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Das bizarre Sexualleben der Tiere. Ein populäres Lexikon von Aal bis Zebra
 
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Das bizarre Sexualleben der Tiere. Ein populäres Lexikon von Aal bis Zebra [Gebundene Ausgabe]

Michael Miersch
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Daß Sex die Welt bewegt, wissen wir längst. Jede erdenkliche Spielart ist uns - nicht zuletzt aus Talkshows - hinlänglich bekannt. Wie aber treiben es die anderen? Die Zoologie hat die Fortpflanzungspraktiken der Tiere gründlich erforscht, ihre oftmals erstaunlichen Ergebnisse kennen wir jedoch kaum. Dieses Buch gibt kenntnisreich und unterhaltsam Auskunft über das Sex-Leben von Aal bis Zebra. Es schildert die Liebespraktiken von Finken und Fledermäusen, Hyänen und Hühnern, Stachelschweinen und Strudelwürmern. Ausgehend vom neuesten zoologischen Forschungsstand erzählt Michael Miersch von bizarren Balzritualen, skurrilen Genitalien und den immer wieder verblüffenden Tricks, mit denen die Geschöpfe zueinander finden. Wer in diesem außergewöhnlichen Lexikon liest, wird bemerken: Tiere sind ganz anders, aber Tiere sind auch nur Menschen.

Autorenportrait

Michael Miersch, geboren 1956, ist Buch- und Filmautor. Er hat sich seit langem auf Natur und Ökologie spezialisiert.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Wie machen es die Hummer?
Was sind Samenpakete?
Wie treiben es die Katzen?
... und die Albatrosse?
Wie lange können Viecher? ... und wie oft? Wie machen es die Hummer? Harte Schale, weicher Kern: Hinter dem Panzer des Hummers verbirgt sich ein sensibler Liebhaber. Die Initiative zum Sex geht auch bei den Hummern vom Weibchen aus. In der Paarungszeit wird es unruhig und wandert vor die Höhle des Auserwählten. Dort beginnt ein mehrtägiges Ritual, bei dem sich die schmackhaften Krebse vorsichtig näherkommen. Sie beschnuppern sich mit ihren Fühlern, denn bei Hummern muß vor allem die Chemie stimmen. Die Tiere besitzen hochsensible Chemorezeptoren, die tausendfach empfindlicher sind als der menschliche Geschmacks- oder Geruchssinn. Nach einigen Tagen der Annäherung entschließt sich das Weibchen zum nächsten Schritt und betritt die Höhle des Bräutigams. Nun knuffen sie sich gegenseitig mit den Scheren. In den kommenden Tagen verbringen die beiden immer mehr Zeit gemeinsam in der Höhle .Zum Auftakt der sexuellen Vereinigung stößt das Weibchen seinen harten Panzer ab, der ihre Geschlechtsöffnung versperrt. Sie ist nun völlig hilflos, ihr Körper weich und verletzlich. Wenn sie wieder so weit ausgehärtet ist, daß sie auf ihren Beinen stehen kann, kommt es zur Paarung, die Bauch an Bauch vollzogen wird. Nach einer Woche des Flirts dauert der Liebesakt selbst ganze fünf Sekunden. Er übergibt ihr ein Samenpaket, das sie später aufknackt, um ihre Eier damit zu befruchten. Nach der Kopulation beherbergt und beschützt der Hummer sein Weibchen noch etwa eine Woche in seinem Versteck. Samenpakete - Nasse Flecken im Bett müssen nicht sein. Nicht alle Tiere verschwenden Samen, indem sie ihn in flüssiger Form in die Vagina injizieren. Die Männchen vieler Arten geben ihr Erbgut auch als sauber verpacktes Präsent ab. Solche Samenpakete werden aus speziellen Drüsensekreten gebildet, die aushärten und dann das Sperma wie eine Kapsel umschließen. Bei einigen Heuschreckenarten wiegt s o ein Paarungspäckchen ein Viertel des Körpergewichtes. Die Natur hat sich ganz unterschiedliche Wege einfallen lassen, auf denen Samenpakete in den weiblichen Körper gelangen. Manche Männchen schieben die Kapsel mit einem Begattungsorgan direkt in die weibliche Geschlechtsöffnung. So machen es etwa die Weinbergschnecken, Tintenfische und einige Insekten. Blutegel und andere kleben ihr Päckchen auf die Haut der Partnerin, von wo aus die Samen ins Körperinnere wandern. Schließlich gibt es noch echte Gentlemen, die ihrenSpermienbehälter ganz dezent am Boden abstellen (Salamander, Skorpione). Will das Weibchen besamt werden, kommt es angekrabbelt und saugt das Samenpaket mit seiner Genitalöffnung auf. Wie macht es die Katze? Wie schwer es ist, den Geschlechtstrieb eines Tieres zu unterdrücken, weiß jeder, der schon mal versucht hat, eine rollige Katze in der Wohnung zu halten. Die vielen Katzen-Suchanzeigen in den Großstädten zeigen ..."
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