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Nur in Kombination mit einer passenden Unterfederung holen Sie alles aus Ihrer Matratze raus. So finden Sie den richtigen Lattenrost für Ihre Matratze: Liegekomfort, Leistenanzahl, Verstellbarkeit. Wie gefällt Ihnen unser Ratgeber? Wir freuen uns auf Ihr Feedback.
Jeder dritte klagt über Schlafstörungen, gleich ob weniger oder stärker ausgeprägt. Neben Krankheiten, Stress, fehlender sportlicher Betätigung, falscher Ernährung etc. können auch eine schlechte Matratze und der Lattenrost dafür verantwortlich sein.
Der Lattenrost wird (leider) immer wieder als notwendiger Bestandteil eines Bettes unterschätzt.
Welches sind die Aufgaben, die ein Lattenrost übernimmt?
An erster Stelle steht zweifelsohne der erhöhte Schlafkomfort: Matratze und Lattenrost sind grundsätzlich als Einheit anzusehen. Eine perfekte Matratze nützt wenig, wenn der Lattenrost in die Knie geht und umgekehrt. Ziel des Lattenrostes ist es sich den Körperformen anzupassen, an den richtigen Stellen nachzugeben oder zu stützen. Er soll verhindern, dass die Wirbelsäule aus Ihrer natürlichen S-Form gezwungen wird und gleichzeitig dafür sorgen, dass das Rückgrat bei Seitenlage nicht durchhängt und nach Möglichkeit waagerecht verläuft. Das Herzstück des Lattenrostes bilden hierzu die Federleisten im Zusammenhang mit der seitlichen Aufhängung, da hieraus der Federungs- und mithin der Schlafkomfort entsteht:
1. Der Liegekomfort verbessert sich mit der Auswahl der Materialen:
Federleisten:

Die Federleisten bilden die Auflagefläche für die Matratze. In den meisten Lattenrosten werden Federleisten aus Holz eingesetzt. Diese bestehen aus mehreren verleimten Holzschichten, die im Herstellungsprozess unter Heißdampf in eine Wölbung (den sog. Stichbogen) gebracht werden, um so elastisch und federnd zu sein. Zur Herstellung werden Buche- oder Birkehölzer verwendet. Im hochwertigen Bereich werden statt Holzfederleisten Fiberglas-Federleisten eingesetzt, wie z. B. die SMARTFLEX® Leiste, die aus einem Verbundstoff mit ca. 350.000 Stück längsfaserverstärkten Glasfasern hergestellt werden. Diese hat den Vorteil, dass Sie im Gegensatz zur Holzleiste, dauerelastisch und dauerstabil sowie völlig temperaturunempfindlich und feuchtigkeitsresistent ist.
Fiberglasprodukte: zu den Produkten
Kappen/Leistaufhängungen:
Die Federleisten werden seitlich auf die unterschiedlichste Art gelagert: bei günstigen Einstiegsrosten werden die Federleisten auf einen Gurt getackert oder stecken in Leistenaufhängungen aus unflexiblem Hartkunststoff. Hochwertigere Lattenroste sind mit Kautschukkappen oder noch besser, da langlebiger, mit Kappen aus sog. thermoplastischen Elastomeren (sog. TPEE) ausgestattet und auf Bolzen aufgesteckt.
Innenliegende und holmüberdeckende Kappen:
• es gibt Lattenroste mit sog. innenliegenden Kappen.
Vorteil: in der Regel preiswerter sowie geringere Bauhöhe.
Nachteil: weniger Federungskomfort, Matratze ist am Rand nicht unterfedert.

• Hochwertiger sind Lattenroste mit sog. holmüberdeckenden Kappen:
Vorteil: besserer Federungskomfort, da die Kappen eine höhere Federung zu lassen. Matratze ist komplett bis an den Rand unterfedert.
Nachteil: baut ca. 2 cm höher auf als innenliegende Ausführungen.
