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Amazon Ratgeber Arbeitsspeicher

Alles rund um Arbeitspeicher - welches Modul ist das richtige und wie wird es eingebaut? Wie gefällt Ihnen unser Ratgeber? Wir freuen uns auf Ihr Feedback.


Wie finde ich den richtigen Arbeitsspeicher für mein System?

Sie haben eine neue Software erworben oder wollen auf ein aktuelles Betriebssystem wechseln. Haben Sie einen PC oder Notebook einer älteren Generation, kann die eingesetzte Hardware schnell an Ihre Grenzen kommen. Das merken Sie, wenn die Ausführung von Programmbefehlen spürbar lange dauert, oder wenn Sie mehrere Programme laufen lassen wollen und diese nicht in angemessener Arbeitsgeschwindigkeit laufen. Es kommt zu Aussetzern, Wartezeiten und das Arbeiten am PC will nicht so recht flüssig laufen. Statt der Anschaffung eines neuen Rechners reicht in vielen Fällen die Aufrüstung des Arbeitsspeichers aus. Günstige Speicherpreise machen diese Lösung interessant für alle, die mit wenig Budget mehr Leistung aus Ihrem System herausholen wollen.

Für welche Anforderungen das Aufrüsten mit mehr Speicher sinnvoll ist, worauf Sie achten müssen und wie Sie den neuen Speicher einbauen, haben wir Ihnen in der vorliegenden Kaufberatung Arbeitsspeicher zusammen gestellt.


Wieviel Speicher für welche Anwendung?

Arbeitsspeicher, der sog. RAM (Random-Access Memory), ist das besonders schnelle Kurzzeitgedächtnis des Rechners. Vereinfacht gesagt besteht seine Hauptaufgabe darin, Daten zu speichern, die während der Arbeit am Rechner anfallen. Ist zu wenig Arbeitsspeicher für anfallende Aufgaben vorhanden, werden die Daten auf der Festplatte zwischengespeichert. Festplatten arbeiten erheblich langsamer als RAM und das System insgesamt wird ausgebremst.


Arbeitsspeicher für 32 Bit versus 64 Bit Systeme

Arbeiten Sie mit einem älteren 32-Bit-Betriebssystem wie Windows XP, reicht für die meisten Anwendungen 512MB bis 1GB RAM Speicher als Mindestkonfiguration. Windows Vista ist da schon anspruchsvoller und arbeitet flüssig ab 1GB. Wollen Sie auf Windows7 mit 64 Bit wechseln, sollten es besser 2GB RAM sein. Für Windows 8 gelten für den Arbeitsspeicher dieselben Werte wie in der Vorgängerversion Windows 7: Für die 32 Bit Version benötigen Sie mindestens 1GB RAM, für die 64 Bit Version 2GB RAM.

Bei Apple Geräten ist der Mindestspeicher für das Betriebssystem ebenfalls von der Version abhängig: Versionen bis 2007 lassen sich mit RAM bis zu 512MB noch flüssig betreiben. Für Leopard (Mac OS X 10.5) sollten es mindestens 512MB sein, für das komfortable Arbeiten werden 1GB empfohlen. Ab der Version Mac OS X 10.6 Snow Leopard liegt die Mindestanforderung bei 1GB, bei den Versionen Lion und Mountain Lion sind es bereits 2GB. Aber nicht nur das Betriebssystem greift auf den Arbeitsspeicher zu, sondern auch jede Software. Besonders speicherintensiv sind Programme zur Bildbearbeitung. Wenn Sie Fotos oder Videos bearbeiten, fallen im Vergleich zu Office Anwendungen deutlich mehr speicherintensive Rechenschritte an. Grundsätzlich ist mehr Arbeitsspeicher immer besser als weniger. Wenn Sie Speicher aufrüsten wollen, können Sie bei den sehr günstigen Speicherpreisen beherzt klotzen statt kleckern. Schließlich wollen Sie nicht bei jeder neuen Anforderung nachrüsten.


