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So und nur noch besser. Wie Honecker das Fernsehen wollte (Edition Ost)
 
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So und nur noch besser. Wie Honecker das Fernsehen wollte (Edition Ost) [Taschenbuch]

Eberhard Fensch
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 255 Seiten
  • Verlag: Edition Ost; Auflage: 1., Aufl.
  • ISBN-10: 3360010477
  • ISBN-13: 978-3360010476
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 667.044 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Eberhard Fensch
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Format:Taschenbuch
"So und noch viel besser" geht auf eine Anmerkung Erich Honeckers in den 70ern zurück, als er sich Pläne ausarbeiten ließ wie man das Fernsehen der DDR ein wenig unterhaltsamer machen könnte um damit "eine gewisse Langeweile" zu überwinden.

Der Autor, Eberhard Fensch, Jahrgang 1928 war schon damals als Mitglied im Zentralkomitee der SED zuständig für die Kontrolle von Rundfunk und Fernsehen. Er selbst würde sich wahrscheinlich jedoch eher als Vermittler zwischen den Kunstschaffenden und den Interessen der starren DDR Oberen im Politbüro wie Joachim Herrmann und Erich Honecker bezeichnen.

Wer nun allein lustige Anekdoten zum Thema "Kessel Buntes" oder DDR-Promis erwartet, wird ein wenig enttäuscht sein, denn Fensch holt viel weiter aus, beschreibt seinen Werdegang seit Kriegsende, seine ersten politischen Gehversuche als FDJ-Sekretär in Rostock, seine ersten journalistischen Arbeiten für die Betriebszeitung und seine Arbeit für den Rundfunk der DDR. Dabei folgt er stets dem Ruf der Parteigenossen, gibt aus Parteidisziplin zunächst sein Medizinstudium auf und kommt so immer näher an das Zentrum der Macht.

Dabei äußert sich Fensch im Nachhinein auch mal kritisch zu einzelnen Vorgängen in der DDR. Zum Beispiel bezeichnet er die Ausbürgerung Wolf Biermanns als politisch falsches Signal. Im Großen und Ganzen verhält er sich jedoch systemkonform, Kritik übt er damals keine, denn "die würde den Gegnern der DDR nur Munition liefern". Meistens rechtfertigt er bestimmte Dinge einfach indem er mit dem Finger auf den Westen zeigt. So bedauert er die Gängelung der Künstler nun zwar, verweist aber gleichzeitig darauf dass es ja im Westen genauso wäre, nur dass dort der Druck eher mit Geld erfolgen würde. - Eine unzureichende Vereinfachung wie ich finde.

Ignoriert man diese ideologischen Spitzfindigkeiten und nimmt dem Autor einfach ab, aus Überzeugung gehandelt zu haben, so gibt dieses Buch trotzdem einen interessanten Einblick in die Medienarbeit der DDR. Da Fensch mit den meisten Kulturgrößen der DDR bekannt und befreundet war, unter anderem mit Dean Reed dem Johnny Cash des Ostens, kann er auch ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern. Er, an dem alle Eingaben (Beschwerden) der DDR Bürger zum Fernsehen abprallten, kann auch ein Lied davon singen wie man versuchte mit geringen materiellen Mitteln und den Querschüssen aus den oberen Zentren der Macht den Westmedien zu trotzen.

Lustig ist auch die Geschichte wie sich Honecker nach einem Besuch im Elysée-Palast bei Francois Mitterand Gedanken um Punk und Promp macht und findet dass ein paar NVA-Soldaten als Spalier vor dem Zentralratsgebäude es wohl doch nicht so hermachen. Das abgerissene Stadtschloss wäre viel besser geeignet findet er und regt an dass man sich "ernsthaft" Gedanken um den Wiederaufbau machen könnte.

Fazit: Ein durchaus interessantes und lesbar geschriebenes Buch für alle die auch ein wenig hinter die bunte Fernsehwelt der derzeitigen Ost-Shows sehen wollen.

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