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Ratgeber Bettwäsche & Bettlaken

Sie suchen einen neue Bettwäsche und möchten wissen, welches Produkt für Sie das Richtige ist? Finden Sie passende Produkte aus dem Bereich Bettwäshce speziell für Ihre Bedürfnisse ganz leicht mit unserem Ratgeber. Wie gefällt Ihnen unser Ratgeber? Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

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4. Bettwäsche und Bettlaken
So schön können Sie schlafen ...

Der Kurzschläfer springt nach sechs Stunden aus den Federn - der Langschläger rappelt sich mühsam nach neun oder zehn Stunden auf. Aber ganz gleich, ob Kurz- oder Langschläfer: Nacht für Nacht lassen wir Bettwäsche ganz dicht an unseren Körper heran - ein Produkt, um das wir uns kaum Gedanken machen. Dabei finden wir im Bett Ruhe und Schlaf, Entspannung und Erholung. Die Wahl der Bettwäsche spielt eine wichtige Rolle, wie gut wir schlafen. Es ist also an der Zeit, sich ausführlicher zu informieren, was eine gute Bettwäsche ausmacht. Zudem greifen Allergien um sich. Deren Symptome kann man mit einer richtigen Wahl der Bettwäsche, Bettwaren und Matratzen zumindest lindern. Dieser Ratgeber zeigt auf, worauf es beim Bettwäsche- und Bettlakenkauf ankommt.

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4.1 Maße und Ausführungen

Maße und Ausführungen


Nicht nur Farbe und Design müssen bei der Entscheidung für neue Bettwäsche passen - auch das richtige Maß ist entscheidend. Messen Sie sicherheitshalber vor dem Kauf die Größe Ihrer Bettdecken, Kopfkissen und Matratzen nach, damit Bettwäsche und Bettlaken perfekt passen. Die wichtigsten Informationen über Maße und Ausführungen lesen Sie hier.


Bettwäsche

Bettwäsche

Bettwäsche gibt es in vielen verschiedenen Größen. Das in Deutschland gängigste Maß für Bettbezüge ist 135 cm Breite auf 200 cm Länge. Mehr als drei Viertel der verkauften Bettwäsche hat dieses Standardmaß. Rang zwei belegt die Komfortgröße mit 155 cm Breite auf 220 cm Länge. Vor allem bei jüngeren Leuten kommen neuerdings die französischen Bettwäschegrößen wie 200 cm auf 200 cm bis 240 auf 220 cm in Mode. Beim Kopfkissen halten es die Deutschen immer noch gerne quadratisch, und zwar exakt 80 auf 80 cm. Wobei inzwischen die halbe Größe aufkommt, also 40 auf 80 cm. Kuschelkissen gibt es in den Standardmaßen 35 cm auf 40 cm, 40 cm auf 40 cm oder 40 cm auf 60 cm.


Tipp

Bei halben Kopfkissen den Kissenbezug einfach einmal umschlagen.


Bettlaken und Spannbetttücher

Bettlaken und Spannbetttücher

Um das richtige Bettlaken bzw. Spannbetttuch auszuwählen, muss man zunächst einmal die genaue Größe der Matratze wissen. Die gängigste Matratzengröße in Deutschland ist 100 cm auf 200 cm bei Einzelmatratzen und 180 cm auf 200 cm oder 200 cm auf 200 cm bei Doppelbetten. Für große Menschen gibt es 220 cm lange Matratzen. Achten Sie unbedingt auch auf die Dicke Ihrer Matratze. Früher genügte eine Höhe von vielleicht 13 cm für den Schlafkomfort. Heute sind bis zu 25 cm hohe Matratzen keine Seltenheit. Bei Wasser- und den neuen Boxspringbetten sind die Matratzen sogar bis zu 40 cm stark.


Klassische Bettlaken wurden seit der Erfindung des Spannbettuches im Jahre 1977 quasi über Nacht fast ganz vom Markt verdrängt. Kein Wunder! Spannbettlaken haben im Unterschied zu normalen Bettlaken einen Gummizug an den Ecken oder sogar einen Rundum-Gummizug. Das Beziehen der Matratze geht wesentlich schneller, das Spannbettuch sitzt perfekt, passt sich der Matratze genau an und verrutscht nicht. Kaum jemand möchte noch auf sie verzichten.


