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Amazon Ratgeber Tintenpatronen

Sie fragen sich, welche Tintenpatrone die richtige für Sie ist? Unser Ratgeber erklärt die Unterschiede im Detail und erleichtert Ihnen die Kaufentscheidung.


Auf dem Markt für Heim- und Bürodrucker haben sich im Wesentlichen zwei Systeme durchgesetzt: Tintenstrahl- und Laserdrucker. Beide Typen haben ihre Vor- und Nachteile. Wer etwa große Mengen Text druckt, wird sich in aller Regel für Laser entscheiden, wer Wert auf farbigen Fotodruck hoher Qualität legt, wird zum Tintenstrahldrucker greifen – eine Geräteart, die zudem noch mit niedrigen Anschaffungskosten lockt.

Brother Tintenstrahldrucker

Doch wenn die Wahl zugunsten eines Druckverfahrens gefallen ist, sieht man sich als Kunde bald vor die nächste Entscheidung gestellt. Käufer eines Tintenstrahldruckers werden beispielsweise recht schnell damit konfrontiert, dass es nicht nur eine passende Druckerpatrone für ihr Gerät gibt, sondern eine Vielzahl von Nachfüllmöglichkeiten – und zu allem Überfluss auch noch von unterschiedlichen Herstellern, die mit unterschiedlichen technischen Ansätzen arbeiten.

Farbstoff- oder Pigmenttinte

Grundsätzlich muss man bei Druckertinten zwei verschiedene Gruppen unterscheiden. Da sind zum einen die Farbstofftinten, die oft einen größeren Farbraum abdecken und besser mit glatten Papieren zurechtkommen. Zum anderen gibt es die Pigmenttinten, die kräftigere Farben ermöglichen, auf dem bedruckten Papier nicht so schnell ausbleichen und wischfester sind. Allerdings arbeiten die Hersteller permanent daran, Tinten zu entwickeln, die die Vorteile beider Tintenarten in sich vereinen.

Für den Farbdruck benötigen Tintenstrahldrucker die Farben Cyan (eine Art Türkis), Magenta (eine Art Violett), Gelb und Schwarz. Sämtliche Farbtöne werden durch das Über- und Nebeneinanderdrucken winziger Tintenpunkte dieser vier Farben auf dem Papier erzeugt. Bei besonders günstigen Druckern wird zum Teil auf die Farbe Schwarz verzichtet. Dies führt dazu, dass schwarz bedruckte Flächen lediglich als ein sehr dunkles Braun erscheinen. Bei speziell für den Fotodruck geeigneten Tintenstrahldruckern wird meist die gegenteilige Strategie gewählt und eine größere Anzahl von Farben verwendet. Dies ermöglicht homogenere Flächen insbesondere bei helleren Farben.

Kodak Drucksystem

Tintenpatronen werden natürlich zunächst einmal von den Herstellern der Drucker selbst angeboten. Hier kann der Käufer davon ausgehen, dass wichtige Parameter wie Druckqualität, Lichtbeständigkeit und Wischfestigkeit zumindest zufriedenstellend ausfallen, oft sogar sehr gut. Die Preise für diese Tinten sind dann aber in aller Regel auch am oberen Ende der Skala angesiedelt. Wer günstiger drucken möchte, kann auf die Lösungen diverser Fremdhersteller zurückgreifen. Diese bieten nicht nur preisliche Vorteile, oft sind auch die Füllmengen deutlich größer, so dass Patronenwechsel seltener erforderlich werden. Leichte bis merkliche Abstriche muss man dafür bei den genannten Qualitätsparametern machen.

Permanent- oder Einwegdruckkopf

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal stellen die unterschiedlichen Druckköpfe dar. Beim Permanentdruckkopf verbleibt der Kopf mit den Druckdüsen im Gerät. Lediglich die Tintentanks werden ausgewechselt. Dies ist beispielsweise bei Epson, Brother und den höherwertigen Canon-Geräten der Fall. Permanentdruckköpfe sind dank aufwendigerer Bauweise für eine lange Lebensdauer ausgelegt. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass durch regelmäßiges Drucken die Düsen durchgespült und damit gereinigt werden.

