„...But Seriously" ist die Perfektion seines Daseins. Der entgültige Phil Collins hat in diesem Album Platz genommen. Einen vollkommeneren Phil Collins gab es früher und später nicht mehr. Man kann darüber spekulieren, ob das sein Ziel war oder nur die zufällige Entwicklung seiner Laufbahn. Einige warfen ihm vor, sich zu wiederholen, alte Konzepte zu benutzen. Dabei finde ich gar nicht, das dieses Album wie eines seiner Vorgänger klingt. Selbst er, als Künstler, hat mit diesem Album einen ganz anderen Stellenwert gehabt, als bei seinen früheren Alben. Von nun an wurde er als Adult-Oriented-Rock-Künstler gewertet. Mit „No Jacket Required" hat er versucht, die aktuelle Rock- und Popmusik auf fröhliche Weise wiederzugeben. „...But Seriously" klingt nicht so vollgepackt mit Synthesizer. Sein Feingefühl für Balladen hat er auf diesem Album freien Lauf gelassen. Es sollte, wie der Titel sagt mal „ernsthaft" klingen. Er wollte sich in die Reihe derer einreihen, die Pop für soziale Themen nutzen. Auch über ihn und seiner Beziehung zu seiner Familie gibt es einiges zu hören. Hugh Padgham, der Mitproduzent des Albums war mit dem Resultat nicht sehr zufrieden. Er wollte ein eher jazzorientiertes Album mit Phil machen. Der Erfolg jedoch sprach dagegen. Ich kann nur sagen, dass ich das Album mag. Jeder, der generell Phil Collins mag, wird dieses Album auch mögen.