Tipp

Spannbetttücher mit einem Rundum-Gummizug verrutschen noch wesentlicher weniger als Spannbetttücher mit Gummizügen in den Ecken.


Das Material der Bettlaken und Spannbetttücher sollte sich angenehm auf der Haut anfühlen und saugfähig sein. Auch eine wärmeausgleichende Funktion wird empfohlen. Für den Sommer empfehlen sich Materialien wie Mikrofaser oder Baumwolle, für den Winter beispielsweise Mako-Satin, Biber oder Flanell.


Ausführungen

Bettwäsche erhalten Sie mit Knöpfen oder auch mit Reißverschluss. Die meisten Menschen bevorzugen inzwischen Reißverschlüsse, denn die Vorteile sind vielfältig. Schon das Wechseln der Bettwäsche geht schnell und bequem. Bei Knöpfen hingegen benötigt man viele Handgriffe. Außerdem verschließt der Reißverschluss die Bettdecke bzw. das Kopfkissen komplett und bietet der Füllung keine Möglichkeit, sich ins Freie zu kämpfen.


Bettlaken gibt es auch mit wasserdichter Beschichtung. Sie sind unverzichtbar in Betten kleiner Kinder sowie für Menschen mit Inkontinenz. Das Obermaterial ist hautsympathisch - die Unterseite ist feuchtigkeitsundurchlässig beschichtet.



4.2 Materialien & Webarten

Materialien & Webarten


Von Baumwolle über Polyester bis Leinen - erfahren Sie hier das Wichtigste über die verschiedenen Materialien für Bettwäsche und Bettlaken. Was ist Seersucker-Bettwäsche oder beispielweise Biber? Dies lesen Sie im Kapitel Webarten.


Tipp

Um in kalten und warmen Nächten gleichermaßen gut zu schlafen, sollte hochwertige Bettwäsche drei Dinge können. Erstens sollte sie temperaturausgleichend sein - das heißt im Sommer ein kühles Gefühl auf der Haut hinterlassen und im Winter schnell die Körpertemperatur annehmen und halten. Zweitens sollte sie möglichst viel Feuchtigkeit aufnehmen können, die schnell an die Außenluft abgegeben wird. Und drittens sollte sie atmungsaktiv sein, sodass man in ihr weder schwitzt noch friert. Übrigens: Die Materialstärke (Angabe in g/m2) ist nicht unbedingt ein Hinweis auf die Qualität.


Materialien

Die Bettwäsche der Deutschen ist zu 90 Prozent Baumwollbettwäsche. Der Rest wird aus Polyester und Polyestermischungen hergestellt. Das traditionelle Leinen, von dem das Leintuch seinen Namen hat, ist hierzulande nur noch etwas für Liebhaber.


Alleskönner Baumwolle

Alleskönner Baumwolle

Anders als der Name es andeutet, kommt Baumwolle nicht von einem Baum, sondern ist ein Buschgewächs. Die Samenkapseln sind von feinen weißen Fasern umgeben, die zu Fäden versponnen werden. Dass der größte Anteil der Bettwäsche aus dem Naturprodukt Baumwolle besteht, kommt nicht von ungefähr. Baumwolle ist die ideale Faser für diesen Zweck. Sie nimmt Feuchtigkeit gut auf, ist pflegeleicht und atmungsaktiv.



Ein Wunder an Saugkraft


Wie viel Wasser verlieren Sie im Schlaf? Einen halben Liter vielleicht? Oder mehr? Machen Sie die Probe aufs Exempel und stellen Sie sich vor und nach dem Schlafengehen auf die Waage. Sie werden überrascht sein: In einer Nacht gibt der Körper einen bis zwei Liter Wasser ab! Aber Ihre Baumwollbettwäsche macht einen Spitzenjob. Sie kann große Mengen Feuchtigkeit aufnehmen und fühlt sich dabei weder feucht noch klamm an.


