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Sie bauten die ersten Tempel. Das rätselhafte Heiligtum der Steinzeitjäger
 
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Sie bauten die ersten Tempel. Das rätselhafte Heiligtum der Steinzeitjäger [Taschenbuch]

Klaus Schmidt
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Klaus Schmidt
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Am Göbekli Tepe, tief in der Türkei, hat der Archäologe Klaus Schmidt einen Ursprungsort der menschlichen Zivilisation entdeckt – die mit 12000 Jahren älteste Tempelanlage der Welt. Es ist ein gewaltiger Heiligtumsbezirk, den es eigentlich gar nicht geben dürfte: Er wurde offenbar von den Angehörigen einer Jägerkultur errichtet. Bislang ging man stets davon aus, daß nur eine seßhafte Bevölkerung etwas Vergleichbares hätte schaffen können. Klaus Schmidt schildert in seinem reichbebilderten Buch die Entdeckung der ältesten Tempel der Menschheit und versucht, die Geschichte ihrer Schöpfer zu rekonstruieren. Schon lange hatte man vermutet, daß sich der Übergang von der Kultur der Jäger und Sammler zur sesshaft ackerbäuerlichen Kultur im Gebiet des Fruchtbaren Halbmonds vollzogen habe. Nun hat der Archäologe Klaus Schmidt in dieser Region – am Göbekli Tepe im Südosten der Türkei – tatsächlich einen Kultort der Steinzeitjäger entdeckt, der diese Theorie eindrucksvoll bestätigt. Doch das Alter der Heiligtumsanlage, seine schiere Größe, die Monumentalität der zahlreichen Bildwerke und der Entwicklungsgrad der Steinmetzkunst übertreffen alles, was man hat erwarten können. Was dort vor 12000 Jahren entstanden ist, zeugt von einem ungeheuren, offenbar religiös motivierten Gestaltungswillen. Nur eine große Zahl von Menschen, die über einen langen Zeitraum auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiteten, die sich arbeitsteilig organisierten und die neuartige Versorgungsstrategien entwickelten, war dazu in der Lage, dieses Kultzentrum zu schaffen. Der Göbekli Tepe ist eine Schnittstelle zwischen Jägerkultur und ackerbäuerlicher Kultur – ein missing link der Menschheitsgeschichte. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Der Verlag über das Buch

Die archäologische Sensation am Göbekli Tepe -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
63 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ein faszinierendes Buch, das eine sensationelle archäologische Entdeckung miterleben läßt: die Wurzeln unserer heutigen Zivilisation. Dem Autoren gelingt es, anschaulich zu machen, wie scheinbar feststehende archäologische Erkenntnisse durch neue Funde umgestoßen werden, wie sich die Wissenschaftler Schritt für Schritt zu neuen Erkenntnissen vorantasten. Zugleich macht Klaus Schmidt deutlich: Vieles der rätselhaften Kultur der Steinzeitjäger wird uns wohl für immer verborgen bleiben. Gut ist es daher auch, daß sich der Autor gegen ungesicherte Spekulationen und phantasievolle Interpretationen wehrt, sondern streng sachlich bei der Beschreibung der gefundenen Objekte bleibt und höchstens die eine oder andere vorsichtige Überlegung anschließt, was hinter den steinernen Zeugnissen gesteckt haben mag. Klaus Schmidt ist es gelungen, eine lebendige, manchmal fast poetische Sprache zu finden, so daß das Buch alles andere ist als ein trockener Grabungsbericht.

Nur: nicht immer traut es der Wissenschaftler seinen Lesern so richtig zu, ihm folgen zu können, z.B. wenn er schreibt, er wolle seine Leser "so behutsam wie möglich" mit seinem Thema vertraut machen. Warum so "großväterlich", so "gönnerhaft"? Schließlich will ich als Käufer und Leser des Buches ernstgenommen werden und nicht indirekt gesagt kriegen, daß ich doch keine Ahnung habe. Aber ich glaube, ich habe das Buch trotzdem begriffen.

Noch etwas Positives, leider nicht immer selbstverständlich: Das hervorragende Lektorat. Mir sind nur zwei Druckfehler und einmal eine Doppelung in einer Bildunterschrift aufgefallen. Dazu noch die althergebrachte Rechtschreibung - mehr kann man kaum verlangen. Nur hätte ich mir gewünscht, daß der Text öfter die Abbildungen benannt hätte, auf die er sich bezieht. Auch Querverweise im Text wären hilfreich gewesen, z.B. wenn der Autor auf S. 217 eine Reliefschale nennt, die auf S. 80 abgebildet ist. Nach über hundert Seiten und zwei Abenden dazwischen mußte ich dann doch erst ein wenig nachgrübeln, zumal die vielen für unsereiner Ohren ungewohnten Ortsnamen doch etwas verwirrend sind. Und ich hätte noch gern gewußt, ob und wie ich Göbekli Tepe selber besuchen kann.

Alles in allem: Ein spannendes Buch mit neuen Erkenntnissen und noch mehr neuen Fragen. Ich bin neugierig geworden, was die Archäologen noch herausfinden werden über die Welt der Steinzeitjäger, die schließlich seßhaft geworden sind.

