Zum Inhalt ist in der anderen Rezension auf dieser Seite bereits genug gesagt worden.
Wer sich dieses Buch besorgt, sollte am Inhalt wirklich sehr interessiert sein, denn die Lektüre wird einem nicht gerade leicht gemacht. Erstens ist der Roman fragmentarisch angelegt. Dabei hat zweitens jeder Teil (sprich jedes Fragment) eine jeweils ganz eigene Perspektive auf das Gesamtgeschehen, wobei der Leser niemals mehr erfährt als die gerade auftretenden Personen. Und drittens macht es nicht zuletzt die mundartliche Einfärbung nicht gerade leicht, den Inhalt zu verstehen. Man muss das Buch wohl mindestens zwei Mal lesen, um den Inhalt wirklich zu erfassen.
Insgesamt fühlt man sich stark an die Lektüre von Shakespeare im Original erinnert. Nur dass dieser ein ausgesprochen guter Menschenkenner war. Das Format eines Weltliteraten wie Shakespeare hat Amery allerdings nicht gerade. Da überlegt man sich nach ca. 100 Seiten schon, ob sich das Weiterlesen lohnt. Der Verfasser dieser Zeilen hat sich schließlich damit begnügt, die Zeittafel am Ende des Buches zu studieren und ansonsten seine knappe Freizeit entweder mit vergnüglicheren oder mit anspruchsvolleren Texten zu verbringen.