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Wir brauchen keinen Gott. Warum man jetzt Atheist sein muss [Taschenbuch]

Michel Onfray , Bertold Galli
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (39 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

September 2007
Michel Onfray ist der große Radikale unter den Denkern der Gegenwart. Mit seiner Absage an alle Religionen und seinem Plädoyer für ein freies, vernunftbestimmtes Leben entfachte er nicht nur in Frankreich eine leidenschaftliche und kontrovers geführte Debatte. Onfray plädiert für die Abkehr von den Religionen, die die Menschen nicht befreien, sondern einengen, die Staat und Gesellschaft ohne jede Berechtigung beeinflussen und kontrollieren.

»Man muß kein Atheist sein, um dieses brillante Buch zu würdigen – aber man könnte es nach der Lektüre werden.« Münchner Merkur

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Wir brauchen keinen Gott. Warum man jetzt Atheist sein muss + Der Herr ist kein Hirte: Wie Religion die Welt vergiftet + Der Gotteswahn
Preis für alle drei: EUR 29,85

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 5 (September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492249493
  • ISBN-13: 978-3492249492
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (39 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 209.738 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Man muß kein Atheist sein, um dieses brillante Buch zu würdigen aber man könnte es nach der Lektüre werden." (Münchner Merkur)

Über den Autor

Michel Onfray, geboren 1959 im französischen Argentan, promovierter Philosoph, hat nach zwanzig Jahren seine Stelle als Philosophielehrer an einem technischen Gymnasium aufgegeben und 2002 die »Université Populaire«, die philosophische Volkshochschule, in Caen gegründet, zu der jedermann Zutritt hat. Jährlich besuchen tausende Zuhörer seine Vorlesungen. Er verfaßte zahlreiche Bücher, unter anderem über die Theorie des Hedonismus, die in zehn Sprachen übersetzt wurden. In seinem Werk »Traité d'athéologie« (deutscher Titel:»Wir brauchen keinen Gott - Warum man jetzt Atheist sein muß«) setzt sich Onfray für einen offensiven Atheismus ein. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
84 von 101 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Michael Dienstbier TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Gott ist tot? Mitnichten! Der eine Gott ist lebendiger denn je und bringt Unglück und Tod über die Menschen, so die Feststellung des französischen Philosophen Michel Onfry. Gott sprengt sich in Linienbussen in die Luft, Gott fliegt Passagierflugzeuge in Hochhäuser, Gott steinigt Frauen, die als Ehebrecherinnen gelten, da sie vergewaltigt wurden, Gott fercht Palästinenser seit Jahrzehnten in Flüchtlingslager ein, Gott vergewaltigt kleine Jungs und kommt mit Hilfe des Vatikans straffrei davon usw.

Man sieht schon, "Wir brauchen keinen Gott - Warum man jetzt Atheist sein muss" ist eine scharfe Polemik gegen alle Religionen und wirbt für eine Ethik, die ohne den Zugriff auf ein metaphysisches Konstrukt auskommt.

Das erste Kapitel "Atheologie" gibt einen historischen Überblick über die Geschichte des Atheismus und skizziert die Grundlagen einer Atheologie, einem rein diesseitigen Weltbild und einer rein diesseitigen Moral. Grundlage hierfür sind ein positives Verhältnis des Menschen zu seinem Körper sowie die strikte Ablehnung des Todestriebes und die Konzentration auf das Jenseits, welche allen Religionen gemeinsam ist (97).

In den drei folgenden Kapiteln "Die Monotheismen", "Das Christentum" und "Die Theokatrie" untersucht Onfry die Entstehungsgeschichten der monotheistischen Weltreligionen und zeigt an deren Texten, dass Grausamkeiten und Gewaltexzesse im Namen Gottes kein Zufall, sondern logische Konsequenz aus der Lektüre von Tora, Bibel und Koran sind.

Wirklich neu sind diese Erkenntnisse alle nicht. Weite Teile des Juden- und Christentums akzeptieren mittlerweile, das Tora und Bibel nicht das Wort Gottes, sondern unzusammenhängende, von Menschenhänden geschriebene, Textsammlungen voller Widersprüche sind, die nicht wörtlich zu nehmen sind. Auch im Islam wird sich diese Erkenntnis hoffentlich in Naher Zukunft durchsetzten.

Auch schießt Onfry das eine oder andere Mal übers Ziel hinaus, so zum Beispiel, wenn er behauptet, "dass die Öfen der Gaskammern [...] mit einem Funken des Johannesevangeliums entzündet werden [konnten] (258). Die hier angedeutete Tatsache, dass der christlich motivierte Antisemitismus von Protestanten und vor allem Katholiken und nicht der rassisch bedingte Antisemitismus der Nazis für den Holocaust verantwortlich sei, ist eines Intellektuellen schlicht unwürdig.

Dennoch, auch wenn der Darstellung die nötige intellektuelle Tiefenschärfe abgeht, bleibt sie in einem Zeitalter eines wieder zunehmenden religiösen Fundamentalismus unbedingt notwendig. Denn eines ist klar: der Atheismus ist mindestens ebenso gut, wenn nicht sogar besser, in der Lage moralisch-ethische Kategorien für ein friedliches Zusammenleben auf unserem Planeten zu schaffen, wie alle Religionen.

