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Dass Internet-Primus AOL den Medien-Primus Time Warner genommen hat, liege besonders an "wechselseitigen Verlustängsten und Statusproblemen", kommentieren Hachmeister und Rager. In einem lesenswerten Lagebericht pointieren die Professoren für Journalistik, was hinter den vielen Zahlen steckt und was daraus werden könnte. Bestätigt finden sie ihre umstrittene These: Große Konzerne werden Medienkonzerne oder gar keine mehr sein.
Im Hauptteil haben sie sachlich zusammengetragen, wie die Konzerne ticken und sich entwickeln, was sie planen -- und vor allem: wo ihre Milliarden stecken, wen sie beherrschen. Zusätzlich beschreiben die Autoren, wer die Konzerne beherrscht. Es geht hier also auch um messianische Disney-Manager mit eigenem Staatsgebiet, um Microsofts Kopier-Mentalität von DOS bis zum Explorer. Und um kühle Kalkulierer wie bei der WAZ-Gruppe, wo der Gesellschafter schon mal den 55jährigen Geschäftsführer adoptiert, wenn es dem Geschäft nützt.
Das Geschäft läuft, die Westfalen gehören zu den sieben Deutschen unter den Weltgrößten. Vorneweg Bertelsmann, mit 14,8 Milliarden Umsatz auf Rang 4, dann die ARD (5,6/11) und Kirch (4,7/16). Darauf folgen Springer, WAZ, Holtzbrinck und Bauer. Wie die Großen geboren wurden und aufwuchsen, gaben die Rechercheure ihrem Kompendium ebenfalls bei. So geht es auch um Hinterzimmer in Hollywood und Hotelzimmer in Albuquerque, und um die Brieftauben von Paul Julius Reuter, der bereits 1861 ein Nachrichtenbüro in Südafrika eröffnete. Drumherum allerlei Geschichten, aus seriösen Quellen destilliert, tollste Misserfolge und seltsame Chefnaturen. Dieser übersichtliche Überblick ist nicht nur wichtig, sondern auch überraschend schön zu lesen. --Frank Rosenbauer
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Buch über die mächtigen Medienkonzerne,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wer beherrscht die Medien? Jahrbuch 2000. Die 50 größten Medienkonzerne der Welt. (Taschenbuch)
WER BEHERRSCHT DIE MEDIEN? Die 50 größten Medienkonzerne der Welt Herausgegeben von Lutz Hachmeister und Günter RagerLutz Hachmeister und Günter Rager bemühen sich in diesem Buch dem Leser ein besseres Verständnis für die Zusammenhänge in der Medienbrache, deren eigene Kultur und die darin verstrickten Medienkonzerne zu vermitteln. Die 50 größten Medienkonzerne der Welt werden durchleuchtet. Die Autoren versuchen Hintergrundinformationen über diese Mediengiganten zu liefern und die Geschichte des jeweiligen Unternehmens darzustellen. Interessant ist es in diesem Buch zu erfahren, wer die Gründer dieser machtvollen Apparate sind, welches aktuelle Führungspersonal gerade die Fäden zieht und nach welcher Unternehmensphilosophie vorgegangen wird, aber auch Zusammenhänge und Verstrickungen der mächtigen Meinungsmacher in Politik und Wirtschaft werden hier genauso deutlich. Als Fazit kann festgehalten werden, daß L. Hachmeister und G. Rager es sehr gut verstanden haben die 50 größten Medienkonzerne darzustellen. Der Leser wird nicht nur über Umsätze und Wirtschaftszahlen informiert; es wird auch ein Einblick in die Geschichte, in das Management, in die Philosophie, in die Besitzverhältnisse, in den Aufbau, in die Strategie ermöglicht. Mit einem Ausblick über das jeweilige Unternehmen zeigen Lutz Hachmeister und Günter Rager dem Leser einen möglichen Zukunftsweg des beschriebenen Medienkonzerns und helfen so Zusammenhänge noch besser zu verstehen. Ich persönlich finde das Werk eine unheimlich interessante Möglichkeit die mächtigen Medienkonzerne genauer zu betrachten, und sich so einen Einblick in die mächtigste Waffe unserer Zeit zu verschaffen. Anmerkung: Lutz Hachmeister, Dr. phil., war von 1989-1995 Direktor des Adolf-Grimme-Institus in Marl und ist heute geschäftsführender Partner einer Unternehmensberatung im Medienbereich sowie Chef des Kölner Fernsehfestes. Günter Rager, Dr. rer. soc., ist Professor für Journalistik an der Universität Dortmund. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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