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Wo bitte geht’s zu Gott?, fragte das kleine Ferkel: Ein Buch für alle, die sich nichts vormachen lassen
 
 
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Wo bitte geht’s zu Gott?, fragte das kleine Ferkel: Ein Buch für alle, die sich nichts vormachen lassen [Gebundene Ausgabe]

Michael Schmidt-Salomon , Helge Nyncke
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (131 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 44 Seiten
  • Verlag: Alibri; Auflage: 1., Aufl. (September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3865690300
  • ISBN-13: 978-3865690302
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 6 - 8 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 23,6 x 17 x 0,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (131 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 13.828 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das kleine Ferkel und der kleine Igel hatten immer geglaubt, es könnte ihnen gar nicht besser gehen. Doch dann klebt jemand über Nacht ein Plakat an ihr Häuschen, auf dem geschrieben steht: "Wer Gott nicht kennt, dem fehlt etwas!" Also machen sie sich auf den Weg, um Gott zu suchen...

Wo bitte geht's zu Gott?, fragte das kleine Ferkel klärt Kinder auf humorvolle Weise über die drei Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam auf. Die Frage, ob einem religionsfreien Kind "etwas fehlt", wird dabei aus der Perspektive des weltlichen Humanismus beantwortet: "Und die Moral von der Geschicht': Wer Gott nicht kennt, der braucht ihn nicht ..."

Über den Autor

Dr. phil. Michael Schmidt-Salomon, geb. 1967, ist freischaffender Philosoph und Schriftsteller sowie Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung.

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149 von 176 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ist kritisches Hinterfragen jugendgefährdend??, 5. Februar 2008
Von 
Michael Dienstbier "Privatrezensent ohne fina... (Bochum) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wo bitte geht’s zu Gott?, fragte das kleine Ferkel: Ein Buch für alle, die sich nichts vormachen lassen (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich müsste man dem Familienministerium ja dankbar sein. Wäre nicht irgendeine übereiftige Bürokratin auf die absurde Idee gekommen, das religionskritische Kinderbuch "Wo bitte gehts zu Gott?, fragte das kleine Ferkel - Ein Buch für alle, die sich nichts vormachen lassen" verbieten lassen zu wollen, hätte es das Buch wohl auch nicht zu einem Topseller bei Amazon gebracht. Wirft man einen Blick auf die offizielle Argumentation des Ministeriums, kann man eigentlich nur noch in schallendes Gelächter ausbrechen. Dort wird erst einmal definiert, dass Medien jugendgefährdend seien, "wenn sie unsittlich sind, verrohend wirken, zu Gewalttätigkeit, Verbrechen oder Rassenhass anreizen". Dies sei im Falle des kleinen Ferkels und seines Freundes, des kleinen Igels, der Fall, da "die drei großen Weltreligionen Christentum, Islam und das Judentum verächtlich gemacht" werden.

Man sollte sich hier kurz einmal die Lachtränen aus den Augen wischen und sich klar machen, worum es in dem Buch des Philosophen Michael Schmidt-Salomon und des Illustrators Helge Nyncke eigentlich geht. Igel und Ferkel leben ein glückliches Leben, bis sie eines Tages an einem Plakat mit der Aufschrift "Wer Gott nicht kennt, dem fehlt etwas!" vorbeikommen. Also machen sie sich auf die Suche nach Gott und treffen dabei unter anderem auf die Vertreter der drei monotheistischen Weltreligionen, die sie mit kritschen Fragen herausfordern. Am Ende stehen alle Religionsvertreter nackt da, um zu symbolisieren, dass sich hinter ihren wohlfeilen Worten nichts verbirgt und die Moral lautet dementsprechend: "Und die Moral von der Geschicht' Wer Gott nicht kennt, der braucht ihn nicht!"

Das Familienministerium betrachtet es offenbar als jugendgefährdend, wenn kleinen Kindern anhand putziger Tierfiguren vermittelt werden soll, dass es gut ist, gegebene Dinge kritisch zu hinterfragen. Also ich hab bisher immer gedacht, dass unser gesamtes Erziehungssystem darauf basiert, unsere Kinder zu mündigen, sprich kritischen, Staatsbürgern zu erziehen. Nun, da lag ich wohl falsch. Selbst im säkularen Kerneuropa ist es wohl immer noch so, dass kritisches Denken vor den Religionen halt zu machen hat. Das ist eigentlich ein Skandal! Für mich ist es jugendgefährdend, wenn Kindern etwzs von der Existenz einer Hölle mitsamt gleichnamigen Qualen erzählt wird, wo jeder landet, der nicht dieses oder jenes Gebot befolgt. Für mich ist es jugendgefährdend, wenn Kindern erzählt wird, dass die kritische Vernunft halt zu machen hat vor den teils absurden und brutalen Geschichten der Bibel oder des Korans. Aber wie kann man es denn für jugendgefährdend halten, wenn zwei putzige Comictierchen über grüne Wiesen hoppeln und kritische Fragen stellen? Das Leben scheibt einfach doch immer noch die besten Geschichten.

