Produktinformation
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| 1. (Parlato) | |||
| 2. 'Ndrangheta, camurra e mafia | |||
| 3. Sangu chiama sangu | |||
| 4. U lupu d'Asprumunti | |||
| 5. I cunfirenti | |||
| 6. (Parlato) | |||
| 7. U ballu da famigghja Muntalbanu | |||
| 8. (Parlato) | |||
| 9. Non su'lupu | |||
| 10. U commissariu | |||
| 11. (Parlato) | |||
| 12. Omertá | |||
| 13. Cu sgarra paga | |||
| 14. Appartegnu all'onorata | |||
| 15. Cant all'Aspromonte | |||
| 16. Tarantella guappa | |||
| 17. Ergastulanu | |||
| 18. I cacciaturi i Muntaltu | |||
| 19. (Parlato) | |||
| 20. A 'mbasciata | |||
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Dieses Album stellt die erste offizielle Veröffentlichung der Lieder der kalabrischen Mafia dar (der 'Ndrangheta') und hat sich in Italien -- kaum verwunderlich -- schnell zum Politikum entwickelt. Von Ehre, Blut und Verschwiegenheit handeln sie; -- Werte, die in einer überinformierten, antiseptischen und nicht selten feigen modernen Welt erheblichen Reiz ausüben können, selbst in einem unzweifelhaft verabscheuungswürdigen Zusammenhang wie der Mafia. Eilfertig auf den Plan getretene Verfechter kultureller Ignoranz, die in derlei kontroversen Zusammenhängen üblicherweise gern totschweigen, was nicht sein darf, seien beruhigt. Die Art und Weise nämlich, in der hier vor Verrat gewarnt und von der Bedeutungslosigkeit persönlichen Lebens gesprochen wird, ist nicht wenig erschreckend: "Wer Fehler macht, bezahlt mit dem Leben" oder "Das Verbrechertum hasst solche Menschen /(...)/ Mit Zement werden sie in Mauern gebaut", und "Sogar das Gesetz des Staates weicht zur Seite". Knastbrüder, die sich ihrer Taten rühmen und gleichzeitig die eigene Unschuld beteuern -- das ist Bigotterie von einer Offenheit, deren Ausmaß man schon pornografisch nennen muss. Zweifellos, die glutvolle Authentizität der Sänger und Musiker ist dennoch fesselnd und wer sich einmal darauf eingelassen hat, dem wird kaum etwas anderes übrig bleiben als die Auseinandersetzung mit dem Thema. Wer das tut, wird Erstaunliches entdecken über die berührende Sehnsucht in der manchmal bestechend schönen Musik, z.B. das zutiefst menschliche Verlangen nach Zugehörigkeit und die Furcht vor der Einsamkeit.
In jedem Fall aber macht das Album in Ton, Bild und Text mehr über Geschichte, Kultur und Bedeutung der Mafia spürbar als fünf Jahre wissenschaftlicher Beschäftigung damit. --Rolf Jäger
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Steckt in jedem von uns ein Gangster?,
Rezension bezieht sich auf: Il canto di Malavita (La Musica della Mafia) (Audio CD)
Nun, zumindest Männerphantasien von Allmacht und verschworenen Gemeinschaften, vielleicht gar vom Kampf der Unterdrückten gegen Ausbeuter, kommen auf, wenn von der Mafia die Rede ist. Auf dieser CD hört man nicht nur ihre Worte, sondern auch ihre Musik, der es freilich am Optimismus mancher Zigeunerweisen fehlt. Wäre nicht so viel trauriges Gefühl darin, so viel echtes Pathos, könnte man die deutschen Texte des beiliegenden Booklets für sich als Krimi lesen: "Und wenn jemand etwas auf dem Gewissen hat, so soll er aus der Menge heraustreten, dass ich ihm seinen Bauch aufschlitzen kann." Das ist wohl das jüngste Gericht auf kalabrisch, gnadenlos rünstig. Ohne die starken Sprüche jedenfalls wäre die CD nur eine Sammlung interessanter Straßen- und Kneipenmusik, so profitiert sie vom Mythos der Mafiafilme, deren Jargon sie aufgreift. Weitere Kostprobe gefällig? "Es gibt zu viele, die noch leben und erst wenige sind bereits tot." Das könnte doch glatt Brando im "Paten" gesagt haben.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Musik - nicht nur für Mafiosis,