Bauhöhe:
Die Bauhöhe ist die Höhe des Lattenrostes, gemessen von der Unterseite des Außenholms (=Aufliegeholm) bis zur Oberseite der Federleisten (= wo die Matratze aufliegt). Diese kann bei der Auswahl des Lattenrostes wichtig sein, wenn ein Bettgestell mit niedrigen Seitenwangen bestückt werden soll. Messen Sie daher vor dem Kauf in Ihrem vorhandenen Bettgestell folgendes aus: die Höhe der Oberseite der Aufliegewinkel oder -leisten (=also dort wo der Lattenrost aufgelegt wird) bis zur Oberseite der Bettumrandung. Vergleichen Sie nun die jeweilige Höhe des Lattenrostes. Die Bettumrandung sollte mit dem eingelegten Lattenrost immer noch mind. 2 cm höher sein, damit Ihre Matratze noch eingefasst ist und nicht verrutscht.
Mehr-Zonen Technik:
Ein optimaler Lattenrost verfügt über verschieden harte Zonen, 5 Zonen (Kopf, Schulter, Lordose, Becken, Beine) oder besser 7 – Zonen (Kopf, Schulter, Lordose, Becken, Oberschenkel, Unterschenkel, Fuß). Diese unterschiedlichen Festigkeiten werden erreicht durch den Einsatz von festeren sowie weicheren Leistenaufhängungen in den jeweiligen Zonen. Der Grund liegt darin, dass einige Bereiche des menschlichen Körpers sensibler reagieren (z.B. im Bereich der Schulter), andere etwas fester sein sollten (z.B. im Bereich der 5 Lendenwirbel). Die Anzahl der jeweiligen Zonen eines Lattenrostes sollte aber immer in Abstimmung mit der jeweiligen Matratze getroffen werden. Zu einer 7-Zonen Matratze wird ein 7-Zonen Lattenrost, zu einer 5-Zonen Matratze immer ein 5 Zonen Lattenrost empfohlen.
Von Vorteil ist es, wenn sich die Härte des Lattenrostes dazu noch individuell einstellen lässt. Hierzu gibt es spezielle Leistenaufhängungen, durch die separat noch zwischen „Medium“ und „Fest“ jede einzelne Zone genau eingestellt werden kann.
Abmessungen: Lattenroste gibt es in exakt den gleichen Abmessungen wie die dazugehörige Matratze. Man sollte jedoch aus Stabilitätsgründen bei Abmessungen über 100cm Breite darauf achten, dass die Bauteile des Lattenrostes extra verstärkt sind. Das betrifft vor allem die umlaufenden Holzteile, sprich Außenholme, die die tragenden Teile sind und die extra verstärkt sein sollten (in Höhe UND Breite) genauso wie die Federleisten (dicker!)
Aus Stabilitätsgründen werden Lattenroste nur bis zu einer Breite von 140 cm gefertigt. Sollte ein breiteres Bett vorhanden sein, so ist zu prüfen, ob das Bettgestell den Einsatz von zwei getrennten Lattenrosten zulässt (z.B. 2 x 80cm Breite für 160 Breite etc.). Das Bettgestell sollte hierzu eine Mittelstrebe haben.
2. Leistenanzahl/Leistenabstände:
Die Leistenanzahl ist nicht nur eine Preis-, sondern auch ein Komfortfrage. Günstige Lattenroste verfügen über 10 -16 breite Leisten. Zu beachten sind hier die Abstände zwischen den einzelnen Leisten: gerade für Kaltschaum- und Tonnentaschenfederkernmatratzen sollten diese Abstände nicht zu groß sein, d.h. nicht mehr als 5 cm, da sie sonst zu wenig Halt finden könnten. Für eine bessere und punktelastischere Körperunterstützung eignen sich Lattenroste mit einer größeren Anzahl von Federleisten (28 breitere oder 42 schmalere Leisten). Diese Lattenroste eignen sich für alle Matratzentypen.

3. Gesäß-Verstellbarkeit:
Individuellen Verstellkomfort bieten Lattenrost-Modelle mit einer sog. Mittelzone: im schwerer belasteten Bereich des Beckens/Gesäßes sollte ein Lattenrost durch Doppelleisten extra verstärkt sein und mit Schiebern individuell zu verstellen sein (soft-fest).
