Zum Inhalt:
Die Ideen eines jungen Zeitenforschers zur Verschmelzung von Raum und Zeit, sowie der
Wunschtraum zweier Freunde, den von ihnen über alle Maßen geschätzten Komponisten zu treffen, begegnen einander im Wiener ‚Griechenbeisl' im Jahr 1997.
Auf wundersame Weise werden die beiden Freunde ins Wien des Frühjahres 1828 versetzt -
Tage intensiver Gespräche mit Franz Schubert beginnen, voller Gedankenreichtum und musikalischer Spannung.
Zur Umsetzung:
Wenngleich der fesselnde Stil, wie der subtile Humor des Buches und der kontinuierlich weitergezogene Spannungsbogen zum raschen Lesen verführen mögen, so habe ich es doch behutsam, wie eine Kostbarkeit aus anderen Zeiten gelesen.
Orte und Figuren gewinnen eine ungemeine Plastizität, der sich der Lesende nicht so rasch entziehen mag, noch entziehen kann.
Profunde Kenntnisse der Musik, wie der Schubert-Biographie und eine Souveränität der sprachlichen Gestaltung zeichnen den Autor aus und fesseln den Leser.
Fazit:
Ein Kleinod nicht nur für Schubert-Kenner und -liebhaber, sondern ein wundervoller Einstieg auch für interessierte Laien.