Einschränkungen bei 32-Bit Systemen – bei 4GB ist Schluss

Eine wichtige Einschränkung gibt es dabei jedoch: Wenn Sie auf einem 32-Bit Windows System arbeiten, können Sie maximal 4GB, effektiv sogar nur 3,25 GB nutzen. Erst mit den aktuellen 64-Bit Systemen kann mehr Speicher adressiert werden. Für den Privatbereich sind je nach Anwendungsbereichen und eingesetzter Software Speichergrößen von 4 bis 32GB möglich. Die Starter und Basic Versionen von Win7 nutzen maximal 8GB Speicher. Professional, Enterprise und Ultimate können bis zu 192GB verwalten, was allerdings für den Privatbedarf deutlich überdimensioniert ist. Moderne 4 Kern Prozessoren für den Heimgebrauch kommen mit bis zu 16GB zurecht. Windows 8 unterliegt in der 32 Bit Version denselben Einschränkungen wie schon Windows 7 im 32 Bit-Modus: Mehr als 4GB (effektiv 3,25 GB) können nicht adressiert werden. Im 64 Bit Modus kann Windows 8 bis zu 192GB verwalten. Windows 8 Pro- und Enterprise Versionen verwalten bis zu 512GB, sind aber für den Privatbereich nicht relevant.


Apple OS-Systeme

Apple Systeme mit Intel Prozessor lassen sich in Versionen vor OS X 10.8 sowohl in der 32 Bit als auch in der 64 Bit Version starten. Ist die verwendete Hardware/ Software unter 64 Bit nicht lauffähig, kann sie dennoch genutzt werden, indem das System im 32 Bit Modus gestartet wird. Die Beschränkung auf 4GB gilt dann auch für Apple Systeme, die im 32 Bit laufen. Ab 64 Bit können theoretisch bis zu 2 hoch 64 Bit RAM (16 Exabyte) adressiert werden. Achtung: Die Version Mountain Lion läuft ausschließlich im 64Bit Modus.
Tipp: Sind Sie nicht sicher, welches Modell Sie besitzen, finden Sie auf der Apple Homepage im Bereich Support alle relevanten Informationen zu Ihrem System: Wählen Sie im Apple Menü: „Über diesen Mac“, dann „Weitere Informationen“ und schließlich „Inhalt“ und „Software“. Im Abschnitt „Überblick über die Systemsoftware“ erhalten Sie bei „64 Bit Kernel“ die Angabe „Ja“ oder „Nein“.


Brauche ich mehr als 4GB?

Für einfache Office-Arbeiten, Surfen und Multimedia-Anwendungen reichen in der Regel 4GB Arbeitsspeicher aus. Mehr als 4GB Speicher sind nur für anspruchsvolle Grafikprogramme, Audioproduktionen, Videobearbeitung sowie für Gamer sinnvoll und für flüssiges Arbeiten mit anspruchsvollen Programmen oft auch notwendig. Achtung: Bei Ultrabooks sollten Sie sich vor dem Kauf überlegen, wie viel Speicher sie benötigen. Informieren Sie sich, ob nachträglich Speicher aufgerüstet werden kann. Durch die ultraschlanke Gehäuseform ist bei vielen Modellen der Speicher direkt verlötet – und dadurch später nicht austauschbar. Auch einige Modelle der Apple Notebooks sind nicht aufrüstbar. Um sicher zu gehen, ob Sie Ihr Macbook mit RAM aufrüsten können, erhalten Sie auf der Apple Homepage unter dem Reiter „Support“ alle notwendigen Informationen. Apple Nutzer finden dort passend zum Gerät außerdem umfassende Einbauanweisungen.


