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Kundenrezensionen

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am 29. April 1999
Das bizarre Sexualleben der Tiere
Ende Februar dürfte ein Ruck durch die ergraute Leserschaft der Süddeutschen Zeitung gegangen sein: In ihrem Magazin vom 26. 2. 99 berichtet sie nämlich völlig unverblümt über Sex! Und zwar in allen Einzelheiten!
Aber okay, Aufklärung muß sein. In dem Magazin-Beitrag findet sich sich Quelle nur sehr versteckt - ich habe sie für alle diejenigen aufgetrieben, die sich mit diesem Thema auf seriöse Weise beschäftigen möchten ...
Es handelt sich um die Neuerscheinung von M. Miersch: Das bizarre Sexualleben der Tiere, Frankfurt a. M. 1999 (Bestellung siehe unten).
Dort heißt es: "Wußten Sie schon, daß der männliche Schweinswal mit seinem Geschlechtsteil riechen kann? Oder wußten Sie, daß Beutelmäuse es tun, bis sie tot umfallen? Daß Elefanten mit dem Rüssel onanieren?"
Nun, ich muß schon sagen, daß ist starker Tobak! Gerade Elefanten sind doch gar lustige Kerlchen (siehe rechts).
Überhaupt hat mich das Buch sehr nachdenklich gestimmt. Ich habe es ja noch hingenommen, daß die Milbengattung Adactylium Inzest treibt, sich mit ödipalem Mord beschäftigt und sich dem Kannibalismus hingibt. Auch daß das Nashornweibchen während des 1 1/2-stündigen Aktes ziemlich kalt bleibt, obwohl das Männchen alle 2 Minuten einen Höhepunkt erreicht, ist hinzunehmen (die Tiermedizinerin Sabine Hilsberg machte nämlich Wärmebilder - ganz schön gerissen!).
Aber daß mein in jungen Jahren heißgeliebter Flipper ein "übler Vergewaltiger" sein soll, hat mich doch sehr getroffen! Jene Tümmler (das ist die Delphin-Gattung) treiben nämlich Weibchen in die Enge und erzwingen den Geschlechtsverkehr! "Sind keine weiblichen Delphine verfügbar, stürzen sich die Männchen auf alles, von dem sie vermuten, daß sie ihren 45 Zentimeter langen Penis hineinstecken könnten. ... Sie tun es auch mit einem Abflußrohr" (S. 62f.). Ha! Abflußrohr geschieht ihnen recht!!! Von wegen Menschen retten und so - die Kerle sind einfach nur heiß!
Also da sind mir die Gewohnheiten der Igel doch lieber. Für alle, die es noch nicht wissen: Im Bereich der Sexualorgane sind keine Stacheln vorhanden. "Das Paarungsvorspiel beginnt damit, daß das Männchen seine Partnerin laut schnaufend umkreist und sie gelegentlich mit seinem Kopf stubst." Na, ist das nicht ein romatisches Turteln? Leider geht es dann aber etwas anders weiter: "Sie wehrt sich, flieht, er folgt und versucht, sie weiter zu umkreisen. ... Sie drückt sich an den Boden, legt ihre Stacheln an, streckt die Hinterbeine aus und hebt ihr Becken. Das Männchen kann mehrmals hintereinander kopulieren."
Und Pinguine haben es ebenfalls nicht leicht: "Das Weibchen liegt auf dem Eis und das Männchen mit seinem Bauch auf ihrem Rücken. So wie Pinguine geformt sind, kommt das dem Versuch gleich, zwei Flaschen aufeinanderzulegen." (S. 213) Okay, das ist soweit ja verständlich. Wer treibt es schon gerne auf dem Eis? Aber wenn man sonst nichts hat, muß man halt Gedult mitbringen. Schlimmer ist das schon, daß Pinguin-Weibchen gerissene Prostituierte sind: "Weibliche Adéliepinguine wurden vn Forschern bei der Prostitution ertappt. Diese Pinguine bauen nester aus Steinchen, die auf der antarktischen Ross-Insel sehr schwer zu beschaffen sind. Manche Weibchen paaren sich mit Junggesellen, die ihnen dafür Steinchen geben. Danach kehren sie mit dem Nistmaterial zu ihren festen Partnern zurück." Wie gesagt - es geht hier um P i n g u i n e ! Es ist völlig nutzlos, wenn Sie jetzt anfangen, Steinchen am Wegesrand aufzusammeln, um sich einen lustigen Abend zu machen.
Genug - lesen Sie selbst! Empfehlen möchte ich Ihnen allerdings noch die Stelle über den sogenannten "Coolidge-Effekt" (S. 56f.). Hier wird der "wachsende Widerwille von Männchen erklärt, immer wieder mit derselben Sexualpartnerin zu kopulieren." ;-)
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TOP 500 REZENSENTam 7. Februar 2012
Inhalt:
Nach einer Einführung, in der der Autor erklärt, warum es überhaupt Sex im Tierreich gibt, folgt ein Lexikon, in dem Michael Miersch vom Sexualleben verschiedenster Tiere und von assoziierten Begriffen berichtet.

