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Amazon Ratgeber PC-Komponenten: Prozessoren

Alles rund um Mainboards, Prozessoren, Grafikkarten, PC-Gehäuse und Netzteile - erfahren Sie hier alles wichtige rund um das Thema Komponenten. Wie gefällt Ihnen unser Ratgeber? Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

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2. Prozessoren

Vor wenigen Jahren war die Wahl des Prozessors recht einfach: Mehr GHz hieß mehr Power. Spätestens seit Einführung der Mehrkernprozessoren lässt sich die Auswahl nach dem passenden Prozessor nicht mehr so einfach treffen.
Im Folgenden finden Sie typische Auswahlkriterien für die beiden häufigsten Anwendungsfälle beim Kauf von CPUs (Central Processing Unit): Das Aufrüsten eines älteren Systems mit einem leistungsfähigeren Prozessor und die Zusammenstellung eines PCs, den Sie selbst zusammen stellen möchten.
Die beiden Hersteller AMD und Intel teilen sich im Wesentlichen den Markt für Prozessoren. Allein die Beschäftigung mit dem Portfolio dieser beiden Hersteller erfordert jede Menge Fachwissen, Geduld und Zeit. Ein Blick in Userforen bekannter Computerseiten im Netz macht deutlich: Die große Vielfalt von Architekturen, Generationen, Modellen und Baureihen erschwert einen schnellen Überblick für diejenigen Anwender, die „einfach nur einen passenden Prozessor suchen“ – kaum ist die Frage nach dem „derzeit besten Prozessor für xy“ gepostet, legen die Hersteller schon mit neuen CPUs nach.
Der folgende Überblick soll abseits tagesaktueller Benchmarks und immer neuen Modellen Kriterien aufzeigen, die Ihnen dabei helfen, Leistung und Funktionen von PC-CPUs herstellerneutral einordnen zu können.


2.1 Wie Topf und Deckel: CPU und Sockel

CPU und Sockel


Wenn Sie Ihr bestehendes System aufrüsten wollen, sind Sie durch die verwendete Hardware in der Auswahl der passenden CPU beschränkt. Insbesondere Mainboard und Prozessor bilden eine feste Einheit, nicht jede CPU passt auf jedes Board. Der verwendete Sockel des Mainboards entscheidet darüber, welche CPU Baureihe auf das Board passt. Neben unterschiedlichen Baureihen für AMD und Intel-CPUs unterstützen Mainboards unterschiedliche Speichertypen und zugehörigen Speichertakt. Ein Blick auf die technischen Spezifikationen bewahrt Sie vor Fehlkäufen.

Welche Prozessortypen Ihr Board unterstützt, finden Sie im Handbuch oder auf den zugehörigen Herstellerseiten. Sind Ihre Möglichkeiten durch das Board stark eingeschränkt, so dass ein CPU Wechsel nur wenig Mehrleistung verspricht, ist ein Wechsel des Mainboards plus zugehöriger CPU empfehlenswerter.


2.2 Wahlfreiheit für den Eigenbau – oder wenn Sie Ihr System neu anschaffen

Setzen Sie ein komplett neues System auf, können Sie unter sämtlich verfügbaren CPU’s Ihr Wunschmodell frei auswählen. Selbst wenn Sie nicht vorhaben einen PC der Marke Eigenbau zusammen zu stellen, können Sie auch bei der Neuanschaffung eines Fertigrechners anhand der verwendeten CPU auf die zu erwartende Leistung schließen und mit Ihren Anforderungen vergleichen.
Stichwort Anforderungen: In jedem Fall ist es ratsam, wenn Sie sich vor dem Kauf Zeit nehmen und notieren, was Sie benötigen. Das sind zum Beispiel: Art und Anzahl der Anschlüsse für das Board, verwendete Programme, bevorzugter oder vorhandener Speichertyp, vorhandene Hardware, die Sie weiterbenutzen wollen etc.
Ein vorher festgelegtes Budget hilft Ihnen, aus den verfügbaren Modellen nicht das Non Plus Ultra zu wählen, sondern ein System zu finden, das genau zu Ihren Anforderungen passt. Arbeiten Sie mit Standardprogrammen, benötigen Sie zum Beispiel Overclocking- und Turbotechnologie nicht - Kriterien, die allerdings bei Ultra-Gamern oft kaufentscheidend sind.
Mit diesen beiden Vorbereitungen können Sie sich gezielter informieren und verlieren auch bei ausschweifenden Produktbeschreibungen nicht den Überblick.


