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2. TV
Heimvernetzung und TV

Nicht selten ist die Anschaffung eines neuen Fernsehers die Grundlage für den Aufbau eines Heimnetzwerkes. Denn schon Fernseher im Einstiegssegment sind heutzutage Alleskönner im Vergleich zu älteren Geräten. Full-HD, vielfältige Anschlüsse für Playstation, PC und Co. gehören mittlerweile zur Grundausstattung. Ist der TV auch noch netzwerkfähig, bieten sich zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch und Nutzung von Daten auf dem TV-Bildschirm. Dass diese Geräte bei Kunden auf rege Nachfrage treffen zeigt der Absatz der sogenannten Smart-TVs: Allein 2012 wurden im ersten Halbjahr bereits mehr als 19 Mio. internetfähige TVs in Europa verkauft, mehr als ein Drittel aller verkauften Geräte. Allein in Deutschland werden es bis Ende 2012 10 Mio. Geräte sein. Tendenz steigend.
Im oberen Top Segment findet man OLED, 3D ohne Brille, Sprachsteuerung und 4K Technologie – sowie Geräte, die bereits on Board mit allem ausgestattet sind, wo vorher diverse Einzelgeräte notwendig waren.



2.1 TV-Receiver
Multitalente machen HD-Fernsehen smart

TV-Receiver

Hat Ihr TV kein Empfangsmodul für den Empfang von HDTV, benötigen Sie einen Receiver. Diese sind zu günstigen Preisen und vom Mini- bis zum Hifi-Format erhältlich. Mittlerweile sind die Empfänger zu wahren Multimedia-Zentralen geworden, die nicht nur Digitalfernsehen empfangen, sondern auch Sendungen aufnehmen und Zusatzdienste auf den Schirm bringen wie HbbTV, Smart TV und zusätzlich den Zugriff auf Online Videotheken ermöglichen. Per USB- oder LAN-Verbindung geben sie auch Mediensammlungen zuverlässig wieder.
Zum Empfang verschlüsselter Programme benötigen Sie eine Smartcard, die Sie von Kabelbetreibern oder Bezahlsendern wie Sky erhalten. Haben Sie einen Fernseher ohne CI-Einschübe, sollte der Receiver diese bereit stellen.

Achtung

Achtung: Für Sky benötigen Sie CI+ Einschübe, CI wird vom Bezahlsender nicht mehr unterstützt.


Wer den Schwerpunkt der Heimvernetzung auf zeitgemäßes Fernsehen mit all seinen internetbasierten Zusatzangeboten legt, ist mit einem leistungsfähigen Receiver und HD- ready-Fernseher bereits gut ausgestattet. Leistungsfähige Receiver skalieren auf HD und 3D-Bilder.
Fertig ist ein vollwertiges Heimnetz aus nur zwei Geräten im Wohnzimmer: Fernseher und Receiver. Die Wiedergabe von Inhalten von PC und Co. übernimmt der Receiver und bringt Ihre Medieninhalte auf den TV-Schirm.
Für Satellitenempfang ist die Auswahl an Geräten größer, da die Abschaltung des Analogfernsehens einen Receiver schlicht notwendig macht. Aber auch für den Scharfbild-Kabelempfang gibt es vom bloßen HDTV-Empfänger bis zur Multimediazentrale alle Abstufungen.
Einige Modelle gibt es mit Linux Software – das verspricht Kennern schnelleres Laden, schnellere Umschaltzeiten und die linuxtypische Vielfalt der Einstellungsmöglichkeiten für die individuelle Anpassung des Systems.
Fehlt noch der passende Sound, können Sie entweder Ihre Hifi-Anlage anschließen oder nach passenden Audio-Lösungen suchen.
Grelle Displays können auf Dauer anstrengen, wenn Sie diese beim Fernsehen immer im Blick haben. Daher bieten manche Receiver dimmbare Displays an.



Updates für SAT Receiver – darauf sollten Sie achten

Updates für SAT Receiver


SAT-Receiver haben eigene Anforderungen zu bewältigen. Zum Beispiel häufigen Transponderwechsel oder die Einspeisung von zusätzlichen HD-Programmen. Das hat Auswirkungen auf die Senderliste und Reihenfolge der Sender.
Mit herstellerseitigen Software Updates bleibt die SAT-Vielfalt überschaubar. Und Ihre Geräte Up to Date. Grundsätzlich sind Modelle, bei denen der Hersteller Software-Updates anbietet solchen vorzuziehen, die das nicht tun. Allerdings birgt ein Update gerade bei SAT-TV auch Risiken – bis hin zum Ausfall der Geräte. Bei SAT-Receivern sollten Sie deshalb darauf achten, dass vorherige Einstellungen intern oder auf externen Speichermedien gesichert und nach einem Update auch rückgängig gemacht werden können. Auch sollten Nutzer die Möglichkeit haben, automatische Updates auch ablehnen zu können.