Mein Eindruck:
Für mich war das Buch die reinste Enttäuschung: sehr saloppe, oft flapsige Sprache, vage, oberflächliche, holprige und nicht ganz korrekte Erklärungen und Definitionen (z.B. Darwin als 'Entdecker der Evolution') sowie wertende und unsachliche Begriffe (z.B. 'grottenhäßlich' oder 'pervers'). Zudem findet der Leser auch Begriffe wie 'Bachstelze' oder 'Damhirsch' - wer hier auf interessante Geschichten aus dem Tierreich hofft, hofft vergebens, denn hier handelt es sich um Begriffe, die man eher in einem Buch über (menschliche) Prostitution vermuten würde. Und so werden fragwürdigerweise auch Einhörner aufgelistet.

Von Evolution scheint der Autor meiner Meinung nach wenig Ahnung zu haben, so findet er Geweihe zum Beispiel nutzlos, und er spricht durchgehend von Richard Dawkins und einem 'genetischen Egoismus' statt vom 'egoistischen Gen'. Zudem fehlte mir die Begeisterung und der Respekt für Tiere - Tiere sind bei Miersch 'grottenhäßlich' und 'minder intelligent'.

Mein Resümee:
Spannend ist anders. Wer etwas lernen will, sollte ein anderes Buch lesen.
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am 26. Mai 1999
Das Sexualleben der Tiere ist fürwahr bizarr, und Miersch hat eine sehr anschauliche und amüsante Art, dies mitzuteilen. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Dabei sind Tiere manchmal allzu menschlich. Worte wie 'normal' und 'natürlich' verlieren ihre Bedeutung.
Das Buch ist als Lexikon aufgebaut, was ein zufälliges Blättern und auszugsweises Lesen erlaubt. Liest man das komplette Buch (was es durchaus wert ist), muß man Wiederholungen hinnehmen. Das Lesevergnügen wird dennoch nicht geschmälert.
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am 7. September 2004
Diese Buch ist absolut genial. Unter fast jeder aufgeführten Kategorie findet man etwas zum staunen. Unglaublich was so manche Tiere drauf haben. Ich kann nur allen Tierfreunden/Tierfans raten: kaufen, kaufen, kaufen und staunen, staunen, staunen.
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am 16. April 2007
Na bitte, Homosexualität gibt es auch unter Geiern, Schimpansen benutzen zurechtgebissene Stöckchen als... ahem... "Massagestab" und Sex mit Großvieh ist in Deutschland seit Mitte des 20. Jahrhunderts nicht mehr strafbar! Das sind doch Informationen, die der Mensch dringend braucht! Scherz beiseite, obwohl dieses Lexikon wahrscheinlich für die meisten Leser doch in die Kategorie "nutzloses Wissen" fällt, ist es interessant, erheiternd und einfach kultig. Man kann sich stundenlang mit dem Sexualleben der gemeinen Bettwanze beschäftigen, sich darüber wundern, warum Pferde Urin trinken und die Hodengröße von Primaten vergleichen, selbst ohne einen direkten Nutzen davon zu haben. Denn - seien wir einmal ehrlich - das Thema Sex wird uns Menschen ja selten langweilig. Und die Tatsache, daß der Penis des Durchschnittsgorillas maximal 3 Zentimeter erreicht, ist doch DER Partykracher!
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am 18. März 2015
Eine witzige und lehrreiche Unterhaltung, schön geschrieben und toll aufgemacht. Ein Spaß, bei dem man viel über das Tierreich und so manches über das Menschliche erfahren kann.
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am 7. Februar 2015
Unglaubliche Welten! Witzig und informativ führt der Autor in die großartige Natur.
Es lohnt sich zwischendurch zu schmökern, oder gleich alles zu verschlingen.
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am 22. Februar 2014
Ich habe mir das Buch zwar etwas anders vorgestellt, bin aber doch begeistert und werde sicher das ein oder andere davon gut auch im Unterricht gebrauchen können.
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