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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erfrischende Perspektiven, 25. Mai 2004
Der Autor nimmt uns mit hinein in seine persönliche Geschichte, in der Gott sein religiöses Weltbild einstürzen lässt, ihm die Augen öffnet und beginnt, aus Scherben und Trümmern etwas ganz Neues entstehen zu lassen. Ein langwieriger Heilungsprozess beginnt, in dem Gott ihm vom Arbeitgeber, der scheinbar gnadenlos totalen Einsatz fordert, zum Freund wird, der ihm liebevoll sein falsches Bild von Berufung und Leiterschaft korrigiert und für seine eigene Persönlichkeit, Frau, Kinder und Kollegen einen neuen Stellenwert definiert. Diese niederschmetternde aber wertvolle Erfahrung spricht aus allen Kapiteln, in denen zuerst das falsche Gottesbild aufgezeigt wird, aus dem sich so oft ein verkehrtes Dienstverständnis ableitet. Die Ursachen und Gefahren dieser frommer Sklaverei und geistlicher Betriebsamkeit werden bloßgelegt und zudem eindrücklich geschildert, wie schnell man in einer selbsterbauten Tretmühle enden kann, in der man täglich durch unermüdliche Pflichterfüllung Himmel und Erde beweisen muss, dass man Gottes Liebe und Gnade verdient und zu seinem Dienst berufen und eingesetzt ist. Diese schmerzhafte Entwicklung von einem Leben auf Kosten eigener und fremder Bedürfnisse, in dem das Äußere ganz allmählich und schleichend wichtiger zu werden droht als das Innere, hin zu der freimachenden Wahrheit, dass Gott ja nicht nach unseren Leistungen fragt, sondern nach uns selbst, wird gut nachvollziehbar dargestellt. All diese Verwicklungen um rechtes Gottesverständnis und bruchstückhafte Selbsterkenntnis werden so behutsam und verständnisvoll anhand der Aussagen der Bibel und Gottes Liebe und Barmherzigkeit aufgedeckt, dass man sich vom Autor gern weiter durch die seelsorgerischen Aspekte dieses Themas führen lässt, vorbei an so manchen Untiefen von Versagen, Schuld, Bindungen und um die Klippen von Verletzungen und ungesunder Grundlagen herum zu Frieden und Freiheit in der Gegenwart Gottes, durch die man dann fähig wird, entspannt für ihn etwas zu wirken. Auf was für eine Weise und unter welchen Voraussetzungen das geschehen kann, erfährt man dann in der zweiten Hälfte des Buches, wo der Unterschied zwischen Berufung und Sendung erläutert wird und wie man beides im eigenen Leben erkennen kann. Der Autor deckt Ansätze zu Profit- und Machtstreben auf, zeigt die Bedeutung von Freunden und Mitarbeitern und der Arbeit im Team, macht uns mit der Droge ‚Ich bin unentbehrlich' bekannt und findet sehr deutliche Worte zur Gefährdung der Ehen von Menschen, die für Gott arbeiten wollen, aber seine Sicht für Ehe und Familie aus den Augen verloren haben. Er ermutigt zum Glauben, weist auf Anfechtungen hin, macht uns mit Kraftquellen vertraut und stellt uns das wahre Ziel jeder geistlichen Arbeit vor Augen. Man spürt auf jeder Seite das eigene Ringen und Erleben des Verfassers, so dass die Ausführungen nie lebensfremd und kaum umsetzbar erscheinen, sondern eine sehr gute Hilfe für jeden sind, der christliche Hingabe in Zukunft so wie er formulieren möchte: „Ich gebe mich nicht meiner Aufgabe hin, sondern ich gebe mich Gott hin, so dass er mir Aufgaben geben kann." Kann ein Buch unbequem und trotzdem mutmachend sein? In diesem Fall hier heißt die Antwort: Ja, und man kann es allen empfehlen, die gern einmal zur heilsamen Ruhe in Gottes Nähe gelangen und aus dieser sicheren Geborgenheit heraus für ihn arbeiten wollen, ob sie nun noch darüber grübeln, wie ihre Berufung eigentlich aussieht, ob sie bereits Verantwortung tragen oder eventuell nach einem Burnout nach neuen Wegen suchen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Keine-Helden-Epos, 18. August 2005
Der deutsche Titel dieses Buches verkürzt den Inhalt natürlich sehr stark, charakterisiert aber letztlich zumindest eines der Hauptanliegen ganz treffend. Es handelt sich nicht um ein Sachbuch oder einen Ratgeber im üblichen Sinne, sondern ist ein ganz persönliches Fazit der überwundenen Lebens- und Dienstkrise eines Pastors. Deshalb eignet es sich meines Erachtens auch am besten als Lektüre für (angehende) Pastoren, kann aber ebenso von jedem nebenamtlichen Mitarbeiter in einer Kirchengemeinde mit großem Gewinn gelesen werden. Der Autor schildert mit beeindruckender Offenheit seine ganz persönliche Krise in der Herausforderung von Beruf(ung) und Familie. Seine Erfahrungen und Schlussfolgerungen, die er dem Leser mitteilt, sind auf der Basis intensiven Bibelstudiums und konsequentem Fragen nach dem Willen Gottes und dessen Maßstäben für einen Mitarbeiter in seinem Reich entstanden. Wem das ebenso wichtig ist, der wird Antwort auf viele Fragen finden. Man sollte es allerdings nicht erst dann lesen, wenn man selbst im Schlamassel steckt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
- BEFREIEND!! - , 13. Februar 2007
Dieses Buch ist sooooo gut/ sooo befreiend.
Der Autor deckt falsche Motivationen auf, warum wir ggfs. einen vollen Terminkalender haben und nur von einem christl. Termin zum nächsten rennen.. und dabei vielleicht sogar ausbrennen.
Kann es sein, dass wir durch all diese Aktionen unser "ich" definieren wollen? Dass unsere Seele noch keine Ruhe in Gott gefunden hat?
Dieses Buch hilft dem Leser seine Identität wieder neu in Gott selbst zu verankern.
Auch differenziert es zwischen der Berufung (Jesus zu folgen/ ihm nahe zu sein) und der Gesanstschaft (für Gott tätig zu sein). Diese Unterscheidung bzw. die Konsequenz daraus waren für mich echt BEFREIEND, wohltuend, wachrüttelnd,.. und führten mich wieder neu zu Gott hin.
- und eben das wünsch ich jedem!!!
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