Tipp

Tipp: Achten Sie bei Updates darauf, dass die Verbindung nicht abgebrochen wird und stoppen Sie niemals einen laufenden Updatevorgang. Das kann zum vollständigen Defekt des Receivers führen. Bei Gewitter und starker Bewölkung sollten SAT-Receiver Updates ebenfalls nicht durchgeführt werden.



High End Lösung mit 4k Receivern

Zur Freude von TV- und Audio-Enthusiasten hat sich auf dem Receiver Markt besonders viel getan. Bekannte Hersteller im Top Segment wie Yamaha, Marantz, Denon und andere reagieren damit auf den Trend der Heimvernetzung und bieten All in One Geräte an, die alles mitbringen, was anspruchsvolle Anwender von Stand Alone Komponenten gewohnt sind. Der obligatorische Netzwerkanschluss im High End Segment sorgt dafür, dass die Geräte ausbaufähig sind und sich nahtlos in das Heimnetzwerk einfügen.
Neben ultrascharfen TV-Bildern und hervorragenden Audiowandlern bieten aktuelle Modelle Audiostreaming, AirPlay, Wiedergabe von iTunes Streams und Internetradio.
Für Liebhaber extrem scharfer TV-Bilder gibt es in der Oberklasse 4k-Upscaling Geräte, die das HD-Fernsehbild auf noch höhere Auflösung hochrechnen. Voraussetzung ist ein Fernseher, der eine entsprechend hohe Auflösung wiedergeben kann.



Aufnahme von TV

Aufnahme von TV

Die Anzahl der Möglichkeiten, Sendungen vom TV aufzunehmen ist überwältigend: Ob per NAS, Wohnzimmer PC, USB Sticks, SAT- oder HDTV-Receivern mit Festplatte oder USB-Anschluss, Blu-ray-Playern – sogar mit Soundbars können Sie Ihre Lieblingssendungen aufzeichnen. Abgesehen von der Praxis der Privatsender, die Aufnahme Ihrer HD-Programme zu beschränken, sind Sie bei der Wahl des passenden Aufnahmegeräts völlig frei. Grundsätzlich sollten Sie beachten: Mehr Speicherplatz ist im Zweifel besser. Zum Beispiel dann, wenn Sie die Filme oder Sendungen archivieren möchten und mehr als einmal ansehen. Die Aufnahme auf einem DNLA-zertifiziertem Gerät stellt aufgenommene Inhalte im gesamten Netzwerk zur Verfügung.


Tipp

Tipp: Sehr viel Speicherplatz bieten 3,5 Zoll Festplatten. Sind sie direkt mit dem TV verbunden, gibt es Einschränkungen, die Sie beachten sollten. So können beispielsweise einige Geräte nur einen begrenzten Speicherplatz nutzen. Außerdem benötigen 3,5 Zoll Festplatten eine eigene Stromversorgung.


Mit einer 3TB Festplatte haben Sie einen theoretischen Speicherplatz von etwa 1.500 Stunden SD-Inhalten oder 500 Stunden HD-Material. Kann der Fernseher nur 500 GB oder bis zu 2TB lesen, verschenken Sie Speicherplatz, den Sie nicht anderweitig nutzen können.
Beim Kopieren von HD-Inhalten mit geräteeigenen DVD-Brennern geht die höhere Auflösung verloren.
Wollen Sie ein Programm ansehen, während Sie ein anderes aufnehmen, benötigen Sie Geräte mit Twin-Tuner.
Erfreulich: Viele Geräte lassen sich über den Internetzugang auch von unterwegs programmieren. Per App sogar über Smarthone oder Tablet.


Einschränkungen bei den HD-Programmen der Privatsender

Die verschlüsselt ausgestrahlten Programme der Privatsender sind nicht nur kostenpflichtig sondern können entweder eingeschränkt oder gar nicht aufgenommen werden. So wird zum Beispiel das Überspringen der Werbeblöcke verhindert. Mit der Timeshift-Funktion zeitversetztes Fernsehen möglich. Mit CI+ Modulen können Sie Sendungen von HD+ und Sky zwar empfangen aber nicht aufnehmen.





