Ein schöner Bildband dessen Texte zuversichtlich stimmen. Es wird bewusst gemacht, dass unser Name nicht zufällig ist. Inspirierende Fotografien tragen dazu bei, die Texte zu verinnerlichen.
Den Namen erhalten wir üblicherweise von unseren Eltern, die darin ihre Erfahrungen einfließen lassen. Rufen uns liebe Menschen beim Namen, schwingt darin ihre Zuneigung mit. Es werden angenehme Erinnerungen geweckt. Abstoßend wirkt hingegen die Verunglimpfung des Namens durch weniger wohlwollende Mitmenschen oder solche mit bissigem Humor.
Die Wurzeln eines Namens lassen sich in einem Lexikon der Etymologie nachlesen. So bedeutet beispielsweise "Anselm" von den Göttern geschützt.
Namenspatrone können zu Engeln werden, die uns in Höhen und Tiefen unseres Lebens vorbildlich schützen. Im Gebet den Schutzpatron einzubeziehen, ist eine Chance, hinter die oberflächlichen Kulissen des Lebens zu schauen.
In christlichen Familien wird die Namensgebung mit unserer Taufe verbunden. Uns wird damit eine Hilfe ins Reisegepäck gelegt, auf die wir in schlechten Zeiten besonders vertrauen dürfen. Die befreiende Kunst besteht darin, die Brille des Ehrgeizes abzulegen und ein reineres Selbstbild zu erlangen.
Resümee: Das Buch ist ein ideales Geschenk zum Namenstag. Es erschließt längst verschlossen geglaubte Türen zur ursprünglichen Bedeutung des Namens. Mich hat die Frage bewegt, ob es einem Nichtkatholiken überhaupt zusteht, im christlichen Sinne nach der Bedeutung des eigenen Namens zu fragen. Dem Buch zufolge können wir das. Es hängt nicht von einer Glaubensgemeinschaft ab, seinen Namen wertzuschätzen. Es ist eine Frage des Vertrauens in einen Gott, dessen Name "ich-bin-da" sicherlich kein Zufall ist.