Von Natur aus pflegeleicht


Bei so viel Schweiß ist eines klar: Bettwäsche muss regelmäßig gewaschen werden. Auch hier überzeugt die Baumwolle: Baumwollbettwäsche ist 60-Grad-Wäsche. Zudem kann Baumwolle im Trockner getrocknet werden, was bei Leinen und Polyester nicht immer möglich ist. Und wenn überhaupt gebügelt werden muss, geht das dank einer speziellen Ausrüstung schnell von der Hand. Mehr dazu bei den Pflegetipps .


Mako-Baumwolle


Die feinste Baumwolle kommt traditionell aus Ägypten. Ägyptische Baumwolle ist langstapelig, hat also besonders lange Fasern. Damit lassen sich sehr dünne Fäden spinnen. Ein 100 Meter langer Faden aus ägyptischer Baumwolle wiegt gerade einmal ein Gramm. Nur ägyptische Baumwolle darf ursprünglich den Zusatz "Mako" tragen, wobei heute auch Baumwolle aus anderen Herkunftsregionen eine beachtliche Qualität erreicht. Während Mako-Baumwolle eine Herkunftsbezeichnung ist, werden mit den Begriffen Satin, Brokat, Seersucker, Biber, Damast oder Cretonne verschiedene technische Konstruktionen und Webarten bezeichnet.


Bio-Baumwolle


Bio-Baumwolle hat derzeit noch einen relativ geringen Marktanteil, nur zwei Prozent der Anbauflächen sind "Bio". Bei dieser Ware wird beim Anbau auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichtet. Baumwolle aus konventionellem Anbau ist - ähnlich wie Gemüse und Obst -sehr selten und auch meist nur äußerst gering mit Chemikalien belastet. Falls bei Bettwäsche eine Chemikalienbelastung auftritt, ist diese meist eine Folge des späteren Ausrüstungsprozesses, in dem die Bettwäsche gefärbt und bedruckt wird. Beim Kauf von Bettwäsche, wie übrigens von allen anderen Textilien, sollten Sie auf das Label "OEKO-TEX Standard 100" achten. Damit ist sichergestellt, dass bei der Herstellung nur Veredelungssubstanzen verwendet wurden, die auf keinen Fall schädlich sind. Bettwäsche fällt beim OEKO-TEX Standard 100 in die Produktklasse II der hautnah verwendeten Textilien und hat nach der Babybekleidung die zweitstrengsten Auflagen zu erfüllen.


Bio-Baumwolle


Beim Färben und Bedrucken gibt es mehrere Verfahren. Beispielsweise kann eine Baumwolle mit Pigmenten bedruckt sein, die auf die Baumwolle "aufgeklebt" werden. Dieses Pigmentdruckverfahren macht die Wäsche härter und weniger luftdurchlässig. Wesentlich hochwertiger ist der so genannte Reaktivdruck. Dabei werden die Fasern besonders vorbehandelt. Die Farbstoffe können daher in die Faser einziehen und bleiben dort waschbeständig erhalten. Beispielsweise wird Bettwäsche der Marke fleuresse grundsätzlich im Reaktivdruckverfahren mit hautverträglichen Farbstoffen hergestellt - wiederum eine Voraussetzung für Label "OEKO-TEX® Standard 100". Der Unterschied zwischen dem Pigmentdruckverfahren und dem Reaktivdruckverfahren lässt sich Bettwäsche kaum ansehen, ist aber leicht zu erfühlen. Im Reaktivdruckverfahren hergestellte Bettwäsche ist geschmeidig und fällt glatt, während sich im Pigmentdruckverfahren hergestellte Wäsche der Farbauftrag als Fläche ertasten lässt. Dieser Eindruck verschwindet auch nicht beim Waschen. Neue gestalterische Möglichkeiten bietet im Bettwäschebereich der Digitaldruck. Mit dem Verfahren lässt sich eine nie da gewesene Farbvielfalt in nahezu fotorealistischer Qualität erreichen. Ein Teil der Dessins wird inzwischen digital bedruckt. Die im Digitaldruck eingesetzten Farben sind hautverträglich - der Griff bleibt angenehm weich.