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Die meistgekauften TV-Receiver

2.2 Tipps für die TV-Internet Nutzung
So wird Ihr TV Internetfähig

Tipps für die TV-Internet Nutzung


Steht Ihr Router nicht im selben Raum wie der Fernseher, gerät insbesondere der drahtlose Empfang oft ins Stocken. Auch die Verbindung mit dem schnellen Gigabit LAN-Anschluss des Routers ist oft ein Problem, wenn lange Kabel durch den Wohnraum verlegt werden müssen, die unschön sind und Stolperfallen darstellen. Mit PowerLAN Adaptern (evtl. Verlinkung) bringen Sie das Internet bequem zum Fernseher. Selbst Fernseher ohne WLAN-Modul lassen sich so drahtlos nutzen - vorausgesetzt das TV Gerät besitzt einen Netzwerkanschluss. Für den Heimnetzwerk-Bedarf achten Sie auf den Standard HomePlug-AV und Übertragunsraten von mindestens 200 Mbits/s. Damit ist die Datenrate ausreichend für Internet-TV und TV-Streaming-Angebote.
Kabellos ins Internet kommen Sie auch nachträglich per USB-WLAN Adapter. Diese finden an TV, Receiver oder BluRay Player per USB Anschluss an das Heimnetzwerk. Wichtig ist, dass USB-WLAN-Adapter der Hersteller nur zu den eigenen Geräten passen. Im Zweifel informieren Sie sich auf den Herstellerseiten über kompatible Modellen.



Antennen-Fernsehen auf mobilen Endgeräten

Antennen-Fernsehen auf mobilen Endgeräten

DVB-T Empfänger für unterwegs sind kleine und sehr leichte TV-Empfänger mit denen Notebooks, Smartphones und Tablets per USB zu mobilen Fernsehern werden. Zahlreiche TV- und Radiosender lassen sich so über Antenne empfangen. Internetzugang ist dazu nicht notwendig, man muss also seinen Datenvertrag nicht strapazieren um unterwegs fernsehen zu können.



Internet auf dem TV-Bildschirm

Praktisch, universell und günstig: Wenn Sie einen günstigen Einstieg in die Smart-TV-Welt suchen, ermöglichen das TV-Boxen oder netzwerkfähige Media-Player. Gleichzeitig haben Sie Zugriff auf Ihre Netzwerkdaten wie Musik, Foto und Videodaten.
Mit einer Internet-TV-Box oder Netzwerk-Media-Playern bringen Sie das Internet auch auf Fernseher, die keinen eigenen Internetanschluss haben. Per HDMI-Kabel werden diese kleinen kompakten Geräte an den TV angeschlossen und greifen per LAN oder WLAN auf den Router zu, um Internetinhalte und Mediadaten auf dem TV-Bildschirm darzustellen.
Damit können Sie in der Werbepause Surfen und E-Mails lesen, Facebook-News lesen oder posten oder Daten von Handy oder Smartphone übertragen, wenn das Gerät über ein Bluetooth Modul verfügt. Als Einsteigerlösung ist die Internet-TV-Box gut geeignet, da sie Webinhalte gut lesbar darstellt und für den Internetzugang nicht eigens PC oder Notebook hochgefahren werden müssen. Eine reine PC-basierte 1:1 Wiedergabe von Websites auf dem Fernseher führt je nach Bildschirmgröße und Auflösung oft zu einer Verzerrung und kann die Lesbarkeit von Webinhalten erschweren.



Tipps für den Kauf von Internet-TV-Boxen und Netzwerk-Media-Playern

Achten Sie bei der Auswahl von Internet-TV-Boxen auf zusätzliche Anschlüsse am Gerät wie USB oder SD-Kartenslot. So können Sie vorhandene Festplatten oder andere externe Geräte einbinden. Zum Beispiel wenn Sie Fotos Ihrer Digitalkamera über den Bildschirm anschauen wollen oder das Gerät mit Speicherplatz und Inhalten aufrüsten, indem Sie eine Festplatte anschließen. WLAN sollte vorhanden sein für die drahtlose Übertragung.
Wollen Sie nicht nur Surfen sondern auch selbst schreiben, ist eine Funktastatur praktisch. Auch bieten nicht alle Geräte HD-Auflösung, oder es lassen sich nur vorkonfigurierte Webservices aufrufen. Wenn Sie Facebook und Youtube nutzen möchten, sollten Sie sich vorher informieren, dass das auch wirklich möglich ist.
Der Leistungsumfang der günstigen Einsteigergeräte ist sehr unterschiedlich. Schon für sehr geringes Budget gibt es kleine Alleskönner, mit denen Sie auch einen in die Jahre gekommenen Offline-Fernseher fit machen für Internet, Video-On-Demand, HbbTV und Co. Im Vergleich zu professionelleren und teureren Geräten sollte man keine zu großen Ansprüche an die kleinen Medien-Multi-Talente stellen, für einen ersten und sehr preiswerten Einstieg eignen sie sich allerdings sehr gut. Einige Modelle können Inhalte auf HD skalieren können und beherrschen verschiedene Auflösungen.
Wer einfach und im App-Design Inhalte und Services am TV nutzen möchte, findet in der preiswerten Kategorie der angebotenen Player einfach anzuschließende und leicht zu bedienende Smart-TV-Einstiegsprodukte.