Vor dem Kauf: So finden Sie Ihre aktuelle Speicherkonfiguration

Ärger und Umstände vermeiden Sie am besten, indem Sie sich vor dem Kauf mit den inneren Werten Ihres Rechners vertraut machen. Das geht auch für unerfahrene PC-Nutzer ganz einfach. Im besten Fall besitzen Sie Ihr PC-Handbuch noch und können bequem alle Werte nachschlagen. Hier finden Sie Angaben zur Taktrate des Mainboards / Prozessors, die Anzahl der verfügbaren Speicherplätze und Informationen zu eingesetzten und kompatiblen Speichermodulen. Sind diese Informationen nicht zur Hand, finden Sie die Beschreibungen auch im Internet - meist auf der Herstellerseite. Wenn Sie auch hier nicht fündig werden, hilft oft die Eingabe der genauen Bezeichnung Ihres PC oder Notebooks bei Google & Co um schnell die richtigen Infos zu finden. Da Sie den richtigen Speicher bestellen wollen und Rücksendungen lästig und zeitaufwendig sind, lohnt sich der Aufwand im Vorfeld auf jeden Fall. Sollten Sie hierbei nicht fündig werden – versuchen Sie es noch einmal über das Internet mit einer leicht veränderten Suche. In den allermeisten Fällen finden Sie genau das was Sie suchen. Falls nicht, müssen Sie selbst Hand anlegen und Ihren PC oder Ihr Notebook aufschrauben und selbst nachsehen. Wenn möglich sollten Sie dies jedoch vermeiden oder sich genau an die Anweisungen halten, die Sie weiter unten zum Einbau des neuen Speichers finden. evtl. Verlinkung zum Bereich Beachten Sie unsere Hinweise zur Erdung (siehe Einbau des Arbeitsspeichers) bevor Sie spannungsempfindliche Teile des PCs berühren, wozu auch Speichermodule gehören! Mit einem Spannungsschaden durch mangelnde Erdung können Sie im schlimmsten Fall System und Speicher zerstören.


Wieviel Speicher habe ich bereits?

Wenn Sie unsicher sind, wie viel Speicher bereits in Ihrem System steckt, finden Sie die verbaute Speichergröße am leichtesten mit einem Rechtsklick auf das „Arbeitsplatz“ Symbol auf dem Desktop. „Eigenschaften“ auswählen und die Infos werden Ihnen angezeigt. Bei Windows 7 finden Sie die Speichergröße so: Klicken Sie auf die Windows Taste auf Ihrem Keyboard. Wählen Sie den Eintrag „Systemsteuerung“. Wählen Sie das Symbol System – unter „Installierter Arbeitsspeicher“ finden Sie die aktuelle Größe des Speichers. Bei Windows 8 öffnen Sie mit der Tastenkombination Windows + E den Windows Explorer. Danach klicken Sie auf „Systemsteuerung“ und danach „Verwaltung“. Hier finden Sie im Eintrag „Systeminformationen“ Ihre aktuelle Computerkonfiguration und Angaben zum Arbeitsspeicher. Für Apple Systeme sind die Informationen ebenfalls schnell erreichbar: Gehen Sie im Apple Menü auf das Feld: „Über diesen Mac“. Im Bereich „Weitere Informationen“ finden Sie in der Kategorie Hardware die Einzelheiten zu Größe und Art des verbauten Arbeitsspeichers in Ihrem Rechner.


Hilfreiche Tools mit allen Speicherinfos

Eine sehr komfortable Möglichkeit um alle relevanten Speicherinformationen Ihres Systems herauszufinden, bieten kostenlose und leicht zu bedienende Analyseprogramme. Diese finden Sie auf Downloadseiten bekannter PC-Fachmagazine. Nutzen Sie im eigenen Interesse nur auf Viren getestete Downloads – bei den bekannten Magazinen können Sie verschiedene Programme gefahrlos herunterladen. Hier finden Sie alle Informationen über Ihr System und den eingebauten Speicher: Eingebaute Module, Speichertyp und Größe – und nicht zuletzt die Timings. Mit diesen Informationen vermeiden Sie Speicherprobleme, instabile Systeme und Abstürze indem Sie beim Aufrüsten Speichermodule mit gleichen Timingwerten und Spezifikationen verwenden können.


Speichertakt und Latenzzeiten

Tipp: Um den richtigen Speicher zu finden, verdoppeln Sie die angegebene Taktrate (DRAM Frequency). Zum Beispiel bedeutet der Wert 666 oder 667 MHz, dass Sie RAM mit 1.333 MHz benötigen. Achten Sie insbesondere auch auf die Latenzwerte, wenn Sie einen eingebauten Speicher behalten wollen und den Gesamtspeicher durch Zusatzmodule erweitern möchten. Insbesondere Notebooks reagieren auf unterschiedliche Timings mit Abstürzen und geringerer Stabilität.