Kodak Tintenpatronen

Einwegdruckköpfe werden unter anderem in den meisten Tintenstrahldruckern von Lexmark und Hewlett-Packard sowie den günstigeren Canon-Geräten verwendet. Hier befinden sich Druckköpfe und Tintentanks in einem Gehäuse, das nach dem Leerdrucken komplett ersetzt wird. Diese Geräteart empfiehlt sich für Wenigdrucker, da die verstopfungsgefährdeten Düsen bei jedem Patronenwechsel mit ausgetauscht werden. Wer hingegen viel druckt, sollte zum Drucker mit Permanentdruckkopf greifen. Wie die Erfahrung zeigt, weisen Fremdhersteller-Tinten tendenziell ein leicht höheres Verstopfungsrisiko als Originalpatronen auf. Naturgemäß sind hier Geräte mit Permanentdruckkopf etwas anfälliger, da die empfindlichen Düsen nicht automatisch bei jedem Kartuschenwechsel mit ausgetauscht werden.


Originaltinte

Die von den Druckerherstellern selbst angebotenen Tinten sind in nahezu allen Fällen die technisch beste, aber auch die teuerste Lösung. Sie werden mit großem Aufwand entwickelt und getestet, um ein optimales Zusammenspiel von Druckerhardware, Tinte und Papier gewährleisten zu können. Um sich vor günstigeren Nachbauten zu schützen, integrieren die Hersteller zudem immer häufiger patentgeschützte Bauteile in ihre Patronen. Das erhöht den technischen Aufwand für Fremdhersteller und beschränkt die bestmögliche Kompatibilität zum jeweiligen Drucker auf die eigenen Tintenpatronen (etwa bei der Tintenstandsanzeige).

Wer großen Wert auf farbtreuen Fotodruck, lange Lichtbeständigkeit, gute Wischfestigkeit und möglichst einfaches Handling beim Kartuschenwechsel legt, fährt in aller Regel mit Originalpatronen am besten – sofern er bereit ist, den entsprechenden Preis zu bezahlen. Wer einen Drucker mit Permanentdruckkopf besitzt, kann vom Einsatz der Originaltinte besonders profitieren, da diese in der Regel weniger leicht die Düsen verstopft als die Tinte von Fremdherstellern.

Canon

Canon Chromalife

Canon bietet sowohl Single-Ink- als auch Kombidruckköpfe an. Die Single-Ink-Technologie hat dabei den Vorteil, dass nur ein einzelner Tank ersetzt werden muss, wenn eine Farbe zur Neige geht. Kombidruckköpfe ermöglichen dagegen prinzipiell günstigere Gerätepreise.

  • BCI: Canons erste Farbstofftinte für den Fotodruck.
  • Chromalife100: Farbstofftinte für FINE-Druckköpfe. Die Kombination aus Tinte, Druckkopf und speziellem Canon-Fotopapier gewährleistet lang anhaltende Farbstabilität.
  • Chromalife100+: Mit verbesserter Farbwiedergabe und Haltbarkeit ausgestattete Version der Chromalife100-Tinte. Für Drucker mit Einzeltanks sowie für Kombidruckköpfe verfügbar.
  • Lucia: Pigmentierte Tinten von Canon.
  • Lucia EX: Weiterentwickeltes Lucia-System mit bis zu 12 Farben. Erweiterter Farbraum, der Adobe RGB ähneln soll.

Epson

Epson bietet bei nahezu allen Tintenstrahldrucker-Modellen separate Einzelpatronen. Als einziger der hier vorgestellten Hersteller verwendet Epson die Micro Piezo-Technologie. Hier verbleibt beim Wechseln der Tintenpatronen der Druckkopf grundsätzlich im Gerät; seine Lebensdauer entspricht im Allgemeinen der des Druckers. Die Piezo-Düsen ermöglichen einerseits eine sehr gute Druckqualität, neigen andererseits aber etwas stärker zu Verstopfung – ein möglicher Grund, bei Epson Tintenstrahldruckern zu Originalpatronen zu greifen.