Polyester: Eine Faser macht späte Karriere

Polyester: Eine Faser macht späte Karriere

Bei Polyesterbettwäsche ist das Grundmaterial ein Endlos-Garn, auch Filament genannt. Bei der Herstellung wird erwärmter, zähflüssiger Kunststoff, das Polyester, durch eine Spinndüse gespritzt und der Faden anschließend verwoben. Auf niedrigstem Standard produzierte Polyestergewebe sind kostengünstig. Die Nachteile des synthetischen Materials: Es ist weder atmungsaktiv, noch kann es Feuchtigkeit aufnehmen. Allerdings muss Polyesterbettwäsche nicht gebügelt werden.

Daher war Polyesterware lange Zeit praktisch vom Bettwäschemarkt verschwunden oder nur in allerbilligsten Preislagen zu finden. Inzwischen macht Polyester aber eine zweite Karriere - als Microfaser. Dabei werden besonders feine Filamente aufwendig auf chemischem und mechanischem Weg veredelt und erhalten so eine Textur. Aus Microfasergeweben ist es möglich, Bettwäsche herzustellen, die den Schweiß "abtransportiert" - ähnlich wie bei Funktionskleidung, etwa modernen Sporttrikots. Diese Produkte haben natürlich auch ihren Preis.


Klassisches Leinen

Klassisches Leinen

Die Leinenfaser wird aus den Stengeln der Flachspflanze gewonnen, der chemische Grundstoff ist Zellulose. Im Unterschied zur Baumwolle ist Leinen ein heimisches Gewächs. Daher war Leinen bis ins Mittelalter in Europa die einzige verfügbare pflanzliche Faser. Aber auch noch lange Zeit danach wurde bevorzugt aus Leinen Bettwäsche gefertigt. Daher rührt auch der Begriff Leintuch, der sich mancherorts bis heute gehalten hat, selbst wenn das Bettlaken in den allermeisten Fällen aus Baumwolle besteht.

Die Gewinnung der Leinenfaser ist langwierig und entsprechend teuer. Beim Abernten müssen die Pflanzen mit der Wurzel ausgerissen werden, um die Faser nicht zu schädigen. Dann werden die Pflanzen getrocknet und die Samenkapseln entfernt. Das Stroh muss dann über einen Zeitraum fermentieren, wobei Pilze und Bakterien die Fasern vom umliegenden Material lösen. Danach wird das Stroh getrocknet, damit der Flachs gebrochen werden kann.

Die gewonnene Leinenfaser ist länger und härter als die Baumwollfaser. Leinengewebe ist daher sehr robust und wird als Segeltuch und Leinwand verwendet. Auch bei der Bettwäsche hat Leinen, trotz einer gewissen Härte, positive Materialeigenschaften. Sie kann beispielsweise noch mehr Feuchtigkeit als Baumwolle aufnehmen. Während Bettwäsche aus Leinen in Mitteleuropa ein Schattendasein führt, ist sie in heißen Weltgegenden noch häufiger anzutreffen. Dass Leinen knittert, ist allgemein bekannt.


Webarten

Webarten

Beim Weben der Stoffe werden drei Grundbindungsarten, in denen Kett- und Schussfäden miteinander verflochten werden können, unterschieden. Dies sind die Leinwand-, Köper- und Atlasbindung.

Bei der Leinwandbindung verkreuzen sich Kett- und Schussfäden aufs engste miteinander - in jeder Richtung eins drüber, eins drunter. Es entsteht ein gleichmäßiges, festes Gewebe. Bei der kleinsten Köperbindung kreuzt jeder Faden mindestens zwei Fäden in der Gegenrichtung. Es entsteht ein diagonales Muster. Das Gewebe ist relativ weich. Bei der Atlasbindung kreuzt jeder Faden mindestens vier Fäden in der

Gegenrichtung. Es entsteht ein unterschiedliches Warenbild auf der Vorder- und Rückseite des Stoffes.

So entstehen die unterschiedlichsten Stoffarten, wie zum Beispiel:


Damast


Damast

Stoffe aus Baumwolle und Mischungen für Bettwäsche mit großflächiger, bildhafter Jacquardmusterung, die durch den figurenmäßigen Wechsel von Kett- und Schussatlas entsteht. Auch mit Leinen, Seide und Kunstseide üblich.


Batist


Batist

Feinstes Grundgewebe in Tuch- oder Leinwandbindung mit runder Einstellung in Kette und Schuss, also mit gleicher Fadenzahl. Fertigung aus Baumwolle, Leinen oder Synthetics.