Was hier passiert, ist doch wohl folgendes. Die Christenlobby, die ihre zahlende Kundschaft verliert, macht der Partei mit dem "C" im Namen Druck, doch etwas gegen diesen heidnischen Skandal zu unternehmen. Die C-Partei, die sich eh um ihr konservatives Profil sorgt, gibt nacht. Das Schöne ist, dass erst durch diese Kampagne das Ferkelbuch richtig bekannt geworden ist, und sich tausendfach verkauft. Am 6. März findet die mündliche Verhandlung vor der Bundesprüfstelle statt, an deren Ende eventuell das Verbot des Buches steht. Wer mehr Informationen haben oder gegen diese Politik protestieren will, kann sich auf www.ferkelbuch.de auf eine Petitionsliste eintragen oder auch einfach nur die weitere Entwicklung des Falls verfolgen. Es geht um viel, es geht um das verfassungsrechtlich verbriefte Recht auf freie Meinungsäußerung.
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105 von 133 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Ein Buch, das Denkanstöße geben kann, 13. Januar 2009
Von 
Irene Nickel (Braunschweig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wo bitte geht’s zu Gott?, fragte das kleine Ferkel: Ein Buch für alle, die sich nichts vormachen lassen (Gebundene Ausgabe)
Judentum, Christentum und Islam in ihrer traditionellen Auslegung sind es, denen Ferkel und Igel in diesem Buch begegnen. Dabei erfahren die beiden einiges über die Inhalte von Thora, Bibel und Koran. Sie machen sich Gedanken darüber, stellen Fragen oder reagieren ganz einfach bestürzt und empört, wenn ihnen etwas besonders Grausames erzählt wird. So wird auf einfache Weise - auch für Kinder gut verständlich - deutlich gemacht, was so problematisch ist an bestimmten Inhalten von Thora, Bibel und Koran. Aber auch Erwachsene können davon profitieren. Wer bislang immer nur die Sonnenseite dieser "Heiligen Schriften" gesehen hat, für den bietet das Buch eine gute Gelegenheit, in einer Art Schnupperkurs eine kritischere Sichtweise kennenzulernen.

Ins Blickfeld gerät dabei manches Wohlbekannte. So die Geschichte von der Sintflut. Sie gehört zu den Geschichten, die Christen gern schon recht früh ihren Kindern erzählen. In acht meiner neun Kinderbibeln kommt sie vor. Alle acht erzählen in unbeteiligtem Ton von diesem Massensterben durch Ertrinken; Mitleid mit den Opfern ist nirgendwo zu finden. Da ist es gut, dass es jetzt ein Buch gibt, in dem das Grauen wieder fühlbar gemacht wird: "Alle Menschenbabys, alle Omas und alle Tiere?", fragt das kleine Ferkel. Ein Augenöffner für Menschen, denen noch nicht aufgefallen ist, wie viele Tote es in dieser Geschichte gibt und wie wenige Ausnahmen. Menschen, denen ganz andere Kommentare zu dieser Geschichte vertraut sind, wie: "... an Noah wird sichtbar, wie Gott schützt und erhält" (Neukirchener Kinder-Bibel: Mit einer Einführung in die Bibel und ihre Geschichten, S. 301), oder: "Alle sind froh" (Komm, freu dich mit mir: Die Bibel für Kinder erzählt, S. 98).

Das Grauen wird fühlbar gemacht im "Ferkelbuch", aber die Kinder werden nicht damit alleingelassen. Sie erhalten allerlei Hilfen, um besser damit umgehen zu können. Das beginnt damit, dass Kindern ein Ventil für ihre Gefühle angeboten wird: "Das ist ja so was von gemein!", denkt das Ferkel. Auf der nächsten Seite hören die Tiere, dass Götter verehrt werden, die es in Wirklichkeit nicht gibt. Das gibt Anlass zu weiteren Überlegungen: "Ich wette, der hat die Geschichte bloß erfunden", meint das Ferkel und erklärt, dass es sie nicht glaubt (viele christliche Eltern glauben sie übrigens auch nicht). Der Igel geht noch weiter: Er glaubt nicht an einen Gott, der so etwas tut. Alles Erschreckende wird in den Bereich der Phantasie verwiesen; Kinder brauchen davor nicht mehr Angst zu haben als vor irgendwelchen Hexen, Drachen oder Science-Fiction-Monstern.

Die Geschichte vom Kreuzestod Jesu ist eine weitere Geschichte, auf deren Problematik Michael Schmidt-Salomon zu Recht hinweist: Die Tiere sind erschrocken beim Anblick des blutenden Gekreuzigten, sie denken daran, wie furchtbar das weh tun muss; und das Ferkel stellt fest, wie unnötig dies schwere Leiden ist. Hier wird freilich eine Chance vertan: Das Leiden ist nicht nur dann unnötig, wenn Ferkel und Igel "immer ganz brav" waren. Es ist auch dann unnötig, wenn sie - wie die meisten Kinder - das eine oder andere ausgefressen haben. Es wäre sogar dann unnötig, ja unsinnig, wenn sie wirklich schlimmen Schaden angerichtet hätten. Durch eine Strafe, die einen Unschuldigen trifft, wird ja nichts besser; es kommt nur neues Unrecht hinzu.