Tipps für den Speicherkauf

Die goldene Speicherregel: Gleich und gleich gesellt sich gern
Haben Sie Speicher, den Sie weiterverwenden wollen und nachkaufen können, tun Sie sich einen Gefallen und erweitern Ihr System um genau diesen!

Problem: Für meinen Speicher gibt es kein aktuell identisches Modul
Gerade bei älteren Systemen kann es vorkommen, dass Sie keine gleichen Module mehr finden. Sicher haben Sie schon gesehen, dass bei der Suche nach Arbeitsspeicher diese meist im Zweierpack angeboten werden. Das hat seinen Grund: Mischen Sie unterschiedliche RAM-Module, kann das zu Abstürzen oder instabilen Systemen führen. Für den Fall, dass Sie nur 2 Speichereinsätze haben sollten Sie das alte Modul entfernen und die beiden neuen einsetzen. Bei den geringen Speicherpreisen ist das ein verschmerzbarer Verlust, ihr Rechner wird es Ihnen mit optimaler Performance danken.

Takt oder Timing?
Müssen Sie den kompletten Speicher austauschen, werfen Sie beim Vergleich der Angebote einen Blick auf die Timings. Entgegen der landläufigen Meinung, dass es hauptsächlich auf die Taktrate ankommt, sind Timingwerte ein besseres Indiz für schnelle Speicherleistung. Bei kürzeren Timings werden die Speicherprozesse schneller durchgeführt. Ein paar Euro mehr in Module namhafter Hersteller sind gut investiert, denn Markenspeicher haben in der Regel höhere Timingwerte. Bei einer späteren erneuten Erweiterung finden Sie auch nach Jahren noch eher identische Module.

Kleine Speicherkunde - Speicher ist nicht gleich Speicher

Aktuell finden Sie unter dem Stichwort Arbeitsspeicher in der Kategorie Computer mehr als 80.000 der kleinen Module. Den richtigen Speicher zu finden ist aber gar nicht so schwer, wenn Sie die wesentlichen Unterschiede und Merkmale von Arbeitsspeicher kennen. Gleich vorweg: Desktop- und Notebook-Speicher sind nicht kompatibel, da sie unterschiedliche Bauformen haben. Notebook Speicher erkennen Sie immer am Zusatz SO-DIMM. Die für das Aufrüsten notwendigen Informationen gelten sowohl für Notebook als auch Desktopspeicher.

Leistungskennzahlen


Bauform, Taktrate und die Anzahl der verfügbaren Speichersteckplätze sind die wichtigsten Informationen, wenn Sie Ihren Arbeitsspeicher aufrüsten wollen.


Aktuelle Bauformen – DDR, DDR2 und DDR3

In Systemen von 1996 und 2001 war SDRAM die gängige Speichertechnologie. SDRAM besitzt 164 pins und zwei Einkerbungen auf der Kontaktfläche. Der Nachfolger DDR-RAM wird seit 2002 in den meisten Computern eingesetzt. „Double Data Rate“ bedeutet, dass der Speicher im Vergleich zu SDRAM mit der doppelten Datenrate arbeitet, Daten also doppelt so schnell lesen und schreiben kann. Aktuell gibt es diesen Speichertyp in 3 Kategorien als DDR, DDR2 und DDR3. Die Unterschiede bestehen in der Datenrate, die pro Generation jeweils verdoppelt werden konnte. DDR3 nutzt also die vierfache Datenrate wie DDR. Die Module der verschiedenen Generationen haben einen unterschiedlichen Aufbau und können nicht gemeinsam verwendet werden. Ein DDR Modul besitzt 184 Kontakte, DDR2 und DDR3 jeweils 240 Kontakte.


