Als neulich das Internet ausfiel, habe ich mal meine Kindle-App durchsucht und dieses Buch gefunden.
Es geht um eine Geschichte, die so schön, fast überromantisch ist, dass sie eigentlich nur ein Traum sein kann: Azubi und Mädchen treffen sich jeden Tag an der Haltestelle und irgendwann küsst man sich, trifft die Eltern und schläft miteinander.
Während man von dem Mädchen bis auf die Kleidung und ihren Stoffhasen nur wenig erfährt, deutet der Autor vom Mann an, dass dieser über die Faszination für seine Mitfahrerin seine Ausbildung vernachlässigt. Ansonsten haben die Figuren nur wenig Tiefe. Aber darum geht es nicht.
Es geht um Poesie! Und davon gibt es genug, bis hin zur Onomatopoesie (Lautmalerei) - immer wieder wird ihr Name (Michaela - habe ich neulich schonmal gelesen, ich glaube, der Name klingt dank 'ch' und den hellen Vokalen auch sehr passend für zarte Mädchen/Frauen) genannt und - ganz auffällig - Wörter wie 'Bumm!' usw. Mit voranschreiternder Geschichte zunehmend verdeutlicht der Autor damit den Herzschlag, unterbricht aber auch immer wieder den Lesefluss, was besonders problematisch ist, da ein Herzschlag wesentlich kürzer dauert als das Lesen des Wortes. Als Stilmittel ist es gut, aber mich hat es genervt.
Die Szene an sich ist schön, süß, wirkt aber nicht klischeehaft, weil alles überhöht in den Gedanken des Protagonisten scheint.
Und mir ist der Titel nicht ganz klar - zwar geht es um die Liebe in Ewigkeit, aber was hat das Schillerzitat damit zu tun?
Wie dem auch sei: das Buch ist schön geschrieben, sprachlich und inhaltlich stimmig, wer die Ono...-Dinger verkraftet, sollte zugreifen, alle anderen sollten sie einfach überlesen :-)