Epson Einzelpatronen
  • Claria: Farbstofftinte mit Einzelpatronen.
  • Claria Home: Kombination aus Farbstoff- und Pigmenttinte.
  • Claria Premium: Enthält eine Kombination aus Farbstoff- und Pigmenttinte sowie eine zusätzliches Fotoschwarz für den gleichermaßen hochwertigen Druck von Texten und Fotos.
  • Claria Photo HD: 6-Farben-Tintensystem, das eine große Anzahl unterschiedlich großer Tintentropfen erzeugen und damit die Fotodruckqualität steigern kann. Gewährleistet besonders langlebige Ausdrucke.
  • DURABrite: Die erste Farb-Pigmenttinte für Tintenstrahldrucker überhaupt. Erhältlich als Einzelpatronen. Besonders geeignet für Textdruck.
  • DURABrite Ultra: Weiterentwickelte DURABrite-Tinte mit polymerumhüllten Pigmenten für eine bessere Haftung auf dem Papier.
  • UltraChrome: Pigmentbasierte Tinte.
  • UltraChrome Hi-Gloss 2: Enthält einen zusätzlichen Tank für klare Tinte, die dem Ausdruck besonderen Glanz verleiht.
  • UltraChrome K3: Einzeltintentanks mit Pigmenttinte. Enthält drei Schwarztöne für eine bessere Graustufenwiedergabe.
  • UltraChrome K3 "Vivid Magenta": Entspricht Ultrachrome K3, verfügt jedoch über Magentapigmente mit stärkerer Sättigung.
  • UltraChrome K3 HDR: wie Ultrachrome K3 "Vivid Magenta", enthält jedoch zusätzliche Rot- und Orangetinte.
  • UltraChrome GS: Enthält 8 Farben. Besonders geeignet für professionellen Grafikdruck.

Hewlett-Packard

HP Tintenpatrone

Die Hewlett-Packard-Patronen ermöglichen ein einfaches und schnelles Einsetzen der Patrone in den Drucker. Die jederzeit gewährleistete Füllstandskontrolle sorgt für Sicherheit bei bevorstehenden Druckaufträgen.

  • Vivera: Unter dieser Bezeichnung firmieren bei HP sämtliche Farbstoff- und Pigmenttinten, ebenso Einzel- wie Kombipatronen. Bei einigen Druckertypen werden dreifarbige Kombipatronen mit Fotopatronen und Graupatronen ergänzt.

Lexmark

Lexmark Tintenpatrone

In den Tintenstrahldruckern von Lexmark wurden ursprünglich zumeist Einwegdruckköpfe verwendet. Mittlerweile sind jedoch auch Permanentdruckköpfe erhältlich.

  • Vizix: Unter dieser Bezeichnung firmieren sämtliche Tintenpatronen von Lexmark. Es handelt sich um Kombi- und Einzeltintenpatronen mit Farbstofftinte.

Kodak

Bei Kodak ist der Thermo-Tintenstrahldruckkopf (Bubble-Jet) Bestandteil des Druckers und nicht der Tintenpatrone.

Extrem kleine Tintentröpfchen
  • Kodacolor Technologie: Besonders fein pigmentierte Tinte in zwei Patronen; eine für schwarze und eine für Farbtinten.

Brother

Brother verwendet Permanentdruckköpfe und Einzeltintentanks. Die extrem kleinen 1,5 Picoliter-Tintentröpfchen und deren genaue Platzierung auf dem Papier sorgen für eine reduzierte Bildkörnigkeit und damit für eine hohe Druckqualität.

  • LC: Farbstofftinte, zum Teil auch schwarze Pigmenttinte. Mit separaten Tintenpatronen.
  • LC Innobella: Wie LC-Serie, jedoch laut Hersteller besonders farbbeständige Tinte, wenn zusammen mit speziellem Innobella-Papier eingesetzt.

Kompatible Patronen

Pelikan Tintenpatronen

Kompatible Tintenpatronen werden von anderen Produzenten als dem eigentlichen Druckerhersteller angeboten. Sie enthalten keine neuen oder recycelten Bestandteile der Originalpatronen, sondern sind komplette Eigenentwicklungen. Um etwaige Patente der Originalhersteller zu umgehen, ist zum Teil der Einbau zusätzlicher Elektronik in die Kartuschen notwendig, was den Preisvorteil der Fremdfabrikate reduzieren kann. Um diesen Nachteil zu umgehen, wird oft mehr Tinte in die Patrone gefüllt, was den Preis dann indirekt wieder attraktiver macht.