Unterscheidungen auf den ersten Blick für Desktop-PC

Bei Desktop Speicher können Sie schon durch eine einfache Sichtkontrolle den richtigen Speicher erkennen, bzw. falschen Speicher ausschließen: SDRAM erkennen Sie daran, dass diese 2 Einkerbungen zum Einsetzen in den Steckplatz besitzen. DDR-Modelle haben nur 1 Einkerbung. DDR1 und DDR2 Speichermodule haben runde seitliche Aussparungen, bei DDR3 Speicher sind diese eckig. Die Einkerbung zum Einsetzen befinden sich bei DDR3 nicht mittig sondern etwas linksseitig.


Rambus

Eine Sonderform sind Rambus Speichermodule, die hauptsächlich in Workstations zum Einsatz kamen. Als leistungsstarke Konkurrenz zu SDRAM konzipiert konnte sich Rambus Speicher allerdings aufgrund deutlich höherer Preise nicht durchsetzen und wurde von den DDR-Modulen schließlich verdrängt. Angesichts der hohen Preise für diese Speicherart ist ein Aufrüsten eines älteren Systems für den Normalgebrauch nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Für den Preis um von 1GB auf beispielsweise 4 GB aufzurüsten bekommen Sie mittlerweile ein aktuelles Komplettsystem.


Größe, Takt, Zugriffszeiten

Am einfachsten ist die Größe. Haben Sie ein System mit vier Speicherplätzen und sind davon bereits 2 belegt, zum Beispiel mit 2GB, benötigen Sie für die Aufrüstung auf 4GB zwei weitere Module. Diese werden meist paarweise im Kit angeboten. Am zuverlässigsten ist der Einbau von Speicher gleicher Größe, Taktung und vom selben Hersteller. Bei unterschiedlichen Taktraten der verwendeten Speicher, z.B. DDR2-533 gemeinsam mit einem DDR2-400 Modul müssen Sie beachten, dass das Gesamtsystem immer mit der Taktung des niedrigsten Wertes arbeitet. In unserem Beispiel wird also vereinfacht gesagt das 533er Modul auf das 400er RAM Timing reduziert.


SPD - Serial Presence Detect

Mit dieser (voreingestellten) Einstellung im Bios findet Ihr System automatisch die richtigen Einstellungen für den Speicher. Praktisch, denn so müssen Sie nach dem Einbau nichts an den Einstellungen verändern. Die Timings werden vom System gesetzt. Wollen oder müssen Sie die Einstellungen selbst vornehmen, müssen Sie SPD im Bios deaktivieren. Diese Einstellungen sollten allerdings nur von erfahrenen PC Nutzern verändert werden.


Single oder Dual Channel?

Ob sich Speicher im Dual Channel Mode betreiben lässt, hängt von Mainboard und Prozessortechnologie ab. Auch hier gibt es bei der Verwendung gleicher Module Performance-Vorteile. Der PC wird je nach Modell und Chipsatz ein wenig bis erheblich schneller. Die Slots zum Einbau der Module sind beim Vorhandensein von mehreren Steckplätzen meist durch die gleiche Farbe der Einschubschienen gekennzeichnet. Für optimale Geschwindigkeit setzen Sie die beiden Speichermodule dort ein.


ECC oder Non ECC?

ECC Speicher finden Sie fast ausschließlich in Servern und Workstations. Der Speicherbaustein besitzt ein Error Correction Code System, bei dem Speicherfehler im Betrieb behoben werden. ECC Speicher ist um ein Vielfaches teurer und spielt daher im Privatbereich kaum eine Rolle, da es dem Anwender für gängige Anwendungen keine Vorteile bringt.


Buffered oder non buffered?

Auch „Registered RAM“ oder R-DIMM RAM genannt. Diese finden im Privatbereich ebenfalls kaum Anwendung und erfüllen Stabilitäts-Funktionen, die für Workstations und Server relevant sind. Diese Speicher sind teuer und arbeiten langsamer, benötigen spezielle Mainboards und Biosunterstützung. Im Gegensatz zu ECC-Modulen, deren Funktionalität man abschalten kann, lassen sich die Register nicht deaktivieren.


