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beebee Bienenkinder
 
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beebee Bienenkinder [Broschiert]

beebee
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 148 Seiten
  • Verlag: pro literatur Verlag; Auflage: 1., Aufl. (Januar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866113862
  • ISBN-13: 978-3866113862
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 16 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 668.695 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Liebe ist wie Honig. Süß wie Honig. Nur mögen nicht alle die gleiche Art von Honig. Ist das schlimm? Manche möchten die allererste Art von Liebe, als sie Wickelkinder waren, in der Wanne plantschten, Lego spielten und in den Schlaf gesungen wurden. Und? Fehlt etwas? Erstaunlicherweise nicht.

Im Gegenteil, es gibt so viel mehr. So viel mehr Offenheit, Unbefangenheit, Schneeballschlachten, Drachenbauen - und: so viel mehr Ausdrucksmöglichkeiten für Liebe.

Auszug aus Bienenkinder von beebee. Copyright © 2008. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Nun, ich habe diese kleine Flaschenpost gefunden und geöffnet und halte sie jetzt im Arm.

Du schläfst leise. Du bist die blitzgescheite 25jährige junge Frau, der ich schon immer so gerne dabei zusah, wie sie sich das Haar aus dem Gesicht streicht und ihre Entscheidungen trifft - doch jetzt schläfst du hier auch als meine Tochter und weißt nicht, wie wunderschön du aussiehst. Keine Tränchen gestern abend, kein Kummer, den du mir plötzlich ausschütten mußtest, bevor ich dein Gesichtchen wieder froh machen kann. Nach deinem Spieltag gestern mit Eis und meiner entenfütternden Tochter in Latzhosen - ja ich wollte dich gleich in deinen Latzhosen sehen, und so solltest du eine gleich anbehalten - nach deinem Spieltag einfach eine glückliche Tochter, die mir beim Gewickeltwerden für die Nacht einfach mit ihren Fingern im Haar herumspielt und tausend kleine Fragen zu den Enten und den Schnabeltieren stellt. Wenn sie nicht gerade die Stirn runzelt und nachgrübelt, und süß aussieht, wie sie ihr Milchfläschchen im Mundwinkel dabei fast vergißt. Ach, zum ersten Mal ist es so einfach und leicht zwischen uns, Mutter und Tochter. Das tut so gut. Ich nehme dich nach dem Wickeln in den Arm und du bist noch etwas kühl vom Abgewaschenwerden zuvor. Ich ziehe dich mit mir unter die Bettdecke und du kicherst leise. Ich stupse dir auf die Nasenspitze und du glänzt mich mit deinen Augen an. Ach, diese Nacht haben zwei Frauen zum ersten Mal so sorglos geschlafen, wie es bei uns sein soll. Aneinander geschlungen in Löffelchenstellung, du bei mir und ich mit meinem Gesicht in deinem duftenden Haar.

Und am Morgen geht es so weiter. Mein Mädchen sitzt auf der Bettkante und baumelt mit den Beinen und blitzt mich an. Keine nassen Windeln heut morgen, sondern wieder ein stolzes Kinderstimmchen: "Siehst du, ich kann das!"

"Ich bin stolz auf dich, Schneeflöckchen", sage ich und gebe ihr einen Kuß auf den Bauchnabel. Woraufhin sie quiekt und ihren nackten schmalen Körper auf dem Laken hin und her biegt. "Mamma, nein, Mamma, nein...!"

"Ach, bist du kitzlig?" Ich gebe ihr einen Klaps auf ihren Pamperspo, während sie ihren Kopf unter dem Kopfkissen versteckt, und sage: "Na los, Spatz, ab ins Badezimmer, und mach dir schon mal die Pampers ab, damit ich dich waschen kann!"

Später steht sie vorm Spiegel, hält den Kopf schief und kämmt sich das Haar und summt vor sich hin. Und dann geht sie zu ihrer Schublade, und ich muß lachen. Heute ist ja der erste Tag, wo ich mir nicht mehr mit Pampers aus der Probepackung bei ihr behelfen muß, sondern wo sie schon richtige Trainers zum Anziehen hat. Slips gibt es freilich auch nicht. Und dann geht sie zu ihrer Schublade - und ich muß wirklich über mein kleines Geliebtes schmunzeln. Sie nimmt die Trainerpants nicht einfach aus der großen Plastikpackung aus dem Sanitätshaus - nein, mein Mädchen hat sich eifrig ihre Schublade mit ordentlichen Stapeln von Trainerpants eingeräumt, dort, wo andere Mädchen ihre Slips einsortiert hätten, und nimmt jetzt eine Trainerpants heraus. Ich muß leise lächelnd den Kopf schütteln.

