Nachdem wir mit der Renovierung unserer Hausfassade fertig waren, stellten wir fest, dass der alte weiße Briefkasten überhaupt nicht mehr passte. Unter anderem haben wir jetzt Fensterbretter in schwarzem Granit, deshalb sollte auch ein neuer Briefkasten in dunkler Optik den Eingangsbereich zieren.
Da wir in diversen Baumärkten nicht fündig wurden - hier dominieren weiße und edelstahlfarbene Kästen - fanden wir nach kurzer Suche den hier beschriebenen.
Die Bestellung über Amazon erfolgte wie immer schnell und reibungslos, der Aufbau war einfach.
Sämtliches Material zur Aufstellung ist enthalten. Man benötigt je nach Untergrund bzw. Aufstellort eine leistungsfähige Schlagbohrmaschine (Bohrhammer), um insgesamt 8 Löcher (10 mm) für die Befestigung des Rohrgestells zu bohren.
Nach etwa 45 Minuten war die Montage beendet. Wir waren sehr erfreut, weil der neue Briefkasten vor unserer Hausfassade wirklich gut aussieht und damit optisch voll unseren Vorstellungen entspricht.
Leider gibt es einige Mängel in der täglichen Benutzung, welche auch zum Punkteabzug führen.
1) Brieffach
Ein entscheidender Mangel ist, das der Briefkasten nicht 100-prozentig wasserdicht ist. Es befinden sich links und rechts in der halbrunden Kante zwar Kunststoffdichtungen, diese liegen jedoch nicht richtig an, so dass bei Regen Wasser eindringt (bei uns Wetterseite seitlich). Man kann dem ein wenig abhelfen, indem man beim Schließen des Deckels diesen etwas nach oben drückt, so dass die Seiten besser anliegen. Vielleicht hilft auch ein selbstklebendes Dichtungsband für Türen aus dem Baumarkt, das haben wir noch nicht ausprobiert.
2) Schloss
Da das Schloss aufgrund der Bauart schräg nach oben zeigt, ist es ebenfalls dem Regen ausgesetzt, Wasser kann besonders gut eindringen. Das Schloss ist auch etwas hakelig. Abhilfe schafft KFZ-Schlossspray. Mal sehen, ob das auch im Winter bei Eis hilft.
3) Zeitungsfach
Das Zeitungsfach ist gegenüber unserem alten Briefkasten etwas schmaler. Das bedeutet, dass eine normale Tageszeitung immer links und recht herausragt und bei Regen an den Enden besonders nass wird. Unverständlicher ist aber, dass bei seitlichem Regen Wasser in das Zeitungsfach gelangt (ist bei einem seitlich offenen Fach auch normal), jedoch ewig darin stehen bleibt. Vielleicht hätte man den Briefkasten nicht in Waage, sondern schief aufstellen müssen, um diesem Phänomen zu begegnen. Der Hersteller hätte hier vielleicht einige Öffnungen (Bohrungen) nach unten anbringen können, um eine schnellere Trockknung des Fachs zu erreichen.
Da wir ohnehin seit längerer Zeit beabsichtigen, über dem Eingangsbereich ein größeres Vordach zu errichten, haben wir den Briefkasten eben wegen seiner Optik behalten. Witterungseinflüsse werden dann keine Rolle mehr spielen.