Folgendes sagte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul bei der Vorstellung des Buches in Berlin am 3. April:
"Gratulation an die Initiatoren und Herausgeber dieses Buches für die gute Autorenauswahl und gute Themenauswahl! Alle, die uns tagtäglich über Afrika informieren, haben zu diesem Sammelband beigetragen. Es ist ein Lesebuch entstanden, das voller guter Geschichten steckt: kurzweilig und informativ - kontroverse politische Themen kommen ebenso dran wie Models und Mode, Marathonläufer und Reisegeschichten. Es gibt nicht nur kurze Geschichten im Reportage -Stil, sondern auch Beiträge wie die von Lesego Rampolokeng - eigentlich ein Stück Kurzliteratur, eine schockierende Innenansicht der Gewalt in südafrikanischen Städten.
Mit dem Buch ist ewas gelungen, was ich für ganz wichtig halte: hier schreiben Menschen aus Europa und Afrika über Afrika, als ob sie über Hamburg oder Wanne-Eickel schreiben: was dort passiert, ist ganz normal. Diese Normalität macht das vermeintlich Fremde zugänglich und verständlich. Dadurch wird deutlich: Afrika interessiert nicht nur, wenn es exotisch oder folkloristisch dargestellt ist mit Phrasen wie "dunkel lockende Welt". Es zieht nicht nur, wenn es als Ort blutiger Konflikte und Katastrophen beschrieben wird. Wer sich auf diese beiden Erklärungsmuster zurückzieht, hat einfach nicht genug recherchiert.
Natürlich soll der Titel einen Kontrast darstellen zum Gerede über den dunklen, katastrophenreichen Kontinent. Man kann sich darüber streiten, ob er die Assoziation weckt, das Buch würde schönfärberisch sein, alle Konflikte und Probleme abstreiten, und ein Bild des fröhlichen Kontinents zeichnen wollen. Das Buch leistet aber das genaue Gegenteil, es ist nicht schönfärberisch. Es ist auch nicht ein neuer Blick auf Afrika, sondern ermöglicht jedem, sich mit vielen neuen Blicken mit dem Leben auf dem Kontinent vertraut zumachen.
Aber ein weiteres dickes Lob gilt dem Anhang des Buches, "Afrika von A bis Z". Hier werden die Herausgeber dem Anspruch gerecht, nicht nur durch interessante Artikel das Interesse zu wecken, sondern auch durch Literatur und web-Empfehlungen virtuelle Wege zu eröffnen, sich hier weitere Informationen zu besorgen und sich in einzelnen Themen zu vertiefen. Besonders gut finde ich die Hinweise zu Suchmaschinen zu Afrika und überhaupt die zahlreichen afrikanischen websites, auf die hier hingewiesen wird."
Sibylle Tepper, Pressereferentin im Entwicklungsministerium