Rezension bezieht sich auf: Il canto di Malavita (La Musica della Mafia) (Audio CD)
Dieses Album stellt die erste offizielle Veröffentlichung der Lieder der kalabrischen Mafia dar (der 'Ndrangheta') und hat sich in Italien -- kaum verwunderlich -- schnell zum Politikum entwickelt. Von Ehre, Blut und Verschwiegenheit handeln sie; -- Werte, die in einer überinformierten, antiseptischen und nicht selten feigen modernen Welt erheblichen Reiz ausüben können, selbst in einem unzweifelhaft verabscheuungswürdigen Zusammenhang wie der Mafia. Eilfertig auf den Plan getretene Verfechter kultureller Ignoranz, die in derlei kontroversen Zusammenhängen üblicherweise gern totschweigen, was nicht sein darf, seien beruhigt. Die Art und Weise nämlich, in der hier vor Verrat gewarnt und von der Bedeutungslosigkeit persönlichen Lebens gesprochen wird, ist nicht wenig erschreckend: "Wer Fehler macht, bezahlt mit dem Leben" oder "Das Verbrechertum hasst solche Menschen /(...)/ Mit Zement werden sie in Mauern gebaut", und "Sogar das Gesetz des Staates weicht zur Seite". Knastbrüder, die sich ihrer Taten rühmen und gleichzeitig die eigene Unschuld beteuern -- das ist Bigotterie von einer Offenheit, deren Ausmaß man schon pornografisch nennen muss. Zweifellos, die glutvolle Authentizität der Sänger und Musiker ist dennoch fesselnd und wer sich einmal darauf eingelassen hat, dem wird kaum etwas anderes übrig bleiben als die Auseinandersetzung mit dem Thema. Wer das tut, wird Erstaunliches entdecken über die berührende Sehnsucht in der manchmal bestechend schönen Musik, z.B. das zutiefst menschliche Verlangen nach Zugehörigkeit und die Furcht vor der Einsamkeit.
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10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Glorifizierung einer Landplage,
Rezension bezieht sich auf: Il canto di Malavita (La Musica della Mafia) (Audio CD)
Ja, es ist typische ital. Volksmusik. Die Canti di Malavita sind, leider, ein Teil der ital. Kultur und Geschichte. Gut dass es sie gibt und dass sie sogar zur Massenvermarktung gelangt sind, ist es deswegen trotzdem noch lange nicht. Die Melodien mögen zwar schön, rhythmisch, nachdenklichm, melancholisch, und fröhlich sein - die Texte sind es aber nicht! Man singt von Blutrache, Ehrenmord, der Auslöschung ganzer Familien, der Unterwanderung des Staates - und ist auch noch stolz drauf. Was ist daran also gut? Interessant ist die Musik allemal: kulturell, historisch und vor allem um diese elende Pest der organisierten Kriminalität besser zu verstehen. Gerade so gut könnte man sich allerdings den Schwachsinn der Gangsta-Rapper anhören, der z.T. recht ähnliche Inhalte hat: Rache, Elend, Schiessereien, Prahlereien mit der begangenen Untat. Wollen wir solche Gedanken wirklich fördern? Die ganze Schattengesellschaft ist für Italien eine Plage, wie sie nur schwerlich ein anderes Land in Europa nachvollziehen kann. Dies zu besingen oder sich die Musik zu kaufen, ist eine Ohrfeige ins Gesicht für all jene, die sich der Bekämpfung dieser Unmenschen verschrieben haben. A MORTE LA MAFIA!
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