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Produktinformation
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Die Teile, die sie benutzt, sind Briefe, Fotoalben, Erinnerungen von Freunden und für die spätere Zeit gemeinsam gelebtes Leben. Begonnen hat alles voller Harmonie in einem begüterten jüdischen Geschäftshaus im Berlin des Jahrhundertbeginns. Else Kirschner, sprühend vor Charme, mit dunklen Locken und leuchtenden Augen, liebte die rührend um sie besorgten Eltern, und sie liebte das Leben, das ihr Jahre des Wohlstands bescherte, angefüllt mit Theater und Konzerten, Ferien im Sommerhaus am See und großen Leidenschaften.
Doch die Nazis setzen dem ein jähes Ende. Else, inzwischen mit dem preußischen Junker Erich Schrobsdorff verheiratet, flieht mit ihren beiden Töchtern nach Bulgarien ... Voller Leidenschaft, aber ohne Pathos, voller Mitgefühl und Bewunderung und dennoch mit kritischem Blick erzählt Angelika Schrobsdorff von den beiden Leben ihrer Mutter.
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„Du bist nicht so wie andre Mütter" ist ein sehr schöner Zeitzeuge der Geschichte, da es sich um eine Biografie handelt, die anhand von Dokumenten und Erzählungen rekonstruiert wurde. Gerade die Briefe der Else Schrobsdorff versetzen einen durch ihre Authenzität in die jeweilige Zeit.
Die Schilderungen des Lebens im Berlin der 20ger Jahre fand ich sehr interessant, ebenso wie die Epoche des Nationalsozialismus aus der Perspektive der naiven, aber betroffenen Bevölkerung. Ebenso interessant fand ich die Schilderung der Zeit im Exil. Da ich aus Bulgarien stamme und lange in Berlin gelebt habe, war das Buch um so interessanter für mich.
Sehr überraschend fand ich, dass man auch schon in den 20ger Jahren so unkonventionelle Leben führte - ich wusste um die Dekadenz der Goldenen Zwanziger, aber die offene Schilderung von Parties die bald in Orgien ausarteten und die wiederholten Scheidungen der Protagonisten habe ich doch nicht erwartet. Man war damals weniger prüde, als ich dachte!
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr zugesagt, das Buch lässt sich schön flüssig lesen. Lediglich die Briefe Elses sind etwas „schwülstiger" und sehr lang, doch sollte man solch Dokumente auch nicht abändern.
Mir hat diese Biografie sehr gut gefallen, da sie die Zeit, in der sie spielt, sehr gut darstellt. Die Handlung steht der eines fiktiven Romans in nichts nach, mit dem Vorteil, eine wahre Geschichte zu sein.
Für Leser, die sich ein Bild von der Zeit vor, während und nach dem 2. Weltkrieg verschaffen wollen, spreche ich eine klar Leseempfehlung aus.
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