2.3 Second Screen im Heimnetzwerk
TV to go

TV to go

Ein aktueller Top Trend der Fernsehnutzung ist das mobile Fernsehen auf einem Zweitgerät, auch Second Screen genannt. Der Hauptbildschirm ist nach wie vor das Hauptgerät – immer mehr Nutzer möchten auch im Rest der Wohnung TV-Inhalte nutzen. Zum Beispiel in der Küche oder bei späteren Sendezeiten den Rest einer Sendung im Schlafzimmer zu Ende anschauen – das Fernsehprogramm kann auf vielfältige Weise innerhalb der eigenen vier Wände oder in den Garten „mitgenommen“ werden.

Achtung

Achtung: HD-Plus Programme lassen sich ohne zweiten Decoder (Smartcard) nicht auf verschiedenen Geräten wieder geben. Das klappt nur wenn Sie eine zweite Smartcard erwerben.



Mobiles HDTV – Streaming von hochauflösenden Formaten

Hochauflösendes Fernsehen hat sich innerhalb kurzer Zeit durchgesetzt, neue TV Geräte sind fast durchgehend mit Full-HD-Auflösung ausgerüstet. Und wer einmal die ultrascharften Bilder gesehen hat, möchte auf diese Qualität nicht mehr verzichten. Die hohen Datenströme, die dazu übertragen werden müssen, stellt HDTV-Streaming vor große Herausforderungen. Selbst bei ausreichender Infrastruktur mit schnellem Internet, Router und DNLA-Recordern schaffen nicht alle Geräte die ruckelfreie Wiedergabe auf Mobilgeräte. Mit SD-Sendern haben moderne Geräte dagegen kaum Probleme.
Manche Geräte rechnen HDTV vor dem Streaming in eine geringere Auflösung für Mobilgeräte um und sichern dadurch eine flüssige und genügend scharfe Darstellung.



Stand Alone Festplatten- BluRay und HD-Recorder

BluRay und HD-Recorder

Möglich wird Multiscreening durch Festplatten- und Blu-ray-Rekorder, die sowohl laufende Programme als auch aufgezeichnete Inhalte auf dem Hauptschirm zeigen und gleichzeitig an verbundene Mobilgeräte im Heimnetzwerk senden können. Recorder mit diesen Fähigkeiten erfüllen den DNLA-Standard für Medien-Streaming und bieten eigene Apps für Smartphone und Tablets an.

Wer HD-TV Aufnahmen und deren Streaming im heimischen Netzwerk ohne laufenden PC nutzen möchte, für den sind Multifunktionsrecorder eine sinnvolle Anschaffung.

Mit CI-Plus Steckplätzen können HD-Plus und Pay-TV empfangen werden, wenn Sie das entsprechende kostenpflichtige Entschlüsselungsmodul besitzen.
Ein interessantes Feature bietet WiFi Direct – selbst ohne Router-Verbindung verbindet sich der Recorder mit WLAN-Geräten.
Mit einem einzigen netzwerkfähigen Zusatzgerät können Sie so bei einigen Geräten sämtliche Funktionen nutzen, die das Heimnetzwerk bietet. Damit sind die Zeiten von Elektronik-Türmen im Wohnzimmer endgültig vorbei.
Die verschlüsselten Programme der Privaten können Sie nur mit Beschränkungen aufnehmen: Zwar können Sie Sendungen aufzeichnen, Werbeblöcke lassen sich allerdings nicht rausschneiden oder überspringen.