Erst gestern hat der bayrische Ministerpräsident vorgeschlagen, Gotteslästerung mit bis zu drei Jahren Gefängnis zu bestrafen. Der Willkür würde damit wieder Tür und Tor geöffnet.
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69 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein notwendiges Buch 29. Oktober 2006
Von Leseratte
Format:Gebundene Ausgabe
Überschrift und Untertitel lassen keinen Zweifel an der Intention des Autors. Michel Onfray klagt die großen monotheistischen Religionen Christentum, Judentum und Islam an, nicht für eine bessere Welt zu stehen, sondern oft – und gerade in der heutigen Zeit – eine bessere Welt zu verhindern. Er bezieht dabei bewusst eine einseitige Position – bewusst weil, wie er deutlich macht, unser Denken von den großen monotheistischen Religionen sowieso überproportional beherrscht wird. Das Neue dabei ist, dass er sich nicht nur auf das Christentum oder nur auf den Islam bezieht, sondern immer wieder die drei monotheistischen Religionen miteinander vergleicht und dabei aufzeigt, dass der Unterschied so groß nun wieder auch nicht ist. Jede der Religionen ist voll von religiösen Vorschriften, welche das Privatleben des Gläubigen in fast allen Bereichen einschränken. Auf der anderen Seite sind Bibel, Koran und Talmud so facettenreich, dass die Machthaber jeder Religion für fast jede Meinung ein entsprechendes Zitat finden. Onfray hinterlegt dabei seine Aussagen mit vielen Beispielen aus Bibel, Talmud und Koran: Auch der Islam kann bei entsprechender Auswahl geeigneter Koranstellen nach Bedarf kämpferisch oder friedliebend interpretiert werden. Eine Fülle von Beispielen ist immer wieder das Stilmittel, mit dem er seine Thesen unterlegt.

Nur wenige Kapitel beziehen sich auf die Christliche Religion alleine, hier betrachtet der Autor als Franzose hauptsächlich die Katholische Kirche, die in Frankreich anders als in Deutschland die dominante Rolle spielt. Auch hier zeigt er wieder an Hand von Beispielen auf, dass die christliche Religion mitnichten nur Segen bringt. Dabei beschränkt er sich nicht nur auf die eher bekannten Gräueltaten aus dem Mittelalter sondern bringt Beispiele bis zur Gegenwart: Zum Beispiel die einseitige (sic!) Stellungnahme des Papstes zu den Massakern der Hutus an den Tutsi, die mit Unterstützung christlicher Geistlicher verübt wurden. Und wer kennt schon das Zusammenwirken von Hitler und Papst Pius XII? Wer weiß schon, dass Hitler bis zu seinem Tode überzeugter Katholik war und dass der Vatikan nach dem Zusammenbruch des dritten Reiches eifrig bemüht war, den nationalsozialistischen Verbrechern Unterschlupf zu gewähren? In meinen bayerischen Schulbüchern wurden solche Wahrheiten jedenfalls (ganz einseitig) unterschlagen.

Der Autor zeigt auf, dass fast jede wissenschaftliche Erkenntnis, jede humanistische Errungenschaft gegen die Religionen erkämpft wurde. Allein der Frauenfeindlichkeit der drei monotheistischen Religionen widmet er immer wieder viel Raum – Gleichberechtigung der Geschlechter, Freiheit von Wissenschaft und Kultur und vieles mehr, sind kein Verdienst der Kirche sondern des Humanismus und bis heute den Kirchen ein Dorn im Auge. Hier setzt auch mein einziger Kritikpunkt an: Man möchte mehr über den nicht-religiösen, evolutionären Humanismus erfahren und wie mit Philosophie und Wissenschaft eine Weltanschauung begründet werden kann, die Religionen überflüssig macht. Doch die Philosophen, die Onfray benennt, sind meist unbekannt und werden dem Leser nicht wirklich näher gebracht.

Wer einmal kritisch über die Rolle der Religionen in unserem Leben reflektieren möchte, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Wer jedoch eine emotionale Bindung zu Religion und Kirche hat, den dürfte die Schärfe der Kritik verletzen – er sollte die Finger von diesem Buch lassen.

Trotzdem: zu Zeiten eines Karikaturenstreits, einer abgesetzten Mozartoper und eines Antidiskriminierungsgesetztes, in dem den Religionen eine Sonderstellung vor den Weltanschauungen wie dem Atheismus eingeräumt wird, zu Zeiten in denen kirchenkritische Vertreter kaum mehr in den öffentlichen Medien zu finden sind und auf Betreiben der Kirche gezielt ausgeladen werden, während der Papstbesuch auf allen Kanälen läuft, verdient dieses wichtige Buch (noch) fünf Sterne.
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104 von 127 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mal eine andere Sichtweise des Themas 12. Juni 2007
Von tetaro
Format:Taschenbuch
Das Besondere an Onfrays Buch, ist, dass er sich dem Gottesthema nicht so sehr von der Warte der wissenschaftlichen Analyse nähert, sondern von der Warte des, sagen wir mal, lebensfohen Menschen, der nicht begreifen kann, wie Religion das diesseitige Leben so sehr beeinträchtigen kann. Religion ist für ihn in Wesentlichen ein Hindernis in Bezug auf die Möglichkeit, sein Leben auszukosten - und dieser Preis ist ihm zu hoch, weil er davon überzeugt ist, keine Gegenleistung dafür zu erhalten.