Sie dreht sich um: "Was denn?"

"Ach, komm einmal her, ich muß dich in den Arm nehmen!"

In ihrem Kleiderschrank, in ihrer kleinen Welt, die sich mein Mädchen schon eifrig eingerichtet hat, gibt es natürlich nicht nur die Schublade mit ihren Slips - naja, Trainerpants bei ihr - sondern auch Regale mit ihren anderen Anziehsachen, mit ihren Latzhosen und Jeanskleidchen, Ringelsöckchen und Pullovern. Sie blickt sich zu mir um. Meine Kleine, darf sie sich heute ihre Anziehsachen selbst aussuchen?

"Na, was möchtest du denn anziehen, Spatz?"

"Hmmm, die hellblaue Latzhose da, die möchte ich. Und den gelben Pullover. Oder doch das Jeanskleid?" Sie legt den Kopf bisschen schief und überlegt. Wie sehr ich mein waches Mädchen liebe und sie gern dabei anschaue!

"Soll ich dir denn bei deiner Entscheidung helfen, Maus?"

"Hmm, ja. Sag mal."

"Das Jeanskleidchen hat doch ein recht kurzes Röckchen. Wir haben zwar jetzt schon Mitte Mai, aber gerade im Mai, wo man schon denkt, es ist schon warm, erkältet man sich manchmal am leichtesten. Und erinnerst du dich an die dickeren Windeln im Sanitätshaus gestern, die ich brauche, wenn mein Spatz krank im Bett liegt und ein heißes Köpfchen hat?"

"Manno! Du bist gemein!", zwinkert sie mich an. "Also heute die Latzhose, die hellblaue, und die blaßblaugelben Ringelsöckchen." beschließt sie. Und dann murmelt sie: "Ich hoffe, die dickeren Windeln sind noch da im Sanitätshaus, wenn du sie eines Tages für mich brauchst..."

Tsssst, tsssst, mein Wunderkind. Du bist naiv. Meinst du nicht, daß ich gestern abend, als ich nochmal ins Sanitätshaus rüberging, um die eine Pamperspackung und die eine Trainerspackung persönlich abzuholen (weil ich ja nicht auf die Lieferfrist beim Lieferservice warten wollte) - daß ich da nicht noch eine Packung mit den dickeren Windeln nachbestellt habe?

Mein Kind tanzt die Treppe herunter und zupft sich noch an ihren Sachen und der Latzhose, als ich zu ihr hochrufe: "Heute das Bananenmüsli oder lieber das mit den Preiselbeeren, Mäuschen?"

"Preisel... Preisel...", summt sie und dreht sich um den Treppenpfosten.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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Herzerweichend 7. Dezember 2008
Von Achim
In einer Zeit des Schneller, Weiter, Höher, des Konkurrenzkampfs und des Mobbings, ist dieses Buch ein wahrer Lichtblick. Es wird sehr eindrucksvoll beschrieben, wie das Kind, was wohl in vielen schon erwachsenen Leuten schlummert, aufleben darf und eine Mutter findet, welche sich dem Kind mit sehr viel Liebe widmet und das Kind mit sehr viel Einfühlungsvermögen spüren läßt, daß es eben noch Kind ist und manche Dinge nicht selbst entscheiden darf. Aber nie ist es gegen das Kind, sondern das große Kind spürt und fühlt, ja, so ist es richtig, das kann ich nicht selber, es ist gut wie Mama es macht - und doch ist das Kind auch gleichzeitig eine kluge erwachsene Frau, welche sich dennoch so ganz als Kind hingibt.
Dieses Buch spricht zum Herzen, es bringt auch beim Leser so die eine oder andere Träne zum Kullern, trotzdem muß man das Buch immer wieder lesen.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein lesenswertes Buch 20. Februar 2008
Von Rudi-Rudi
Als ich das Buch in den Händen hielt, fing ich an zu lesen. Und es ist schwer, sich davon loszureißen.

Beebee hat es geschafft, die Sehnsüchte einiger Menschen Wirklichkeit werden zu lassen. Das Buch ist einfach eine Hommage an die Liebe. An die Liebe, die völlig neu definiert wird...

Natürlich ist das Buch noch viel mehr. Beebee beschreibt nicht nur Sehnsüchte, sondern nimmt den Leser mit in die Erlebniswelt der Personen. Und er schreibt so, dass der Leser nicht außen bleibt - er wird mitgenommen in die Geschichte. Er wird mitgenommen in die Erlebniswelt. Er darf Dinge aus Blickwinkeln erleben, die ihm sonst kaum zugänglich sind. Und der Leser darf sich leise fragen lassen, ob er denn schon diese Seite der Menschen kennt?
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