4. Schulterzone:
Die Schulter- oder Schulterkomfortzone ist im Lattenrost der Bereich in Höhe der Schulter, der für Seitenschläfer den Nutzen hat, dass die Schulter tiefer einsinkt als der übrige Körper und so das Rückgrat gerade bleibt.Der Lattenrost sorgt für eine ausgewogene Luftzirkulation rund um die Matratze:
Jeder Mensch schwitzt, wenn er schläft. Der eine mehr, der andere weniger: zwischen 0,2 und 1 Liter Flüssigkeit pro Nacht. Ein Großteil dieser Feuchtigkeit wird von der Matratze aufgenommen. Ein Lattenrost ist nach unten hin immer offen und ermöglicht so eine optimale Luftzirkulation und beugt einer Schimmelbildung der Matratze vor. Dieser positive klimatisierende Effekt wird durch solche Lattenrostmodelle verstärkt, die es aufgrund des Materialeinsatzes erlauben, dass die Federleisten, auf denen die Matratze liegt, auch noch luftdurchlässig sind: da normale Holzfederleisten durch das Einbringen von Belüftungsschlitzen in Ihrer Stabilität geschwächt würden, ist dies nur mit anderen Materialien wie zum Beispiel Fieberglas-Federleisten möglich.
Ein Lattenrost kann darüber hinaus sehr praktische Funktionen bieten: hochwertige Lattenroste können mit allerlei Features ausgestattet sein, die nützliche Funktionen bieten:
1. Verstellbarkeit des Lattenrostes:
Das Hochstellen des Kopf- und Fußteils kann sowohl aus Komfortgründen (z.B. zum Lesen oder Fernsehen) als auch aus medizinischen Gesichtspunkten (bei Refluxproblemen oder Husten) sinnvoll sein. Es gibt manuell verstellbare Lattenroste, die per Hand hoch- und herunter gestellt werden können. Noch komfortabler, aber in einer höheren Preislage, sind motorisch verstellbare Lattenroste.Motorische Lattenroste:
Es gibt Lattenroste, die mit einem, zwei oder mehr Motoren ausgestattet sind. Je mehr Motoren desto mehr einzelne Liegezonen können separat verstellt werden. Die meisten der motorisch verstellbaren Lattenroste sind mit zwei Motoren ausgestattet. Hier können separat oder auch gemeinsam das Kopf- und das Rückenteil in jede gewünschte Position verstellt werden. Das Kopfteil kann bis in die Sitzposition hochgefahren werden, was den Vorteil hat, dass man z.B. bequem im Bett frühstücken kann. Die Fußhochlagerung kann bei Kreislauf- und Venenproblemen Linderung schaffen.



Wichtig kann unter Umständen sein, dass der Motor des Lattenrostes mit einer Netzfreischaltung und Notabsenkung ausgestattet ist.
Eine Netzfreischaltung soll elektromagnetische Spannungen im Bett verhindern, also nicht die volle Netzspannung von 230V ins Bett lassen. Hier gibt es unterschiedliche Motorausführungen. Alle Ausführungen schalten den Strom bei Nichtbetätigung des Motors ab. Bei Betätigung des Motors fließt bei einigen Motoren für den Zeitraum der Aktivierung des Motors die volle Netzspannung ins Bett. Zu empfehlen sind daher die Ausführungen, die im Netzkabel in ausreichender Entfernung einen Trafo zwischengeschaltet haben. Hier fließen bei Betätigung des Motors die 230V Netzspannung nur bis zu diesem Trafo. Von dort an fließen bis zum Motorlattenrost und daher ins Bett nur völlig unbedenkliche 24V Schwachstrom.
Eine Notabsenkung hat den Sinn einen Motorlattenrost, bei dem das Kopf- und/oder Fußteil herauf gefahren ist auch bei Stromausfall ohne Strom wieder in die waagerechte Schlafposition fahren zu können. Hier gibt es Motorausführungen, die dies mittels einer Batterie lösen oder die man mechanisch per Hand absenken kann, was den Vorteil hat, dass man nicht auf den aktuellen Ladezustand der Batterie angewiesen ist.