Das erzeugt stilistisch eine gewisse Polemik und die eine oder andere Spekulation, die nicht ganz belegbar ist, z.B., dass Paulus das Christentum mit seinen eigenen seelischen Problemen geprägt hat. Vielleicht vermisst man auch eine gewisse Differenzierung, da die Ablehnung der Religion aus jeder Seite atmet und nicht viel Platz für eine Würdigung eventueller positiver Seiten lässt.

Der Ton des Buches ist kämpferisch, denn Onfray ist der Ansicht, dass die Zeit drängt, für jeden, der sein Leben leben will, nicht im ewigen Verweis auf das Jenseits, darauf zu verzichten. Onfray gehört zu denjenigen, die den Atheismus (ein Wort, das er übrigens bereits als Diffamierung empfindet) radikalisieren, da sie ungeduldig werden mit einer Gesellschaft, die das Diesseits seit so langer Zeit immer wieder auf ein seiner Ansicht nach fiktives Jenseits bezieht.

Er verweist auf die unzähligen Einflüsse, die Religion in Staat, Kultur, Gesellschaft und Gesetzgebung hat und stellt die Frage, warum das so ist. Denn die moralischen und gesellschaftlichen Errungenschaften der Moderne schreibt er nicht der Religion zu, er ist überzeugt davon, dass diese gegen den Widerstand der Religion erreicht wurden.

Sicher kann man am polemischen Ton des Buches einigen Anstoß nehmen, allerdings enstehen doch atemberaubende Momente, wenn man sich fragt, was ist, wenn er recht hat? Wenn Fiktionen seit Tausenden von Jahren das Leben prägen und dafür sorgen, dass man sein Leben daran ausrichtet? Der bezahlte Preis wäre in der Tat hoch.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Sollte man gelesen haben!
Ich finde dieses Buch kann einen die Augen über die drei monotheistischen Religionen öffnen. Sehr empfehlenswertes Buch. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Tagen von Dominik veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Radikale Kritik der monotheistischen Religionen
Dieses Buch halte ich für absolut lesenswert. Obwohl ich schon ein überzeugter Atheist bin, sind mir bei der Lektüre viele neue Lichter aufgegangen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Katzenfreund veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Harter Tobak
Der deutsche Titel ist sehr reißerisch und irreführend. Dem Autor liegt es fern, seinem Leser vorzuschreiben, dass er jetzt Atheist sein muss". Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Frank Hertel veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Verbales kung-fu
Also,ich bin auch überzeugter Atheist.
Und ich lese gern Bücher über Atheismus.
Doch allein der Titel dieses Buches "... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Mai 2010 von Billy Klappstuhl
3.0 von 5 Sternen Geschichtsklitterei eines Krawall-Atheisten
Der geschichtliche Teil ist unseriös. Der philosophische "Vorspann" ist auf dieser Basis fragwürdig, aber als Einblick in die verschiedenen Formen des "neuen" Atheismus... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Oktober 2009 von DI Franz Kronreif
5.0 von 5 Sternen Sehr gut
Ein sehr gutes Buch, dass sehr schlüssig aufzeigt, dass es Kunstfiguren wie Jesus und Mohammed nie gegeben hat. Das Buch sei allen echten Atheisten ans Herz gelegt.
Veröffentlicht am 23. Mai 2009 von B. Hoffmann
5.0 von 5 Sternen fröhlicher Wissenschaft nah
Vorab, der Überzeugung des Autors entsprechend, etwas Persönliches. Ich bin kein Philosoph, meine Zeit wird durchaus von anderem in Anspruch genommen, vom Leben zum... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. März 2009 von Manfred Reber
5.0 von 5 Sternen einfach nur die wahrheit
das vielleicht beste buch über das thema.
es sollte jeden menschen der noch an den ganzen unfug glaubt die augen öffnen und dieses buch sollte in der schule... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. März 2009 von old daddy
3.0 von 5 Sternen Der Geschmack der Freiheit
Was einmal als Spruch für eine Zigarettenmarke herhalten musste (ja, ja, der Gründer New Yorks) macht sich gut als Überschrift für dieses Buch, das uns Mut... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Januar 2009 von Christof Sperl
2.0 von 5 Sternen Gott Ja Nein Keine Ahnung
Soll man in der heutigen Gesellschaft noch an einen Gott, an eine höhere Macht glaube. Diese und solche Fragen werden hier offen gestellt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. November 2008 von Matthias Schratter
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