In ihrem Roman "Zu Bunt für Grappa" entführt uns die Königin des Krimis in die Provence. Dort hofft sie das Rätsel um die Ermordung eines Antiquitätenhändlers und seiner Lebensgefährtin lösen zu können. Was hat es mit dem geheimnisvollen Gemälde "Bauern im Melonenfeld" auf sich? Handelt es sich um ein bislang unbekanntes Werk van Goghs?
In Bierstadt beginnt die Handlung des spannenden Romans... in der Provence wartet die Lösung. Die findige Journalistin folgt der Stimme ihrer Hormone... Aber verdient der Auserwählte ihre Liebe? Hat er mit der Bluttat zu tun? Ist er der Mörder? Auch "Zu bunt für Grappa" ist wieder ein gelungener Bestseller aus der Feder von Gabriella Wollenhaupt. Es muss wahrlich nicht immer Kaviar sein, die köstliche Küche der Provence weiß auch Edles zu bieten. Und Gabriella Wollenhaupt weiß wieder zu verzaubern. So wundert es nicht, dass auch "Zu bunt für Grappe" immer wieder neu aufgelegt wurde.
Sie schildert ihre Heldin als Frau aus Fleisch und Blut, als journalistische Detektivin, die sich auch manchmal irrt... und doch immer "ihren" Mörder ausfindig macht. Lesend fiebert man mit Maria Grappa, folgt ihr auf der Suche nach dem Killer. Alte Bekannte aus ihrem früheren Leben tauchen auf... Sind sie suspekt? Ist Maria Grappa in Gefahr?
Gabriella Wollenhaupt hat ein einfaches Konzept: 1.) Eine gute Krimi-Story blitzsauber schreiben, so dass der Leser einfach weiterlesen muss. 2.) Gute Unterhaltung in sprachlich ansprechender Form bieten. 3.) Ein gutes Konzept bis zum Schluss klar durchhalten, dabei überraschende Wendungen einbauen. 4.) Wirkliches Interessen an der Heldin und den Mitspielern" wecken. 5.) Anspruchsvoll und unterhaltsam zugleich sein... also echtes Lesevergnügen bieten!
So "einfach" ist es also, einen guten Krimi zu schreiben... leider gelingt dies aber nur wenigen Autorinnen und Autoren so wie Gabriella Wollenhaupt. Ein anderer Rezensent meint, "Zu bunt für Grappa" nur einen Stern geben zu können. Seine "Besprechung" kann ich aber nicht besonders ernst nehmen. Wer eine Buchbesprechung fabriziert, sollte zumindest den Namen der Autorin richtig schreiben. Die Autorin der Grappa-Reihe heißt Gabriella Wollenhaupt und nicht Gabriele Wollenhaupt.
Warnung: Wer zwei, drei "Grappas" liest, kann leicht "süchtig" nach mehr werden. Aber keine Angst: außer guter Unterhaltung gibt es keinerlei negative Nebenwirkungen....
Walter-Jörg Langbein