Was Farbtreue, Lichtbeständigkeit und Wischfestigkeit angeht, können die kompatiblen Patronen in der Regel nicht ganz mit den Originaltinten mithalten. Auch bei der Fertigungsqualität der Kartuschen muss man im Vergleich zu den Originalen zum Teil leichte Abstriche machen. Dafür sind Einsparmöglichkeiten von bis zu 95% zu verzeichnen. Kompatible Patronen sind die richtige Wahl für all jene, die maximale Ersparnis in Verbindung mit bequemem Handling wollen. Führende Anbieter sind unter anderem Pelikan, Data Becker, Geha, Jet Tec, Compedo, Peach, KMP, Armor und InkTec.


Wiederbefüllte Patronen

Recycling-Patronen

Wiederbefüllte Patronen, auch Refill- oder Recycling-Patronen genannt, sind Originalkartuschen, die von Fremdanbietern aufbereitet und mit eigener Tinte befüllt werden. Da diese Vorgehensweise aufwändiger als die Fertigung kompatibler Patronen ist, ist das Einsparpotential bei wiederbefüllten Patronen im Schnitt etwas geringer: Bis zu 70% sind hier möglich. Insbesondere bei neueren Druckern mit patentgeschützten Kartuschen sind kompatible Nachbauten nicht immer verfügbar, so dass wiederbefüllte Patronen hier die einzige Möglichkeit sind, kostengünstige Fremdtinte einzusetzen, ohne die Kartuschen selber manuell befüllen zu müssen.

Die mechanischen Qualitätsunterschiede können bei Recycling-Patronen relativ groß sein – je nachdem, ob es sich um eine einfach nur wieder aufgefüllte Gebrauchtkartusche, eine aufgearbeitete oder um eine Rebuilt-Patrone handelt, bei der alle beweglichen Teile ausgetauscht wurden. Hier gilt es, die Angebote genau zu vergleichen. Was die Qualität der enthaltenen Tinte angeht, liegen die wiederbefüllten Patronen mit den kompatiblen im Schnitt auf einem ähnlichen Niveau. Einen genaueren Blick riskieren sollten vor allem diejenigen, die einen neueren Drucker besitzen, der mit patentgeschützten Kartuschen ausgestattet ist. Zu den führenden Anbietern zählen unter anderem Pelikan, Peach, iColor, Cartridge World, Compedo, Armor und InkTec.


Nachfülltinte

Tinten-Nachfüllset

Lose Tinte in einzelnen Fläschchen ist zum einen als Spezialtinte für ein bestimmtes Druckermodell, zum anderen als Universaltinte für nahezu sämtliche Drucker erhältlich. Die Spezialtinte ermöglicht naturgemäß etwas bessere Druckergebnisse, die Universaltinte lässt sich im Gegenzug auch mit sehr exotischen bzw. neuen Tintenstrahldruckern einsetzen. Voraussetzung ist in jedem Fall ein Mindestmaß an handwerklichem Geschick, um seine Druckerpatronen manuell wieder mit Tinte zu befüllen. Auch ist peinlichst darauf zu achten, dass entweder Farbstoff- oder Pigmenttinte verwendet wird – je nachdem, für was der vorhandene Druckkopf ausgelegt ist. Ferner sollte man schauen, ob das Nachfüllset das notwendige Zubehör (wie z.B. eine Spritze) bereits enthält. Separat zu erwerben ist normalerweise ein Chip-Resetter, der geleerte Originalkartuschen nach dem Refill gegenüber dem Drucker wieder als „voll“ ausweist.

Die Spezialtinten für ein bestimmtes Druckermodell erreichen in etwa die Druckqualität der fertig konfektionierten Fremdhersteller-Kartuschen, Universaltinten liegen ein Stück darunter. Gegenüber Originaltinte sind Einsparungen von bis zu 95% möglich. Sind auch einfach auszuwechselnde kompatible oder wiederbefüllte Patronen für das eigene Druckermodell erhältlich, wird man diesem – bei ähnlichem Preis – in der Regel den Vorzug vor loser Tinte geben; nicht zuletzt, weil die Patronen normalerweise mit einer Herstellergarantie ausgestattet sind, während man beim selbständigen Befüllen der Originalkartuschen auf eigenes Risiko handelt. Zu den führenden Anbietern von Nachfülltinte zählen unter anderem Compedo, Jet Tec, InkTec und iColor.