2.3 Wieviel Kerne für welchen Zweck?

Wieviel Kerne für welchen Zweck?


Ein erster wichtiger Anhaltspunkt für die Wahl des richtigen Prozessors ist die Anzahl der Kerne. Grundsätzlich wird für heutige Anwendungen empfohlen, einen Prozessor mit mindestens 2 Kernen zu verwenden.


Single Core Prozessoren

Single Core Prozessoren sind zwar ausreichend für Büroarbeiten und Internetanwendungen, kommen aber schnell an ihre Grenzen. Die Folge: Wartezeiten, die Sie am Weiterarbeiten hindern und Fenster, die Sie schließen müssen, damit es flüssig weitergeht.

Die meisten Anwender nutzen mehrere Anwendungen gleichzeitig. Auch beim Surfen im Internet sind in der Regel mehrere Browsertabs geöffnet. Plus Virenscanner und geöffnetem Messanger geht das an die Leistungsreserven schwächerer Prozessoren. Mit einem Single Core Prozessor funktioniert das zwar, allerdings ist die CPU schnell ausgelastet – ein schleppender Programmwechsel und selbst das Öffnen neuer Browserfenster können die Arbeit am Rechner zur Geduldsprobe machen.


Dual Core Prozessoren

Demzufolge werden für zeitgemäße PC-Nutzung in Fachmedien mindestens Dual Core Prozessoren empfohlen. Diese reichen aus, um ohne Wartezeiten verschiedene Programme gleichzeitig zu betreiben und mit mehreren offenen Internetseiten gleichzeitig zu arbeiten. Wer also Virenscanner, Office Programme, einfache Multimedia-Anwendungen und Messanger benutzt und viel im Internet surft, ist mit einem Dual Core Prozessor gut beraten.

In Bewertungen zu Prozessoren fassen viele Nutzer ihr freudiges Erlebnis nach einem Prozessorupgrade von Single zu Dual Core zusammen: „Wow! Ich kann es nicht glauben. Wie konnte ich nur so viel Zeit mit Warten verbringen?“


Quad Core Prozessoren

Gehören Sie zu den anspruchsvolleren Nutzern kommt ein 4-Kern-Prozessor in Betracht. Diese bringen Schub und Performance für das gleichzeitige Arbeiten mit mehreren Programmen, auch wenn die Anwendungen selbst vier Kerne gar nicht nutzen können.

Typische Anwendungen für Quad Core CPUs sind Renderingprozesse bei Grafik-, Video- und 3D-Programmen. Auch Audiobearbeitungsprogramme und Spiele, sofern sie dafür ausgelegt sind, profitieren von der 4-Kernleistung. Spielefans setzen dabei zusätzlich auf eine leistungsfähige Grafikkarte.


Six und 8 Core Prozessoren

Six und 8 Core Prozessoren

Mit mehr als Quad Core Technologie kommen Sie in den Bereich der Spezialanwender und in den Ultra-Gaming-Bereich. Über die Wahl des richtigen Prozessortyps entscheiden in diesen Fällen Benchmarks für ausgewählte Programme und bevorzugte Spiele. Diese findet man auf Herstellerseiten, Foren und Fachmedien. Für den Normalanwender sind solche CPUs allerdings momentan noch überdimensioniert. Zusätzlich verbrauchen die High-End-Prozessoren trotz verbesserter Energieeffizienz mehr Strom, werden heißer und müssen stärker gekühlt werden.