Praktische Verbundlösungen: HD-Recorder und NAS

Wer Netztwerk-Festplatten oder NAS in sein Heimnetzwerk integriert, kann diese auch nutzen, um Aufnahmen mit speziellen HD-Recordern zu speichern. Damit sind alle gespeicherten Inhalte bequem im gesamten Netzwerk verfügbar. Einige Receiver unterstützen die Speicherung auf einem NAS. Dort gespeicherte Inhalte lassen sich auch von unterwegs abrufen und machen Ihr Heimnetzwerk mobil.



Praktische Zusatzfunktionen: Mobile Fernbedienung über Smartphone und Co.

Praktische Zusatzfunktionen

Manche Hersteller bieten Apps zur Fernsteuerung der Recorder an. Diese zeigt Senderlisten, elektronische Programmführer (EPG) und das aufgezeichnete Medien-Archiv auf mobilen Endgeräten. Auch für Android sind solche Programme verfügbar. Diese Funktion ergänzt und ersetzt die geräteeigene Fernbedienung. Und mehr als das: Alles was der Recorder kann, kann auch auf dem mobilen Bildschirm angezeigt werden, also auch die Inhalte.


Tipp

Tipp: Manche Geräte können nur das laufende Programm wiedergeben. Eine Sendung anschauen und ein anderes aufnehmen inklusive Timeshift-Funktion können Sie auf Geräten mit einem zweiten Tuner. Auch die Wiedergabe unterschiedlicher Programme auf Haupt- und Nebenbildschirm ist damit möglich. Praktisch, wenn in unterschiedlichen Räumen verschiedene Programme laufen sollen.





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Smart TV Neuheiten

2.4 Herstellerspezifische Streaming-Lösungen

Manche Hersteller bieten Streaming-Lösungen an, die nur innerhalb der eigenen Gerätefamilie kompatibel und abrufbar sind. Bei Neuanschaffungen ist das kein Problem. Haben Sie allerdings bereits Smartphone oder Tablets, sollten Sie sich vor dem Kauf informieren, ob Streaming auch auf diesen verfügbar ist.
DNLA-Recorder werden im Netzwerk von passenden Empfangsgeräten erkannt und Inhalte lassen sich streamen. Allerdings muss der Empfänger das TV-Aufnahmeformat erkennen und kontinuierlich wiedergeben können. Aufgezeichnete HDTV-Datenstreams enden im Dateinamen auf .ts - ältere Empfangsdevices können dieses Format nicht immer darstellen.



Follow Me – Loewe Fernseher

Follow Me  Loewe Fernseher

TV Streaming bei Loewe wird mit dem Namen „Follow Me“ bezeichnet. Der TV selbst besitzt neben Netzwerkzugang auch einen integrierten HD-Festplatten Recorder. Aufnahmen können an andere Loewe Fernseher weiter gestreamt, bzw. „mitgenommen“ werden, sofern diese Follow Me beherrschen.



Apple TV Mediaplayer – Große Unterhaltung passt in eine Hand

Apple TV Mediaplayer

In der dritten Generation des Apple TV mit HD Auflösung bringt die handgroße TV-Box einiges mit, was insbesondere für iPhone und iPad Nutzer interessant sein dürfte. Wie in der Vorgängerversion kommt das Gerät mit 8 GB Speicherplatz aus der Verpackung. Das Bildschirmmenü ist überarbeitet und an die bekannte App-Darstellung von iPhone und Co angelehnt.


Die dritte Generation hat mehr Filme im Angebot und per Airplay lassen sich Inhalte vorhandener Apple Geräte drahtlos streamen. Auch Mediendaten vom PC lassen sich per Apple TV Box auf dem TV wieder geben. Wer bereits eine umfangreiche iTunes Sammlung besitzt, oder seine Inhalte in der iCloud gespeichert hat, kann Youtube und andere Dienste am TV anschauen und seine Apple Mediensammlung drahtlos an den TV übertragen. Inhalte von mobilen Applegeräten werden einfach übertragen, eine komplette Spiegelung der Screens und Anwendungen mobiler Endgeräte auf dem TV-Bildschirm ist erst ab dem iPhone4S oder iPad2 möglich.
Inhalte vom Computer und PC lassen sich zwar ebenfalls anzeigen, allerdings muss dieser angeschaltet sein. Die Fernbedienung per Infrarot setzt Sichtkontakt zwischen der Fernbedienung und der Box voraus. Wer sich in der Apple Welt zu Hause fühlt und mit den bekannten Einschränkungen bei der Formatwiedergabe und auch dem fehlenden USB-Anschluss gut leben kann, kann seinen Fernseher mit der dritten Generation von Apple TV zu einem leicht zu bedienenden Medienplayer machen.