Vorteil
- Höchstmaß an Flexibilität und individueller Anpassung mit maximalem Bedienkomfort
- direkt vom Bett aus verstellbar
- gleicht eventuelle Mängel der Matratze aus
- Verstellmöglichkeiten im Bereich der Schultern oder eine Unterstützung von Becken, Hüfte, Waden oder Bandscheiben (bei hochwertigen Modellen)
Nachteil
- hoher Anschaffungspreis
Motor-Lattenroste: zu den Produkten
Verstellbare Lattenroste:
Verstellbare Lattenroste bieten eine manuelle Verstellung des Kopfteils und/oder des Fußteils, ideal für alle die gerne im Bett lesen oder frühstücken, daher sollte das Kopfteil des Lattenrostes bis 45 Grad verstellbar sein. Bei dem Fußteil des Lattenrostes reicht weniger aus, um die Beine zu entlasten. Verstellbare Lattenroste bilden in Verbindung mit einer Kaltschaum- oder Viscoschaummatratzen eine perfekte Unterlage für einen erholsamen Schlaf. Eine gute Qualität eines verstellbaren Lattenrostes zeichnet sich durch die Anzahl der Federholzleisten im Rahmen aus. In einem Rahmen können von 26 Federholzleisten bis hin zu 42 Federleistern angeordnet sein. Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist, wenn die einzelnen Federholzleisten in flexibel gelagerten Kappen aus Kautschuk auf dem Rahmen gelagert sind, dadurch kann ein hoher Liegekomfort mit einer optimalen Druckentlastung garantiert werden.
Vorteil
- die ergonomisch optimale Liege-, Schlaf- und Stützwirkung der Matratze wird verdoppelt
- gute Luftzirkulation
- individuelle Anpassung im Kopf- und Beinbereich
Nachteil
- höherer Anschaffungspreis
Verstellbare-Lattenroste: zu den Produkten
unverstellbare Lattenroste:
Bei einem starren Lattenrost sind Kopf- und/oder Fußende nicht verstellbar. Die Federholzleisten eines unverstellbaren Lattenrostes können aus 26, 28 oder soagr 42 Leisten bestehen, die über die gesamte Liegefläche verteilt sind. Die Enden der Federholzleisten liegen in einer sogenannten Tasche, die aus Kautschuk, PVC oder Gummi bestehen können - im Idealfall liegen die Taschen direkt auf dem Rahmen, dadurch kann die Belastbarkeit und die Stabilität des starren Lattenrostes erhöht werden.Um eine maximale Stützwirkung im Becken- und Hüftbereich zu erreichen, sind die Federholzleisten doppelt montiert oder überlappen. Ein robuster Textilgurt bringt weitere Stabilität mit sich, dieser Gurt ist in Längsrichtung mittig zwischen den einzelnen Federholzleisten verschlungen, dadurch wird das Gewicht ausgewogen verteilt. Der Textilgurt kann bei Bedarf entfernt werden, dadurch wird die Liegefläche weicher oder punktuell optimal angepasst werden. Auch die zusätzlichen Längs- oder Querholme, die aus mehrfach verleimten Buchenschichtholz oder massiven Buchenholz bestehen, tragen zu einer weiteren hohen Stabilität und Belastbarkeit bei.
Ein starrer Lattenrost kann aufgrund der nach oben gewölbten Federleisten auch für Kinderbetten verwendet werden, da die Leisten auch größere und punktuelle Belastungen gut ausgleichen können.
Vorteil
- starre Lattenroste lassen sich in bis zu sieben Liegezonen unterteilen
- ausreichende Luftzirkulation gewährleistet - auch bei einer hohen Anzahl an Leisten
- für alle Matratzentypen geeignet
- günstiger Anschaffungspreis
Nachteil
- verzicht auf Komfort und individuelle Anpassung im Kopf- und Beinbereich
unverstellbare-Lattenroste: zu den Produkten
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