Brokat


Brokat

Dies sind glanzreiche, großzügig webgemusterte Jacquardstoffe mit wertvollem Warenbild - früher aus Seide und häufig mit Glanzmaterial durchsetzte. Für Bettwäsche wählt man auch gewebte Jacquards mit mehr als 40 Fäden in Kette und Schuss pro cm2. Der Name Brokat stammt aus dem Italienischen und bedeutet soviel wie "bestickt".


Satin


Satin

Diese Stoffe werden grundsätzlich in Atlasbindung gefertigt (Kett- oder Schusssatin). Als Rohstoffe können Materialien eingesetzt werden, die von sich aus bereits glänzen. Beispiele dafür sind Viskose und Seide. Möglich sind aber auch Gewebe aus Baumwolle oder Leinen, die durch die Ausrüstung (Mercerisieren, Kalandern) glänzend gemacht wurden.


Buntgewebe


Buntgewebe

Die Musterung erfolgt durch farbige Kett- und Schussfäden. Man unterscheidet zwischen Schaft- und Jacquardgeweben, wobei ein Schaftgewebe weniger aufwendig in der Konstruktion ist und einfachere Grundbindungen als Jacquardgewebe hat.


Jersey


Jersey

Bei Jersey handelt es sich nicht um ein Gewebe, welches durch Weben auf dem Webstuhl hergestellt wird, sondern um gestrickte Maschenware. Ein Single-Jersey ist eine glatte Maschenware, die auf Maschinen mit nur einer Nadelreihe hergestellt wird. So weist die eine Warenseite nur rechte, die andere nur linke Maschen auf. Interlock ist die Bezeichnung für doppelflächige (zweifache) Maschenware, so dass beide Warenseiten gleich aussehen, also nur rechte Maschenseiten aufweisen.


Biber / Flanell


Biber / Flanell

Biber ist ein Baumwollgewebe in Leinwandbindung, Flanell in Köperbindung, welche mit voluminösem Schussgarn hergestellt werden. Das Gewebe ist beidseitig so angerauht, dass eine flauschige, dicht geschlossene Faserdecke (Rauhflor) mit weichem Griff entsteht.


Seersucker


Seersucker

Seersucker ist die Bezeichnung für Baumwoll- oder Baumwollmischgewebe mit gekrepptem, borkigem Streifeneffekt. Charakteristisch ist die leicht wellige Streifenoberfläche. Beim echten Seersucker wird der Reliefcharakter durch unterschiedliche Kettspannung (straff und lose gespannte Kettfäden) erzielt. Dieser Effekt kann ebenso durch gemeinsame Verarbeitung von stark und wenig schrumpfenden Garnen, wie auch durch Aufdruck von faserquellenden Substanzen oder Prägung erreicht werden.



4.3 Wissenswertes

Wissenswertes


Pflegetipps

Damit Sie lange Zeit Freude an Ihrer Bettäsche haben, ist die richtige Pflege ganz wichtig. Berücksichtigen Sie einfach diese Pflegetipps:
Weiße Bettwäsche-Artikel sind meistens bis 90 Grad waschbar. Farbige Bettwäsche und Betttücher geben Sie bitte immer in die 60-Grad-Wäsche. Besonders wichtig ist das beim ersten Waschen. Erst das Waschen bei dieser Temperatur fixiert die beim Bedrucken verwendeten Färbestoffe auf der Wäsche. Ganz entscheidend für die Haltbarkeit Ihrer Bettwäsche ist, dass auch Ihr Tumbler oder Trockner nicht heißer wird als 60 Grad. Bei zu hohen Temperaturen kann sich das Gewebe zusammenziehen. Übrigens: Ein Trockner strapaziert jedes Wäschestück deutlich mehr als das Trocknen auf der Leine. Außerdem ist Sonnenenergie kostenlos und umweltfreundlich!
Bettwäsche, die im Reaktiv- oder Digitaldruckverfahren bedruckt wurde, ist farbecht. Damit die Farbbrillanz erhalten bleibt, sollten Sie bei gefärbter und bedruckter Bettwäsche auf Waschmittel mit optischen Aufhellern und auf Bleichmittel verzichten.
Bettwäsche geben Sie bitte linksseitig mit geschlossenem Reißverschluss in die Maschine.Beim Bügeln stellen Sie Ihr Bügeleisen bitte auf Mangeln bei hohen Temperaturen und hohem Druck kann die Reißverschlüsse beschädigen.
Genauere Pflegehinweise für die einzelnen Qualitäten entnehmen Sie bitte den Informationen auf den Verpackungen.



