Bohumil Hrabal, 1997 verstorbener tschechischer Poet, schlüpft in diesem Roman aus dem Jahre 1986 in die Rolle seiner Frau (die bereits 1987 verstarb).
Eliska erzählt über das Erscheinen des ersten Buches ihres Mannes Ende der 50er Jahre bis zum Publikationsverbot nach der Niederschlagung des Prager Frühlings.
Mehr aber noch erzählt sie über den Schriftsteller Hrabal: Bohumil ist ein schwieriger, immer an sich selbst zweifelnder, sehr dem Alkohol und dem fetten Essen zugetaner Mensch, der eigentlich immer ein Kind geblieben ist. Er liebt seine Frau, seine Freunde und seine Katzen, er hasst Lesungen und Diskussionen; am liebsten ist er (allein) irgendwo in der Natur.
Eliska erträgt dies alles; ja, zeitweise ist sie die Einzige, die ein Einkommen hat. Trotzdem liebt sie ihren Mann, auch wenn er es ihr nicht immer leichtmacht...
Bohumil Hrabal hat ein wunderbares Buch geschrieben, über dessen Wiederentdeckung man sich freut (vielleicht wieder einmal mehr von Hrabal lesen?) Und natürlich kann Hrabal den tschechischen Nationalhelden Schwejk nicht verleugenen: nicht nur einmal wird man beim Lesen an Jaroslav Hasek erinnert (besonders bei Hrabals Auseinandersetzungen mit der Staatsmacht und dem Publikationsverbot)!