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45 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
...es funktioniert!, 29. Juni 2007
Das englische Original von J.W. Heisig ist umstritten und der deutschen Übersetzung geht es genauso. Ich persönlich befürworte nach eigenen Erfahrungen mit der traditionellen und der von Heisig verwendeten Lernmethode eindeutig letztere: - Statt Strichfolge, Lesungen, Bedeutungen und Komposita auf einmal zu lernen, wird der "Datensatz" pro Kanji bei Heisig auf die exakte Schreibweise und ein Schlüsselwort, meist die Hauptbedeutung des Kanji, beschränkt. - In den Kopf gelangen diese Informationen nicht durch eintöniges Schreiben, Schreiben, Schreiben, sondern durch kurze, teils aberwitzige "Geschichten", aus denen sowohl exakte Schreibweise als auch Schlüsselwort hervorgehen. Stures Pauken entfällt. Mir macht das Ausmalen der Geschichten, die ich teilweise mit Karikaturen usw. ergänze, sogar richtig Spaß. Für die Lesungen und Komposita gibt es Band 2. Es ist erstaunlich, wie leicht man sich oft die Komposita merken kann, indem man einfach die Schlüsselworte aneinander reiht. Heisig wird oft entgegengehalten, daß schließlich die Japaner in der Schule ausschließlich nach der traditionellen Methode die Kanji lernen und das mit Erfolg - aber Hand aufs Herz: Sind Sie ein japanisches Schulkind? Um als erwachsener Ausländer, der die Höhe seiner geistigen Aufnahmebereitschaft vielleicht schon hinter sich hat, noch alle wichtigen Kanji zu erlernen, muß man meiner Meinung nach einfach stufenweise vorgehen. Also mit Schreibweise und Grundbedeutung anfangen und erst danach mit Lesungen und Komposita weitermachen. Es mag zwar unorthodox sein, aber es funktioniert! Die zweite Auflage überzeugt durch die gleiche hohe Druckqualität und kleinere Aktualisierungen.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ideal für das Selbststudium, 5. März 2008
Das Buch ist kompromisslos für das Selbststudium konzipiert. Es ist ein Vorbereitungs- oder Nachbereitungs-Buch. Ich habe verschiedene andere Wege ausprobiert, insbesondere hatte mich an dem Buch ursprünglich gestört, dass es die Aussprache ausklammert. Ich spreche Japanisch soweit, dass ich Ingenieursthemen mit japanischen Kollegen und Kunden auf Japanisch diskutieren kann, aber mit dem Lesen und Schreiben tue ich mich schwer. Ich dachte, dass meine Sprachkenntnisse mir beim Kanjilernen helfen sollten. Das war ein Irrtum. Nachdem ich dem Buch nochmal eine Chance gegeben habe, schließe ich mich der Auffassung des Autors (im Vorwort zur vierten Auflage ausführlicher dargelegt) an, dass bei dieser Lernmethode die Informationen zur Aussprache eher stören. (Außerdem gibt es dafür den zweiten Band für getrenntes Lernen.) Mit dieser Methode bleiben die Zeichen mit ihren Assoziationen im "Langzeitgedächnis". Das Buch lehrt Lernen soweit, dass es sogar Leute (ab einem Alter von etwa 14. Jahren) interessieren könnte, die nicht primär Japanisch lernen, sondern die Möglichkeiten ihres Gehirns in unterhaltsamer Weise besser kennen lernen wollen, Phantasie haben und Mikro-Geschichtchen (fast jedes Kanji ist eines) mögen. Japanisch-Vorkenntnisse sind überhaupt nicht erforderlich. Umgekehrt jedoch kann das Durcharbeiten des Buches ein sich daran anschließendes Lernen der japanischen (und trotz Unterschieden auch der chinesischen) Sprache ganz erheblich erleichtern. Übrigens: Ich lese in Englisch geschriebene Bücher eigentlich immer im Original, aber in diesem Fall hat das Buch durch die Übersetzung dazugewonnen. Hier schrieb ja nicht nur der Entwickler der Lernmethode, sondern ein Schüler (ein Jurist, kein "vorbelasteter" Japanologe), der diese Methode auch ausprobiert hatte.
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38 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
So macht Kanji lernen Spaß, 6. Mai 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Kanji lernen und behalten. Bedeutung und Schreibweise der japanischen Schriftzeichen (Taschenbuch)
Die Kanji haben den Ruf, für durchschnittlich begabte westliche Erwachsene nicht erlernbar zu sein. Der eigentliche Grund für das Scheitern liegt in den meisten Fällen in der falschen Lernmethode. Wer versucht, die ca. 2000 Kanji mit der traditionellen Schulmethode der 1000 Wiederholungen ins Gedächtnis zu hämmern, wird scheitern. Was bei den englischen Vokabeln mit viel Aufwand, aber auch mit viel Frust gerade so funktioniert, versagt bei den Kanji. Bei der Schulmethode beanspruchen wir überwiegend unsere linke Gehirnhälfte, die rechte dreht sozusagen Däumchen. Der Author des Buches verfolgt einen anderen Ansatz. In dem er die bildliche Vorstellung und die Phantasie ins Spiel bringt, wird auch die rechte Gehirnhälfte aktiviert. Die Zusammenarbeit von linker und rechter Gehirnhälfte ist die Voraussetzung dafür, sich etwas Neues, mit vergleichsweise wenig Aufwand zu merken. Nun wurde auch in der Vergangenheit bereits versucht, diesen Ansatz auf die Kanji anzuwenden, allerdings mit wenig Erfolg. Meiner Meinung nach liegt der Grund darin, dass vor allem komplexe Kanji sehr wenig Ähnlichkeit mit etwas haben, das man sich bildlich vorstellen kann. Hier kommt die herausragende Arbeit des Authors ins Spiel. Komplexe Kanji setzen sich aus einfacheren Elementen zusammen. Diese einfachen Elemente haben noch soviel Ähnlichkeit mit etwas, das man sich bildlich vorstellen kann, sodass ein Bild zugeordnet werden kann. Komplexen Kanji wird somit eine Kombination von Bildern zugeordnet. Der Author hat die ca. 2000 Kanji in ihre Bestandteile zerlegt, den jeweiligen Bestandteilen Bilder zugeordnet und anschließend die Bestandteile bzw. Bilder, entsprechend ihrem Vorkommen in den komplexen Kanji kombiniert. Vor allem wenn man lediglich die klassische Schulmethode kennt, mag es anfangs etwas ungewohnt sein, sich die verschiedenen Bilder vor Augen zu führen. Dies funktioniert aber mit etwas Übung immer besser. Zusammenfassend kann man sagen: So macht Kanji lernen richtig Spaß. 5 Sterne sind eigentlich nicht genug, zumal dieses Buch eine Tür öffnet, die den meisten Leuten, mich eingeschlossen, bisher verschlossen war.
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