OEKO-TEX Standard 100

OEKO-TEX Standard 100

Der OEKO-TEX Standard 100 ist ein unabhängiges Prüf- und Zertifizierungssystem für textile Roh-, Zwischen- und Endprodukte aller Verarbeitungsstufen. Beispiele für zertifizierbare Artikel: rohe und gefärbte/veredelte Garne, rohe und gefärbte/veredelte Gewebe und Gestricke, konfektionierte Artikel (Bekleidung aller Art, Heim- und Haustextilien, Bettwäsche, Frottierwaren, textile Spielwaren u.v.m.)


Die Schadstoffprüfungen umfassen:


Schadstoffprüfung


Labortests und Produktklassen


Die OEKO-TEX® Schadstoffprüfungen orientieren sich immer am tatsächlichen Gebrauch des Textils. Je intensiver der Hautkontakt eines Produkts, desto strengere humanökologische Anforderungen muss es erfüllen.


Entsprechend werden vier Produktklassen unterschieden:


Produktklassen


Zertifizierung


Voraussetzung für die Zertifizierung textiler Produkte nach OEKO-TEX® Standard 100 ist, dass sämtliche Bestandteile eines Artikels ausnahmslos den geforderten Kriterien entsprechen - neben dem Oberstoff also beispielsweise auch die Nähgarne, Einlagen, Drucke etc. sowie nicht-textiles Zubehör wie Knöpfe, Reißverschlüsse, Nieten usw.
Weitere Informationen zum OEKO-TEX Standard 100 finden Sie auf der Internetseite der Internationalen Gemeinschaft für Forschung und Prüfung auf dem Gebiet der Textilökologie (OEKO-TEX) .



4.4 Fragen & Antworten

Ich möchte meine Bettwäsche nicht bügeln. Welche Stoffarten kommen für mich in Frage?

Wählen Sie Seersucker-Bettwäsche - diese ist immer bügelfrei. Aber auch Jersey-, Baumwoll-Satin-, Satin- Microfaser- oder Biber-Flanell- finden Sie in bügelfreier bzw. bügelarmer Qualität. Genauere Angaben hierzu finden Sie in den jeweiligen Produktbeschreibungen.


Welche Bettwäsche kühlt im Sommer angenehm?

Für den Sommer empfiehlt sich Mako-Satin Bettwäsche. Sie wirkt angenehm kühl auf der Haut. Hochwertige Baumwoll-Bettwäsche hat übrigens hervorragende Klimaeigenschaften und fühlt sich für viele Menschen bei jeder Temperatur gut an.


Was genau ist denn Microfaser?

Microfaser besteht zu 100% aus Polyester und ist unwahrscheinlich weich und kuschelig. Sie sorgt für angenehme Wärme und ist eher eine Bettwäsche für den Winter bzw. für Menschen, die schnell frieren. Sie isoliert hervorragend und leitet gleichzeitig Schweiß nach außen. Ein weiterer Pluspunkt, auch für Allergiker: sie ist für Hausstaubmilben undurchlässig. Microfaser-Bettwäsche ist sehr pflegeleicht, trocknet rasch und ist absolut knitterfrei.


Was muss ich beim Waschen von Bettwäsche beachten?

Weiße Bettwäsche-Artikel sind meistens bis 90 Grad waschbar. Farbige Bettwäsche und Betttücher geben Sie bitte immer in die 60-Grad-Wäsche, um Krankheitserreger abzutöten. Drehen Sie die einzelnen Teile auf links und schließen Sie den Reißverschluss oder die Knöpfe, damit nichts ineinander rutscht. Bettwäsche sollte mit leichter Restfeuchte aus dem Trockner oder von der Leine genommen werden; das erleichtert das Bügel ungemein.



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