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Du bist mein Kind: Die Cochemer Praxis - Wege zu einem menschlicheren Familienrecht
 
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Du bist mein Kind: Die Cochemer Praxis - Wege zu einem menschlicheren Familienrecht [Broschiert]

Jürgen Rudolph
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 124 Seiten
  • Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf; Auflage: 1., Aufl. (September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896027840
  • ISBN-13: 978-3896027849
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,6 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 97.354 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jürgen Rudolph
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Viele der heute Erwachsenen haben in ihrer Kindheit selbst erfahren müssen, wie schmerzhaft die Trennung der Eltern für ein Kind ist. Nicht alle haben jedoch daraus gelernt. Besonders wenn die Eltern vor Gericht schmutzige Wäsche waschen, das Sorgerecht benutzen, um den Ex-Partner zu erpressen oder versuchen, die Kinder zu ihren Verbündeten zu machen. Kinder haben in einem Scheidungsfall meist kein Mitspracherecht und so sind sie es, die unter dem Streit der Eltern zu leiden haben. In sogenannten "hochstrittigen Fällen", in denen eine Einigung der Partner aussichtslos scheint, stehen Gerichte und Sachverständige der Situation meist hilflos gegenüber - es ist nicht ungewöhnlich, dass sich die verschiedenen Institutionen gegenseitig behindern - und begnügen sich damit, die Kinder in ihren Entscheidungen aus der Schusslinie zu nehmen - mit langfristigen Folgen für das Kind.

Nicht selten wird der Kontakt zu einem Elternteil abgebrochen und die Scheidung der Eltern wird zu einem traumatischen Erlebnis für das Kind. Gerade in Zeiten, in denen die unterschiedlichsten Familienmodelle an Akzeptanz gewinnen, und Paare nicht mehr lebenslang zusammenbleiben, muss auch das Familienrecht diesen Entwicklungen angepasst werden. Eine menschlichere Form des Familienrechts präsentiert dieses Buch.

Der Autor Jürgen Rudolph ist Familienrichter in Cochem-Zell und war maßgeblich an der Entstehung des Verfahrens beteiligt. Am Beispiel von Sven, Aubrey und dem Geschwisterpaar Alina und Kevin zeigt er, dass es möglich ist, in scheinbar aussichtslosen Situationen Lösungen zu finden, die dem Kinds- und letztendlich auch dem Elternwohl dienen. Ein Katalog von fünfzig häufig gestellten Fragen hilft dem Leser, sich in der Fachsprache zurechtzufinden. Und schließlich: Fernab aller juristischen Fragen hat der Autor zwanzig Bitten der Kinder an ihre Eltern zusammengestellt, denn eines darf man bei dem Thema nie aus den Augen verlieren - es geht um die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft, Kinder.

Du bist mein Kind ist ein wichtiger Beitrag zu einer Diskussion, die sich erst in ihren Anfängen befindet.



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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Fair scheiden ist möglich, 3. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Du bist mein Kind: Die Cochemer Praxis - Wege zu einem menschlicheren Familienrecht (Broschiert)
Es wäre so einfach, eine nachhaltige, rasche und faire Lösung von Sorgerechtskonflikten zu finden. Dies zeigt die Cochemer Praxis, die mit konfliktträchtigen Eltern in Scheidungssituationen tragfähige Lösungen erarbeitet. Richter Jürgen Rudolph, der an der Entwicklung der Cochemer Praxis mitgewirkt hat, beschreibt dies in einem eben erschienenen Buch.

Rudolph hat nun die erste ausführliche schriftliche Darstellung der Cochemer Praxis in Scheidungsfragen vorgelegt. Er beschreibt, wie sich - mehr zufällig als geplant - die in Scheidungsfragen involvierten professionellen Akteure (Anwälte, Richter, Sachverständige, Jugendamt, Beratung) zusammen gefunden haben, um die gravierenden Mängel des traditionellen Systems der Ehescheidungen in Deutschland zu erörtern. Dabei haben die Cochemer Fachleute nichts spektakulär Neues erfunden - sie haben einfach beschlossen, miteinander jenseits der traditionellen Rollenklischees zu reden. So verzichten Anwälte darauf, vor Gericht schmutzige Wäsche zu waschen und Richter zu urteilen - darin besteht die eigentliche Revolution dieses Ansatzes. Nicht komplexe Theorien liegen der Cochemer Praxis zu Grunde, sondern interdisziplinäre Zusammenarbeit (anstatt Streit untereinander). Dabei haben sich die Akteure der konsequenten Anwendung der Kindesperspektive (Betrachtung des Konflikts aus der Sicht des Kindes und nicht der Eltern) verschrieben.

