Nachdem Robert B. Parker mit seinen Spenser Romanen in den letzten Jahren immer mehr aus der hardboiled Branche in das Genre "Political Correctness" wechselte, ist diesem Roman mit dem Wechsel des Protagonisten auch in dieser Hinsicht eine erfrischende Rückbesinnung zu entnehmen. Leider kann ein Vergleich mit den frühen Spenser Romanen auch hier nur hinken, doch läßt die illusions- und - in gewisser Weise - kompromißlose Art des "Neuen" die guten alten Tage von Spenser erahnen. Vom Plot her handelt es sich auch bei diesem Buch um einen Kriminalroman von großer Solidität, wie das von einem gediegenen Handwerker wie Parker nicht anders zu erwarten war. Leider fehlt es allerdings auch etwas an dem Witz, der alle Spenser Romane - auch die neueren - ausmachte. Alles in allem ein unterhaltsames Buch auch für solche Leser, die sich noch nicht zu den Parker-Enthusiasten rechnen. Aber wie gesagt, das kann man von Robert B. Parker eigentlich immer erwarten.