen und großen Dinge auf. Zuerst: Rose und Maggie sind Figuren, die unter der Oberfläche Erstaunliches verbergen. Nicht erst, wenn wir allmählich von dem Schicksal ihrer Mutter erfahren, wird klar, dass Rose eben keine selbstbewusste Karrierefrau und auch Maggie nicht die eindimensionale Schlampe ist. Gerade Toni Collette ist dabei in vielen Szenen zum Niederknien, wenn sie all die Verletzungen, die ihr Charakter verbirgt, an die Oberfläche trägt. Von Collette ist man starkes Spiel ja eh gewohnt; die Überraschung ist Cameron Diaz, die - das ist jetzt ein Kompliment - genau ihren Fähigkeiten (und ihrem Profil) entsprechend besetzt ist. Man nimmt ihr das Mädchen, das nicht erwachsen werden will, sofort ab; aber man nimmt ihr eben auch die durchaus glaubhaft inszenierte Wandlung ab.
Und die findet - ha! - ausgerechnet in einer Seniorenwohnanlage statt. Und damit kommen wir zu einem weiteren erfreulichen Besetzungsfall: Shirley MacLaine überzeugt auf ganzer Linie als Ella Hirsch, die durchaus noch agile Großmutter der Schwestern. Aber neben ihr glänzen auch die zahlreichen alten Damen (und Herren), denen der Film mitunter die besten Gags verdankt ("Hey, sind Sie tot?!"), denen er aber erst Recht auch sein zweites interessantes Thema verdankt: das Altern in Würde. Okay, das klingt jetzt etwas hoch gegriffen und außerdem sind wohlbetuchte ältere Herrschaften in einer komfortablen Anlage kaum repräsentativ für die anonyme Masse der alten Menschen. Aber trotzdem: Szenen wie die, in der Maggie das ganze Korps der Ladies neu ausstaffiert, weisen schon über sich selbst hinaus. Übrigens fällt auch der Rest der Besetzung durchweg positiv auf - Mark Feuerstein ist sozusagen ein Traummann, Candice Azzara ("MEINE Marcia") ein stiefmütterlicher Alptraum, Ken Howard ein warmherziger und auch still leidender Vater - und so weiter.
Es passt einfach. Und ja, es ist vielleicht an manchen Stellen zu dick aufgetragen und ein bisschen viel an Thematik verwurstet. Aber das macht nichts, weil der Film einfach schön und rund ist. Erwähnenswert sind auch die beiden zentralen Gedichte: "One Art" von Elizabeth Bishop und "i carry your heart" von E. E. Cummings. - Es wird nicht alles, was der Film visuell und sprachlich ausstellt, auch reflexiv an die Handlung zurückgebunden; das mag manchem schade und dem anderen als künstlerische Hochstapelei erscheinen. Aber "In Her Shoes" erzählt schließlich auch eine Art Märchen, bei dem am Ende alles vielleicht etwas zu glatt geht, das aber trotzdem kraft seiner Ideen, seiner Figuren und seiner Freundlichkeit Freunde finden sollte.
Wenn der ursprünglichste Auftrag eines Films ist, uns träumen zu lassen und uns mit einem guten Gefühl zu verabschieden, dann hat "In Her Shoes" diesen Auftrag - für mich jedenfalls - erfüllt, und er tut es immer wieder.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Film für Schwestern, 26. Oktober 2006
Rose ist eine ernsthafte Anwältin. Ihre Schwester, Maggie, dagegen hat in ihrem Leben noch nie lange einen Job behalten. Regelmäßig landet sie wieder bei ihrer Schwester und bringt deren geordnetes Leben durcheinander. Als Maggie wieder einmal in der Wohnung ihrer Schwester das totale Chaos angerichtet hat und Rose nicht zur Arbeit kommt, weil Maggie ein Halteverbot nicht beachtet hat, platzt Rose der Kragen. Sie möchte Maggie nur noch los haben. Maggie rächt sich und schläft mit dem Freund ihrer Schwester. Prompt werden die beiden von Rose überrascht und es kommt zum Bruch der beiden Schwestern. Maggie packt ihre Sachen und versucht auf eigene Faust ihre tot geglaubte Großmutter zu finden und Rose beginnt ihr bisheriges Leben in Frage zu stellen...
Toni Collette und Cameron Diaz geben die beiden unterschiedlichen Schwestern sehr natürlich. Überragt werden sie allerdings von der zauberhaften Shirley McLaine. Sie verleiht der Rolle der verlorenen Großmutter eine erstaunliche Würde und Eleganz. So gelingt der Brückenschlag zwischen Großstadtleben und betreuter Altenwohnanlage ohne weiteres und der Zuschauer kann leicht einen Bezug herstellen.
Die Geschichte ist einmal tragisch dann lustig und dann wieder einfach schön. Wie im Leben könnte man sagen, sofern man das Glück hat, dass andere einem nicht so schnell aufgegeben. Dabei wird hier natürlich besonders auf die Frage der Belastbarkeit einer besonderen Schwesternbeziehung eingegangen.
Was diese Schwestern verbindet, ist nicht nur die Schuhgröße. Wie Rose und Maggie herausfinden, was sie sich selbst und einander bedeuten, dies erzählt dieser intelligente Film, der kurzweilig und unterhaltsam ist. Gegen Schluss bitte Taschentücher bereithalten. Denn das Ende ist ein wunderschönes Gedicht.
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