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Die besten zehn Sekunden meines Lebens
 
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Die besten zehn Sekunden meines Lebens [Broschiert]

Roger Schmelzer
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (50 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

„Der hat ja Titten“, hänseln Mitschüler den pummeligen Chris im Sportunterricht. Da findet sich der 16-Jährige mit seiner Rolle als „Dicker“ einfach ab. Doch dann verliebt sich der Gymnasiast unsterblich in eine Mitschülerin und empfindet seine Kilos als Last. Von Selbstzweifeln geplagt traut sich der Schüchterne nicht, seine Liebe zu offenbaren. Nur in Gedanken tut er es tausend Mal.

Die Geschichte um die erste Liebe beginnt in den achtziger Jahren im Westen Deutschlands. Zum Leben der damaligen Gymnasiasten gehört die obligatorische Klassenfahrt nach Berlin (West). Dann geht’s zum Demonstrieren nach Wackersdorf. In der Jetztzeit angekommen, verdingt sich Chris als Sketche-Schreiber fürs Fernsehen. Augenscheinlich ähneln sich die Erfahrungswelt von Held Chris Mackenbrock und Autor Roger Schmelzer deutlich. Der Plot um eine verpasste Gelegenheit wiederum scheint gefällig dem Ende entgegen zu plätschern.

Denkste. Denn zu später Stunde passiert wahrhaft Überraschendes. Ganz wie Hannes Kürmann in Max Frisch’ Theaterstück Biografie: Ein Spiel, erhält Chris Mackenbrock die Möglichkeit, einen Teil seines Lebens noch einmal zu leben. So nimmt der Roman im zweiten Teil, der etwa ein Drittel des Buches ausmacht, dramatisch an Fahrt auf. Wird es Chris dieses Mal gelingen, mit der Frau seiner Träume glücklich zu werden? Oder wird er es wieder vermasseln?

Die ungeahnte Wendung führt dazu, dass die Geschichte weit tiefer geht als ein Schuljungenreport um aufkeimende Gefühle und das erste Mal. Plötzlich stellt sich die grundsätzliche Frage, inwieweit Menschen die Kraft besitzen, ihre Identität zu verändern oder in entscheidenden Augenblicken auch anders handeln zu können. Gleichzeitig kommt es endlich zu magischen Momenten, die einen guten Roman auszeichnen. „Es gibt Tage, die dafür gemacht sind, dass da große Sachen passieren“, weiß Ich-Erzähler Chris die Macht des Schicksals einzukreisen. In diesem Sinne reift Roger Schmelzers Roman über die Liebe und das Leben mit seinen überraschenden Wendungen zu einem Erstling, der hoffen lässt. – Herwig Slezak

Kurzbeschreibung

Man lebt nur zweimal - die grandios lustige Geschichte des Chancenvermasslers Chris Mackenbrock

Kann man in nur zehn Sekunden die Chance auf ein Leben mit seiner Traumfrau spektakulär vermasseln? Jawohl, muss Chris Mackenbrock erfahren, man kann - und wie! 12. März 1983, 7 Uhr 53 und 20 Sekunden: Das Schicksal hält die Luft an. Der sechzehnjährige Chris bekommt eine der Chancen, die einem das Leben nur alle paar Jahrzehnte bietet. Wenn er sich richtig entscheidet, könnte er endlich cool, sportlich und schlank werden - und vor allem das Herz seiner Klassenkameradin Kathleen erobern. 12. März 1983, 7 Uhr 53 und 30 Sekunden: Alles vorbei! Chris hat die große Gelegenheit verpasst. Aber Chris gibt nicht auf. Immer wieder kreuzt sein Weg den seiner großen Liebe. Dabei bleibt ihm wenig erspart, denn dieser führt ihn in die geheimnisvolle Welt der Katholischen Landjugend, splitternackt unter das Bett seiner Traumfrau, mit einer Pantomimengruppe auf Kirchentage, in die politischen Wirren der neu gegründeten Grünen Partei, auf die Pfingstdemonstrationen von Wackersdorf, in die Welt der Endlosstudenten und schließlich sogar in die Niederungen der TV-Unterhaltung. Aber egal, was Chris auch anstellt, es gelingt ihm einfach nicht, sein Leben wieder in die Spur zu kriegen. Kann es wirklich sein, dass man manche Chancen nur einmal bekommt? Nein! Chris Mackenbrock jedenfalls kriegt eine zweite. Denn eines Morgens ist es wieder der 12. März 1983, 7 Uhr 53, das Schicksal hält die Luft an - und wenn sich Chris diesmal richtig entscheidet, kann alles anders werden. Unfassbar komisch und entwaffnend ehrlich erzählt Roger Schmelzer von den kleinen Dingen im Leben und ihrer Bedeutung für das ganz große Glück.

Über den Autor

Roger Schmelzer, geboren 1966, lebt als Drehbuch- und Sitcomautor in Köln. Er schrieb unter anderem für die Serien "Anke", "Switch" und "Micromania". Letztere wurde mit der Silbernen Rose von Montreux ausgezeichnet.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Ich sah zu Richie. Er tauchte mit entsetztem Gesicht über der Brüstung des Verschlags auf - und hielt angeekelt eine der LPs hoch, die er gerade durchwühlt hatte.
SIEHST DU DAS? NEIL DIAMOND!
Mann, hast du mich erschreckt. Leg die wieder -
Und CHRIS DE BURGH! Wer so was hört, der ... der ist gefährlich!
Richie hielt eine Chris-de-Burgh-Platte mit zwei Fingern hoch und sah sie voller Abscheu an. Dann verschwand er wieder. Ich versuchte ihn zu beschwichtigen.
Komm jetzt, erzähl nichts. Wir -
Jetzt jaulte Richie laut auf. Ich hörte, wie er sich weiter durch die Covers wühlte.
Das ist die Hölle, Mann! Taizé-Chöre! Georg Danzer! Cat Stevens!
He, ich mag Cat Stevens!
Und hast du mal drüber nachgedacht, warum du keine Freunde hast?
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