Während Quad Core CPUs bereits fester Bestandteil auf dem PC-Markt sind, werden in fertigen Systemen seltener 6- oder 8-Kern-Prozessoren verbaut. Zu wenige Programme können die sechs oder mehr Kerne auslasten.

Wer sich für teurere High-End-Prozessoren entscheidet benötigt auch die passende Umgebung mit weiteren Komponenten, die auf höchste Performance ausgelegt sind um die potentielle Leistung auch zu nutzen. High-End-Systeme sind im Durchschnitt 3 bis 5mal so teuer wie Mittelklassegeräte - wer von allem nur das Beste wählt, kommt auch schnell darüber.


Server und Workstation CPUs

Prozessoren für Server und Workstations haben neben der hohen Leistung noch weitere Anforderungen zu erfüllen. Diese liegen hauptsächlich im Bereich Performance, Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit. Bei Intel heißen diese CPUs „Xeon“, AMD kennzeichnet die Reihe für den Businessbereich und professionellen Einsatz mit „Opteron“ CPUs. Für den Consumermarkt spielen die Spezialchips kaum eine Rolle.



2.4 Allgemeine Leistungskriterien von CPU’s

Bei vergangenen Prozessorgenerationen kam es hauptsächlich auf die Geschwindigkeit in Gigahertz (GHz) an. Wie bei Digitalkameras die Angabe von Megapixeln ist auch die Prozessorgeschwindigkeit in GHz keine verlässliche Größe für die Gesamtleistung heutiger Systeme. Diese sind auf das komplexe Zusammenspiel von CPU, Arbeitsspeicher und Chipsatztechnologie ausgerichtet.
Die wesentlichen Vergleichsmerkmale zur schnellen Leistungseinschätzung von Prozessoren sind Taktfrequenz, Datenrate sowie Art und Anzahl der Prozessorkerne. Die Breite des Datenbusses ist z.B. dafür verantwortlich wie viele Byte gleichzeitig transportiert und von der CPU verarbeitet werden können. Gängige Werte sind 8, 16, 32, 64 und mehr Bit.
Leistungsfähige Prozessoren sollten mindestens 32Bit aufweisen, wer 64Bit Systeme nutzen möchte, benötigt eine 64Bit CPU.


Habe ich einen 32Bit oder 64Bit Prozessor?

32Bit oder 64Bit Prozessor?


Diese Frage wird relevant, wenn Sie überlegen auf ein 64Bit System wie z.B. Windows7 oder 8 zu wechseln. Das brauchen Sie z.B. wenn Sie mehr als 4GB RAM nutzen möchten.

Tipp

In der Systeminformation finden Sie Angaben zu Ihrer CPU. Bei AMD Prozessoren wird die Bit Rate angezeigt. Bei Intel findet sich die bloße Bezeichnung mit der Ghz-Anzahl, ohne weitere Angaben. Diese finden Sie auf der Intel-Homepage indem Sie die Bezeichnung eingeben.


