Eine realistische Sozialstudie, die Regisseur Tavernier geschrieben hat. Im Mittelpunkt steht Daniel, der Leiter einer Vorschule (überzeugend Philippe Torreton), die in einem sozialen Brennpunkt liegt. Er kämpft gegen Behörden, die sich hinter Bestimmungen verschanzen, Politiker, die leere Sprechblasen produzieren aber auch gegen die Eltern, die gewisse Vorschriften nicht beachten. Dabei ist er ein herzensguter Idealist, der im Grunde für die Kinder alles tut, damit es ihnen gut geht.
Die Botschaft ist klar: die Wurzel allen Übels ist das Versagen der Eltern. Sie erziehen ihre Kinder nicht mehr, sondern parken sie vor dem Fernseher und selbst kleinst Selbstverständlichkeiten in Kommunikation und Umgangsformen müssen in der Vorschule eingeübt werden. Der Titel weist darauf hin, dass man sofort handeln muss, bevor es zu spät ist. Einige Figuren erhalten deutlichere Konturen, wodurch Betroffenheit hervorgerufen wird. Ultimative Kurzschlussreaktionen werden nachvollziehbar dargestellt, ohne dem Voyeurismus zu frönen. Neben den Landschaftsbildern aus dem nicht so malerischen Nordfrankreich, hört man als Kontrast noch aus dem Off lyrische Passagen von Daniel.