Einbau Ihres neuen Arbeitsspeichers

Sie haben den passenden Speicher bestellt und Ihr neuer Speicher wurde geliefert. Jetzt können Sie sich ans Einbauen machen. Wenn Sie unsere Anleitung beachten, sind Sie nur noch ein paar Minuten von Ihrer Wunschperformance entfernt. Tipp: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für ein Backup Ihres Systems, am besten auf einem externen Speichermedium. So bleiben Ihre Daten erhalten, sollte es beim Speichereinbau zu Problemen kommen.


1. Fahren Sie Ihren PC oder Notebook herunter und entfernen Sie vor allen anderen Schritten das Netzkabel vom Gerät! Bei Notebooks entfernen Sie unbedingt zusätzlich den Akku. Enthaltene Restspannung kann Speicher und andere empfindliche Teile des Rechners schwer beschädigen oder zerstören!

2. Ein weiterer Risikofaktor sind Sie selbst. Bevor Sie an das Innere Ihres Rechners gehen müssen Sie sich erden, damit es nicht zu einer elektrostatischen Entladung im Gerät kommt. Das geht am besten mit einem ESD-Armband oder durch das Berühren eines Metallteils am Computergehäuse. Müssen Sie den Kontakt zum Gerät unterbrechen, um etwas zu holen, wiederholen Sie den Vorgang BEVOR Sie Bauteile im Inneren oder das Speichermodul berühren. Bei Kunststoff-Notebooks können Sie sich durch das Berühren eines Heizkörpers erden. Ihre Arbeitsfläche richten Sie dann in greifbarer Nähe zur Heizung ein.


Vorbereitung

Das brauchen Sie: Eine freie, möglichst helle Arbeitsfläche, einen Schraubenzieher und wahlweise eine kleine LED Taschenlampe für bessere Sicht. Haben Sie einen PC noch nie von innen gesehen und besitzen Sie das das Handbuch noch, sollten Sie es jetzt griffbereit haben. Haben Sie die Infos zu Ihrem System im Internet gefunden, sollten Sie Anleitungen ausdrucken, damit Sie im Zweifel nachschauen können. Vor Kratzern auf der Notebook-Oberfläche schützt ein weiches Tuch.


Jetzt kann es losgehen!

Lösen Sie die Arretierungen an den Speichereinschüben im Gerät auf beiden Seiten. Bei Desktop PCs sitzen diese auf dem Mainboard. Bei Notebooks befindet sich der Speicherslot meist in einem Wartungsschacht auf der Rückseite oder unter der Tastatur. Frühzeitige Recherche über den Aufbau Ihrer Gerätehardware macht sich jetzt bezahlt. Im Handbuch werden die notwendigen Schritte beschrieben, da die Bauart und Einschübe bei Notebooks etwas anders angelegt sind als bei Desktop-Systemen. Fassen Sie den Speicher nur an den Rändern an und setzen ihn vorsichtig mit der unteren Kerbe in die vorgesehene Vertiefung. Der Speicher passt nur von einer Richtung, klappt das Einsetzen nicht, drehen Sie den Speicher um. Mit leichtem Druck setzen Sie den Speicher ein, die Kontaktleiste muss auf beiden Seiten gleichmäßig in der Schiene sitzen. Am oberen Rand des Moduls können Sie mit leichtem Druck ausgleichen. Fassen Sie auch hier nicht auf die Speicherfläche sondern arbeiten Sie immer von oben ohne die Speicherchips zu berühren. Zum Schluss müssen die Arretierungen an den Seiten des Einschubs wieder fixiert werden, normalerweise beim vorsichtigen Eindrücken an der rechten und linken Seite. Der Speicher sitzt richtig, wenn beide Seiten einrasten. Das wars schon. Jetzt können Sie den Rechner wieder schließen. Fahren Sie den Rechner hoch und überprüfen Sie in der Systemsteuerung, ob die Größe richtig angezeigt wird.