Prozessortakt

Wenn Sie sich jemals mit Rechnern beschäftigt haben, dann kennen Sie diesen Wert in Gigahertz. 1GHz bedeutet dabei die Verarbeitung von 1 Milliarde Zyklen pro Sekunde.
Obwohl der Prozessortakt eine Beurteilungsgröße für die allgemeine Geschwindigkeit darstellt, garantieren höhere Taktzahlen mittlerweile nicht mehr automatisch ein leistungsfähigeres System.
Stark verallgemeinert kann man sagen, je weniger Kerne der Prozessor hat, desto höher sollte die Taktfrequenz sein. Das gilt insbesondere für Single Core Prozessoren. Es erklärt auch, weshalb bis zur Marktreife der Mehrkernprozessoren der Prozessortakt die wichtigste Größe für die Geschwindigkeit der Rechner war.
Angenommen Sie stehen vor folgender Auswahl: Einem Quad Core Prozessor mit 4x2Ghz oder einem Dual Core Prozessor mit 2x2,3 Ghz. Theoretisch kann der Quad Core 8 Milliarden Zyklen verarbeiten, der Dual Core zusammengerechnet nur 4,6 Milliarden. Theoretisch ist der 2-Kern-Prozessor damit weit abgeschlagen. In der Praxis sieht das je nach Anwendungsfall anders aus.
Ältere Programmen können meist nur einen Kern nutzen und in diesem Fall liegt die Dual Core CPU vorne, da der Prozessortakt um 300MHz schneller ist. Nutzen Sie vier solcher Programme gleichzeitig ergibt dasselbe Szenario eine andere Bilanz. Jetzt kann die Leistung des 4-Kern-Prozessors die Programmanforderungen schneller abarbeiten. Das ist auch der Grund, weshalb ein Dual Core System gegenüber Single Core CPUs Vorteile bringt.
Rechenintensive Programme in aktuellen Versionen können mehr als zwei Kerne adressieren, hier erreichen Sie mit dem Quad Core trotz geringerem Arbeitstakt eine bessere Performance.
Eine allgemein empfohlene Mindestgröße für den CPU-Takt liegt bei 2GHz. Das reicht für Office Anwendungen und Internetanwendungen. Wenn der Rechner auch spieletauglich sein soll, sollte der Prozessor mindestens 2,5GHz mitbringen.


CPUs mit Turbofunktionalität

32Bit oder 64Bit Prozessor?


Mit intelligentem Energiemanagement können aktuelle Prozessoren ihre Leistung den Anforderungen anpassen. Durch dynamisches Übertakten können so bildlich gesehen auch vereinzelte Schwerlasttransporter flüssig und ohne Stau über die Datenautobahn gelenkt werden.

Intel Prozessoren mit Turbo Boost können die Leistung einzelner Kerne durch eine Taktfrequenzerhöhung temporär erhöhen. Diese Zusatzleistung nutzt den Vorteil, dass bei inaktiven Kernen die Gesamttemperatur niedriger ist als bei gleichmäßiger Auslastung aller Kerne. Die überschüssige Kühlleistung kann somit genutzt werden um partiell größere Temperaturen zu kühlen. Das wiederum ermöglicht es einzelnen Kernen auf eine höhere Taktzahl zu schalten, bei der mehr Hitze entsteht als im regulären Auslastungsbetrieb, wenn alle Kerne gefordert sind.

Auch AMD hat eine Turbotechnologie, allerdings werden bei einem Quad Core Prozessor immer zwei und bei einem Six Core Prozessor immer drei Kerne hochgetaktet.


Cache – Turbospeicher für häufige Befehle

Der Cache ist ein spezieller, sehr schneller Zwischenspeicher, der zwischen dem Arbeitsspeicher und Prozessor liegt. Statt jeden Befehl einzeln aufzurufen, werden ganze Befehls- bzw. Datenblöcke in den Cache geladen. Je größer der Cache, desto schneller kann der Prozessor Programmbefehle ohne Wartezeiten ausführen.


L1-Cache


Im L1 Cache landen die am häufigsten benutzten Daten und Befehle. Die Größe beträgt je nach Prozessortyp 16kiB bis 384KiB pro Kern für Intel CPUs und bis 1MiB für AMD CPUs.


L2-Cache


Der L2 Cache dient als weiterer Zwischenspeicher der RAM Daten. Er ist mit 128kiB bis 12MiB größer als der L1. Besitzt der Prozessor keinen L3 Cache, fällt der L2 größer aus und umgekehrt.

Tipp

Bei der Wahl zwischen höherer Taktzahl oder größerem L2-Cache gilt: Ein höherer Takt sorgt für schnelleres Arbeiten von leistungshungrigen Einzelprogrammen. Der größere Cache beschleunigt dagegen das Arbeiten mit mehreren Programmen.
Für den normalen PC-Gebrauch empfiehlt sich daher ein Blick auf die Werte beim L2-Cache.