Damit genug der Beispiele. An dieser Stelle muss ich eingestehen, dass meine Rezension bis hierher fürchterlich ernsthaft und ziemlich schwerverdaulich klingt. Das liegt an mir. Neidlos muss ich anerkennen, dass es dem Autor des "Ferkelbuchs" gelungen ist, sein Thema leicht verständlich und auf unterhaltsame Weise zu präsentieren. Kinder wie Erwachsene können ihre Freude haben an den pfiffigen Fragen und Überlegungen von Ferkel und Igel. Auch sonst bietet das Buch einiges zum Lachen.

Leider hat das Buch auch seine Schattenseiten. Für Kinder würde ich es nur mit Einschränkungen empfehlen.

Nicht so gut finde ich, dass Kinder dazu ermuntert werden, die Kleidung der Religionsvertreter "lustig" zu finden. Die Neigung von Kindern, über ungewöhnliche Kleidung zu lachen, bringt schon genug Überheblichkeit und genug Ausgrenzung mit sich. Muss ein Kinderbuchautor noch zusätzlich in diese Kerbe hauen?

Leider scheint der Autor nicht einmal etwas dagegen zu haben, wenn Menschen - so wörtlich - "ausgelacht" werden. Respektvoller Umgang mit Andersdenkenden ist ein wichtiges Erziehungsziel. Respektlosigkeit gegenüber bestimmten religiösen Vorstellungen darf nicht in Respektlosigkeit gegenüber ihren Anhängern umschlagen. Im "Ferkelbuch" geschieht das leider an mehreren Stellen: "Wer ist schon so blöd, dass er eine solche Geschichte glaubt?" - sind also die Menschen blöd, die das glauben? "Die Leute vom Tempelberg sind wirklich verrückt!" - die Leute, nicht nur ihre religiösen Vorstellungen? Und macht der Gottesglaube - was auch immer man davon halten mag - den Rabbi, den Bischof und den Mufti zu Menschen, die das Ferkel auslachen darf?

Wenig hilfreich finde ich schließlich die Szene, in der Rabbi, Bischof und Mufti körperlich aufeinander losgehen. Sicherlich werden einige Kinder darüber lachen, weil es ihnen absurd vorkommt, dass Vertreter von Religionen sich so benehmen; so völlig anders als die wirklichen Vertreter von Religionen, denen die Kinder begegnet sind. Das könnte ein falsches Licht auf die Glaubenslehren werfen, die im Buch zur Sprache kommen: Als wäre es ebenso absurd und ebenso weit von der Wirklichkeit entfernt, dass ein Rabbi, ein Bischof oder ein Mufti derartige Lehren vertreten. Ein wichtiges Anliegen des Buches - die Aufmerksamkeit auf diese Lehren und ihre Problematik zu lenken - könnte dadurch weniger zum Zuge kommen.

Dabei ist es noch besser, wenn Kinder das Verhalten von Rabbi, Bischof und Mufti für absurd halten, als wenn sie auf den Gedanken kommen, von den religiösen Menschen in ihrer Umgebung etwas Ähnliches zu erwarten. Es wäre keine Hilfe zur Entwicklung zutreffender Vorstellungen. Jedenfalls nicht in Städten wie Braunschweig, wo ich seit drei Jahrzehnten lebe und wo meine Kinder aufgewachsen sind. Dort haben wir die meisten Christen als Menschen erlebt, mit denen wir gut auskommen können. Gewalt zwischen den Religionen gab und gibt es in dieser Welt, gewiss, aber für meinen Jüngsten kommt es erst einmal auf die Menschen an, denen er tatsächlich begegnet. Es ist mir wichtig, dass er unbefangen und ohne unbegründetes Misstrauen auf diese Menschen zugehen kann. Ich werde ihm das "Ferkelbuch" nicht vorlesen.
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21 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Für eine humanere Welt, 25. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Wo bitte geht’s zu Gott?, fragte das kleine Ferkel: Ein Buch für alle, die sich nichts vormachen lassen (Gebundene Ausgabe)
Endlich mal ein Kinderbuch, dass die Religion kindlich hinterfragt.
Hier werden kleine Dinge aus dem religiösen Leben aufgegriffen,
die Kindern und Erwachsenen oft nicht gefallen.
Leider sind die großen Religionen nicht in der Lage einmal
überlieferte Schriften zu korrigieren, denn Irren ist
menschlich. Und so entscheidet sich das Kind für den
überzeugenderen Weg des menschlichenen Verstandes.
Der Glaube an die Vernunft des Menschen ist auch
ein guter Weg. Vielen Dank.
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Schmidt-Salomon und Helge Nyncke lesen das Ferkelbuch 0 13.08.2008
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