Für die Vertreter der Cochemer Praxis ist klar, dass der Streit um das Sorgerecht ein Phantomstreit ist, bei dem die eigentlichen Interessen und Bedürfnisse der Betroffenen in den Hintergrund gedrängt werden. Worum gestritten wird, sind Fragen des Wie und Wo des Umgangs. Die Cochemer Praxis hält die elterliche Verantwortung für nicht disponibel. Deshalb richten sich die Interventionen auf die Regelung des tatsächlich zugrunde liegenden Problems (Aufenthalt, Umgang, Vertretung usw.), das dann zum Gegenstand des Verfahrens wird.

Der durchschlagende Erfolg der Cochemer Praxis liegt darin, zuvor hochstrittige Verfahren in Bahnen zu lenken, in denen wieder Respekt und Zusammenarbeit möglich werden. In Cochem mussten in den bald 15 Jahren, in denen dieses Modell der Konfliktlösung angewandt wird, gerade einmal zwei Fälle durch einen Richter entschieden werden. In allen anderen Verfahren konnten sich die Eltern selbst auf eine für sie und ihre Kinder stimmige Lösung verständigen.

In seinem Buch beschreibt Rudolph den Irrsinn der traditionellen (oder eher: archaischen) Scheidungsverfahren mit ihren für alle Seiten destruktiven Ergebnissen. Dem stellt er den Ansatz der Cochemer Praxis gegenüber - den er auf den Nenner 'Konfliktlösung statt Entscheidung (Sieg oder Niederlage)' bringt. Deutlich wird dies an drei Fallbeispielen, die anhand der traditionellen Praxis wie auch nach dem Vorgehen der Cochemer Praxis bearbeitet werden. Die Unterschiede sind eklatant. Das Buch wird durch 50 wichtige Fragen zum Thema abgerundet, welche die wesentlichen Unterschiede der beiden Ansätze nochmals gezielt beleuchten.

Rudolphs Buch zeigt, wie einfach nachhaltige Lösungen in Trennungskonflikten zu erreichen wären - so man denn nur wollte. Es braucht nicht mehr Geld oder ausgefeilte Theorien, sondern bloss den Willen und die Bereitschaft, zugunsten der Sichtweise der Kinder auf egoistische (und ideologische) Positionen sowie fachspezifische Scheuklappen zu verzichten.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine Insel der Menschlichkeit in einem Meer von Unrecht, 18. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Du bist mein Kind: Die Cochemer Praxis - Wege zu einem menschlicheren Familienrecht (Broschiert)
Hab grad das Rudolph-Buch verschlungen, ich konnte gar nicht mehr aufhören, bevor ich es durch hatte.

Sehr klare Worte, in allerdings für den weniger sprachbegabten Laien sehr anspruchsvollen Juristensätzen von teils exorbitant ausufernder Länge und syntaktischer Komplexität. Aber eine sehr klare Analyse der Zustände in Deutschland. Das deutsche Familienrecht ist systematische Kindesmißhandlung, so steht es schon auf den ersten Seiten. Trennungseltern, die sich einig sind, brauchen kein Familiengericht. Wo aber ein Elternteil die Kinder gegen den anderen mißbraucht, hat das herkömmliche Familienunrecht eine Versagerquote von fast 100 Prozent.

Die Cochemer Praxis mag Schwächen haben, und sie ist nur so gut, wie die Menschen, die sie anwenden. Aber das herkömmliche Verfahren hilft den entfremdeten Trennungskindern so viel wie Aspirin gegen Lungenkrebs hilft.

Richter Jürgen Rudolph zeigt den Weg, wie hunderttausendfaches Leid verhindert werden kann. Familiengerichte, die sich mit diesem Weg nicht beschäftigen, haben den Zug der Zeit verpasst und hinterlassen bei ihren schutzbefohlenen Kindern eine Blutspur des Anachronismus und der Inkompetenz.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Hoffnung für alle Betroffene, 16. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Du bist mein Kind: Die Cochemer Praxis - Wege zu einem menschlicheren Familienrecht (Broschiert)
Dieses Buch gibt allen Betroffenen Hoffnung. Ehemals entfremdete Kinder berichten als Erwachsene von ihrer Sicht der Dinge. Das Buch macht Betroffenen Mut, die Hoffnung nicht aufzugeben - vor allem seine Kinder niemals aufzugeben!!
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