Dolomitten, 27./28. Mai 2006
... es hat etwas Fontanehaftes mit ihm, dass der nun über Achtzigjährige einen Roman nach dam anderen vorlegt, frisch und frech, in einer Sprache von ausgesprochen unmoderner Eleganz. Mit Spannung verfolgt man in dem Roman die letzte [...] Lebenskurve des Libertins Max, der stets auf der Messerschneide der Lust balanciert und doch immer auf die Lust- und Butterseite fällt. Aber selbst wenn er auf die Katastrophenseite fiele, wäre die Hölle von Samt und Seide, und als erstes würde ein Häppchen Kaviar gereicht.
Anton Philipp Knittel, Südkurier, 12. Juli 2006
In Asmodis "Letzte Nachrichten aus Nostalgia" merkt man einmal mehr den erfolgreichen Drehbuchautor, der eine einfache Handlung geschickt in Szene setzen kann. "Adieu les belles choses" beherbergen zwar nicht jene "Tausende von Flaschen", die Max mit so manchem Kellermeister begutachtet haben will, viel eher kommen sie wie ein leichter Sommerwein daher, der in kleinen Dosen goutiert, keinen schweren Kopf zurücklässt. Und manchmal ist das auch nicht nichts.