Probleme erkennen und beseitigen beim Speichereinbau

Haben Sie alle Schritte befolgt, dann haben Sie Ihren Rechner erfolgreich mit Arbeitsspeicher aufgerüstet und Ihr System läuft schneller. In manchen Fällen läuft Ihr System nach der Erweiterung jedoch nicht mehr stabil. Oder startet im schlimmsten Fall gar nicht mehr. Im letzteren Fall wiederholen Sie die Schritte 1 und 2 und öffnen den Rechner erneut. Seien Sie auch hier penibel bei Erdung und Abstecken der Stromkabel und Entfernen des Akkus. Schauen Sie nach, ob alle Speichermodule richtig sitzen. Überprüfen Sie außerdem, ob alle Kabel im Inneren in den Kontakten stecken und Kontakte von Komponente nicht einseitig herausstehen. Beim Einbau kann man versehentlich einen Kontakt lösen. Sitzt alles richtig starten Sie den Rechner erneut. Meist läuft jetzt alles. Lässt sich das Problem nicht beheben können Sie den alten Speicher wieder einsetzen.


Defekte Speichermodule sind selten

Insbesondere Markenspeicher durchläuft eine strenge Qualitätskontrolle. Defekte Speicherriegel gehören daher glücklicherweise zu seltenen Ausnahmefällen. Haben Sie dennoch den Verdacht, dass etwas mit dem neuen Speicher nicht stimmt, können Sie dies leicht selbst testen. Windows 7 enthält eine eigene Speichertestfunktion, die Fehler des Arbeitsspeichers analysiert und anzeigt. Daneben gibt es kostenlose Programme, mit dem Sie Ihren Arbeitsspeicher auf Herz und Nieren testen können. Wichtig ist bei diesen Programmen, dass Sie die passende Version für Ihr Betriebssystem auswählen. Wie bei allen Downloads, sollten Sie auch hier nur sicherheitsgeprüfte Downloadserver und Programme nutzen. Diese finden Sie unter dem Stichwort „Speichertest“ bei zahlreichen online Ausgaben der bekannten PC-Magazine.


Weitere Tipps zur Performance Steigerung Ihres Systems

Neben dem Arbeitsspeicher können Sie Ihr System auch mit weiteren Tools beschleunigen. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr System bei der Anschaffung weitaus schneller war als nach 1 Jahr Nutzung, dann liegen Sie richtig. Mit der Nutzungsdauer wird die Performance Ihres Rechners langsamer, insbesondere bei Windows Systemen. Mit ein paar regelmäßigen „Aufräumarbeiten“ können Sie die ursprüngliche Geschwindigkeit wieder nutzen.
Speziell beim Internetsurfen werden eine Menge temporärer Daten auf Ihrem PC gespeichert. Löschen Sie in regelmäßigen Abständen das temporäre Verzeichnis, insbesondere die „Temporary Internet Files“ oder Cookies die Sie nicht mehr brauchen.
Das regelmäßige Defragmentieren der Laufwerke hilft dabei, dass auf Daten mechanischer Laufwerke schneller zugegriffen werden kann. Zusammengehörige Daten werden im Lauf der Zeit zunehmend fragmentiert, d.h. auf unterschiedlichen Plätzen der der Festplatte verteilt, so dass der Abfrageprozess länger dauert. Mit der Defragmentierungsfunktion werden solche Daten wieder zusammengeführt, wodurch schnelleres Arbeiten möglich ist.
Haben Sie die maximale Speichergröße schon ausgereizt, gibt es eine weitere Möglichkeit Arbeitsprozesse merklich zu beschleunigen, indem Sie auf schnelle interne Laufwerke setzen. Achten Sie bei magnetischen HDDs auf Zugriffszeiten, Umdrehungszahlen und einen schnellen Anschluss über SATA. Top Geräte erreichen Transferraten bei Lese- und Schreibvorgängen über 150 MB/s bei Zugriffszeiten unter 10 Millisekunden.
Am schnellsten sind SSD-Laufwerke. Wenn Sie häufig mit mehreren Programmen gleichzeitig arbeiten und wenn Sie größere Daten bearbeiten, bringen schnellere Festplatten den nötigen Performance-Schub. Mit SSD-Speicher starten Sie den Datenbearbeitungsturbo, dort installierte Programme und das Betriebssystem werden deutlich schneller aufgerufen als von mechanischen Festplatten. SSDs erreichen Lese- und Schreibtransferraten von bis zu 500 MB/s bei Zugriffszeiten von unter 0,1 Millisekunden.