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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Floetelei TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Wurden die Menschen aus religiösen Gründen sesshaft? Dieser Gedanke liegt nahe, wenn man Schmidts Buch liest. Er selbst behauptet das aber nicht apodiktisch, sondern interpretiert die Funde von Göbekli Tepe, an denen er zum großen Teil selbst beteiligt war, sehr behutsam. Überhaupt ist sein Buch geprägt von einer wohltuenden Seriosität, wenn man es mit anderen Werken vergleicht, etwa "Warum die Menschen sesshaft wurden". Dort etwa spekuliert ein (im Grunde fachfremder) Evolutionsbiologe trotz kaum vorhandener Beweislage einfach mal munter drauf los, dass sich die Menschen niederließen, um Bier brauen und besser dem Rausch frönen zu können. Von solch völlig losgelösten Thesendreschern unterscheidet sich der Experte Schmidt grundlegend. Trotz des wissenschaftlichen Anspruchs ist sein Buch aber auch für den Laien sehr verständlich und gut formuliert geschrieben. Schmidt führt eine Menge Fachbegriffe ein, erklärt aber jeden einzelnen davon direkt im Anschluss. Ein Rezensent hat das kritisiert, ich hingegen finde das gerade gut: Es hat nichts mit Angeberei zu tun. Man kann sowieso davon ausgehen, dass Schmidt das Fachvokabular drauf hat. Das muss so ein Kenner nicht beweisen, aber er bringt es auf unangestrengte Weise dem Leser bei. Der kann davon bei weiterer Lektüre profitieren, denn nicht alle Autoren lassen sich freundlicherweise dazu herab, einem Laienpublikum die Fachtermini persönlich zu erschließen.
Das Buch kommt übrigens auch mit einem netten kleinen Accessoire: einem Lesezeichen, auf dem die Urgeschichte tabellarisch aufgeführt ist. Da kann man zwischendurch immer mal wieder spicken, auch wenn Schmidt sich im Text große Mühe gibt, dem Leser zu erklären, von welchem Zeitabschnitt er gerade schreibt.
Vielleicht findet mancher die detaillierte Beschreibung der Fundlage(n) zu minutiös. Ich fand sie ganz interessant, da Schmidt erstens gut schreibt und mir zweitens seine Sorgfalt gefällt, den Leser wirklich akkurat ins Bild zu setzen. Ebenso schätze ich seine vorsichtigen Schlussfolgerungen. Man hat nicht das Gefühl, da will wieder mal ein eitler Autor mit flamboyanten, möglichst originellen Ideen überraschen, sondern da ist ein echter Wissenschaftler am Werk, der sich ans Faktische hält und (sich und dem Leser) Raum lässt für künftige Entdeckungen.
Für Einsteiger, die nur mal eben so einen lockeren Überblick über die Urgeschichte gewinnen wollen, vielleicht nicht das ideale Erstbuch. Für die, die sich mit der Prähistorie schon ein bisschen beschäftigt haben, aber eine absolut empfehlenswerte Lektüre.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Klaus Schmidt ist Wissenschaftler durch und durch, Privatdozent für das Deutsche Archäologische Institut und Leiter der Ausgrabungen am Göbekli Tepe, Anatolien (Türkei), die die bisher ältesten Tempelbauten der Menschheit zutage förderten: "Das rätselhafte Heiligtum der Steinzeitjäger", wie er es nennt. Und dieses Buch berichtet von diesen Ausgrabungen, von seinen Anfängen vor 10 Jahren bis heute, in einem Stil zwischen Wissenschaft und Allgemeinverständnis. Beidem wird er dadurch sicher nicht immer gerecht.

Das Buch ist gegliedert in zwei große Themen: Zum einen behandelt es die einzelnen Ausgrabungsabschnitte, ihre Funde und daraus resultierende Theorien, zum anderen aber - und das macht vermutlich den Wert für den interessierten Laien aus - setzt Schmidt seine Funde in das seit Jahrzehnten bestehende Wissen ein. Bisher sicher geglaubte Erkenntnisse der Menschheitsgeschichte in Alt- und Mittelsteinzeit werden angezweifelt. Es wird die These aufgestellt, dass nicht das Aussterben des Großwildes zur Sesshaftwerdung des Menschen führte, sondern weil sie begannen, Tempel zu bauen.

Schmidts Stil reißt mit, wenn er Theorien aufstellt (was er sich zwei Sätze später selbst verbietet), und lässt den Kopf schütteln, wenn er pausenlos Fachbegriffe verwendet und die verständliche Formulierung in Klammern setzt oder umgekehrt, als müsse er den Fachleuten beweisen, dass er es kann. Seine Verweise zu den Bildern sind mitunter etwas verwirrend und die Bilder nicht immer so aussagekräftig, wie man es sich wünscht - und doch ist es ein empfehlenswertes Buch für interessierte Laien.
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Paläontologie: Das ABC der Steinzeit 0 18.03.2011
Göbekli Tepe 0 24.08.2007
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