L3-Cache


Dieser ist im eigentlichen Sinne kein Cachespeicher. Der L3 ermöglicht den kohärenten Austausch von Protokollen zwischen den einzelnen Kernen der Multicore CPUs. Der Datenaustausch der Einzelkerne wird dadurch vereinfacht und schneller. Die Größe des L3 Cache liegt zwischen 4MiB und 12MiB.
Während für anspruchsvolle Programme und Ultra-Gaming Bereich solche Überlegungen durchaus ein paar Prozent mehr bringen, dürfte eine Optimierung nach Cachegrößen für den Normalanwender derzeit kaum wahrnehmbare Effekte bringen.



2.5 Tipps für das Aufrüsten

Tipps für das Aufrüsten


Der Zusammenbau komplett eigener Systeme ist für Laien nicht uneingeschränkt zu empfehlen, es sei denn Sie suchen das ideale System nach eigenen Vorstellungen und scheuen auch vor intensiven Recherchen nicht zurück, gerade was den Einbau und die Leistungsabstimmung betrifft.

Versierten Anwendern dagegen bleibt oft nichts anderes übrig, da es ihr Traumsystem fertig nicht zu kaufen gibt, sei es nun im Bereich Case Modding oder bei der Zusammenstellung der Einzelkomponenten selbst.

Gerade der CPU-Austausch ist aufgrund des Zusammenspiels der Elektronik keine triviale Angelegenheit. Beim CPU-Einbau empfehlen sich daher Aufrüstkits, mindestens aus Prozessor und Kühler.

Wenn Sie Festplatte, Laufwerke und Gehäuse behalten und weiternutzen möchten empfehlen sich fertige Aufrüstkits aus CPU, Kühler, Mainboard und Speicher. Damit gehen Sie sicher, dass alle Komponenten miteinander harmonieren.

Haben Sie leistungshungrige Komponenten verbaut wie einen High-End-Prozessor und eine neue Grafikkarte benötigen Sie außerdem mit hoher Wahrscheinlichkeit ein neues Netzteil und evtl. zusätzliche Gehäuselüfter.



2.6 Der richtige Prozessor in 10 Schritten

Der richtige Prozessor in 10 Schritten



1. Anforderungen notieren

Schreiben Sie eine Liste der von Ihnen hauptsächlich verwendeten Programme und Anwendungen. Wie viele Programme nutzen Sie gleichzeitig? Wie hoch ist der Anteil an Multimedia-Anwendungen? Für einen Rechner, mit dem Sie Ihre Buchhaltung erledigen, hauptsächlich Office-Anwendungen nutzen und im Internet surfen ist ein Dual Core Prozessor ausreichend. Der Austausch von Single zu Dual Core bringt Ihnen den nötigen Performanceschub.
Wollen Sie aktuelle Spiele am PC spielen, und dient der PC als Mediazentrale können Sie auf vier Kerne aufrüsten.


2. Budget festlegen

Ohne festgelegtes Budget greift man oft zu teureren Komponenten, als eigentlich benötigt werden. Ein Rahmenbudget hilft Ihnen, einen vernünftigen Mix aus Leistung und Preis für CPU und weitere Einzelkomponenten zu finden.


3. Mainboard vorhanden?

Mit vorhandenem Mainboard entscheidet der Sockel über die in Frage kommenden CPUs und die maximale Taktfrequenz. Soll das System schnell sein benötigen Sie eine CPU, die hohen RAM Takt verwalten kann.


4. Arbeiten Sie mit Spezialprogrammen?

Die Arbeit mit Photoshop, Rendering-Programmen oder anderen datenintensiven Anwendungen ist ein grundlegendes Kriterium beim Prozessorkauf. Auf Herstellerseiten, Foren und Fachmedien werden regelmäßig CPU Tests veröffentlicht, bei denen einzelne Modelle auf ihre Performance getestet und verglichen werden. Grundsätzlich sind für diesen Bereich CPU-Modelle mit mehr als zwei Kernen empfehlenswert.


5. Wie wichtig ist die Geräuschentwicklung?

Suchen Sie einen Prozessor für einen Wohnzimmer-PC und möchten HD-Filme aufnehmen und wiedergeben? Solche Rechner sollten möglichst geräuschlos arbeiten. Prozessoren mit hoher Leistungsaufnahme und Taktrate oder Zusatzfunktionen wie Turbo-Technologie benötigen eine stärkere Lüftung. CPUs mit geringerer Leistungsaufnahme und weniger GHz sind allgemein leiser im Betrieb.

Achtung

Achten Sie zusätzlich auf gute Prozessorkühlung. Verwenden Sie Silent Lüfter, Laufwerke mit niedrigen Sone-Werten und informieren Sie sich zu passivgekühlten weiteren Komponenten.


6. System schlägt Einzelkomponente

Nicht nur der Prozessor entscheidet darüber wie schnell und leistungsfähig der Rechner ist. Ein High-End Prozessor in Kombination mit Mittelklasse-Komponenten wie Speicher oder schwacher Grafikkarte ist überdimensioniert und kann seine potentielle Leistung nicht ausspielen.


7. Wieviel bringt ein Prozessorupgrade für Ihr vorhandenes System?

Keine Frage, mit einem leistungsstärkeren Prozessor können Sie Ihren Rechner beschleunigen. Je nachdem wie alt Ihr System ist, sind dem Performancegewinn jedoch Grenzen gesetzt. Ausschlaggebend ist vor allem Ihr verwendetes Board. Wieviel machbar ist, verrät der verwendete Sockel und ein Blick ins Handbuch des Mainboards. Eine preisgünstige Alternative ist es oft, Mainboard und CPU auszutauschen. So können Sie einen kompletten Generationswechsel vornehmen und von der Entwicklung zu leistungsfähigeren und stromsparenderen CPUs profitieren.


8. Benötigen Sie mehr als 4GB RAM?

Diese können Sie nur mit einem 64Bit System adressieren, z.B ab Windows7. Haben Sie einen 32Bit Prozessor, dann ist ein Wechsel auf eine 64Bit CPU und ein entsprechendes Mainboard notwendig.


9. Wie mobil möchten Sie sein?

Mehr Leistung, mehr Stromverbrauch. Das gilt auch für die grundsätzlich energieoptimierten Notebook CPUs. Wenn Ihr Notebook als Desktopersatz hauptsächlich zu Hause steht, ist eine lange Akkuleistung nicht ausschlaggebend. Nutzen Sie den Rechner regelmäßig unterwegs, dann ist ein Kompromiss aus Leistung und Stromverbrauch die bessere Wahl.

Achtung

Achten Sie auf energieeffiziente Prozessoren und weitere Komponenten, die viel Strom benötigen wie z.B. die Grafikkarte. Diese verringern die Akkulaufzeit. Kaufen Sie nur, was Sie auch wirklich benötigen. Das bringt mehr Akkuleistung, weniger Gewicht und schont den Geldbeutel.


10. Wie lange soll Ihr System halten?

Ein kurzer Blick auf die Prozessorentwicklung der letzten Jahre macht deutlich, dass es für PC-Anwender kaum möglich ist, länger als zwei bis drei Jahre mit einem „aktuellen“ System zu arbeiten. Dies kann ein Nachteil aber auch ein Vorteil für Anwender sein. Mit Vorserien oder dem zweitbesten Modell eines Herstellers können Sie Top Leistung zum günstigen Preis bekommen.
Wenn es also nicht zwingend das High-End-Modell sein muss, können Sie beim Kauf von Komponenten wie CPU & Co richtig viel Geld sparen. Selbstverständlich können Sie auf einem gut ausgewählten System mehrere Jahre arbeiten – die rasante Entwicklung von Hard- und Software wird allerdings fortschreiten und Neuanschaffungen für Anwender regelmäßig notwendig machen. Können Sie auf allerneueste Technologie verzichten, bleibt Ihnen dieses Budget, um Ihr System zukünftig an entscheidende Neuerungen bei Hard- oder Software anzupassen.




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Quellennachweise: NVIDIA Gmbh, amazon.de, shutterstock.com, fotolia.de, istockpictures.com



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