Samsung SMART-TV

Samsung SMART-TV

Per App streamt Samsung auf seinen aktuellen SMART TV Modellen und HDTV-Recordern nur auf bestimmte Smartphones und Tablets der eigenen Familie. Zum Beispiel Galaxy SII und Galaxy Tab Modelle. Dafür sind Qualität und Funktionsumfang der Apps hochwertig und das Handling einfach.



2.5 Streaming Services aus dem Internet
Amazon Instant Video & Co.

Amazon Instant Video& Co.

Das kennen Sie: Sie haben Lust auf einen DVD-Abend mit einem interessanten Film, aber im Fernsehen läuft – nichts. Um doch noch zum Feierabendfilmvergnügen zu kommen, müssen Sie heute nicht mehr in die Video- oder DVD-Thek Ihres Vertrauens. Diese befindet sich nämlich entweder schon auf Ihrem Smart TV – oder wird vom Receiver, einer TV-Box oder anderen netzwerkfähigen Geräten bereit gestellt.


Haben Sie Ihren Fernseher vor 2010 gekauft, können Sie wahrscheinlich nicht ohne zusätzliches Empfangsgerät auf die Inhalte der Online Videotheken zugreifen. Das geht allerdings mit einer Reihe von externen Geräten Ihres Heimnetzwerkes: Per BluRay Player, bei denen sich auch ältere Geräte nachrüsten lassen, per HDTV-Receiver, Apple- oder Videoweb TV und sogar mit Spielekonsolen wie der Playstation 3.
Aktuell unterstützen unterschiedliche Hersteller jedoch nicht alle verfügbaren Online-Videotheken, sondern meist maximal zwei. Die umfangreiche Auswahl für PC ist aktuell per TV oder Receiver noch nicht verfügbar. Allerdings wächst das Angebot stetig.


Tipp

Normalerweise reicht eine Verbindung von 6MBit/s für Download und Wiedergabe von HD-Filmen aus Online Videotheken. Nutzen mehrere Personen im Haushalt Internet, sollten es 16MBit/s sein. Bei Bandbreiten ab 2Mbit/s laufen SD-Formate flüssig. Bei drahtlosem Empfang sollte Ihr Router WLAN-n beherrschen um HD-Filme wiederzugeben.


Heimkino-Fans mit Surround Sound Anlage sollten beachten, dass bei vielen Angeboten der Ton nur in Stereo übertragen wird. Und auch HD ist nicht immer Standard. Informieren Sie sich daher am besten vorher über Anbieterunterschiede um Überraschungen vorzubeugen.
Online-Videotheken sind nicht immer die günstigste Bezugsquelle für Ihren Lieblingsfilm. Auch die Nutzungsdauer unterscheidet sich nach Anbieter: Diese reicht von 24 bis 48 Stunden. Bei manchen können Sie im Voraus Filme downloaden, wobei die Frist erst beginnt, wenn Sie den Film zum ersten Mal starten.


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Quellennachweise: amazon.de, foltolia.com, shutterstock.de, istockphoto.com





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Fragen & Antworten

Was bedeutet der Begriff „vernetztes Zuhause“?

Das vernetzte Zuhause – auch Smart Home, intelligentes Wohnen oder Konvergenz genannt – bedeutet ein Zuhause nach Maß, ganz auf Ihre individuellen Bedürfnisse und Vorlieben zugeschnitten. Private Medieninhalte wie Musik, Filme und Bilder können unabhängig von ihrem Standort genutzt werden, indem sie nicht mehr nur stationär auf dem PC oder Speichermedium zur Verfügung stehen, sondern von netzwerkfähigen Endgeräten im ganzen Haus wiedergegeben werden können. Wo Sie wollen und wann Sie wollen. Für das vernetzte Zuhause gibt es von günstigen Einstiegslösungen bis hin zu High-End-Lösungen unterschiedlichste Szenarien.


Was benötigt man für den Einstieg in das vernetzte Zuhause?

Für den Start brauchen Sie im Prinzip nur drei Komponenten als Grundausstattung: Einen Internetzugang, einen Router und einen PC oder Notebook. Meist hat man schon alles davon im Haus. Schon damit können Sie in das vernetzte Zuhause einsteigen. Mit netzwerkfähigen Einzelgeräten können Sie Ihr Heimnetzwerk schrittweise erweitern.


Was ist ein Router und welche Voraussetzungen muss er im Heimnetzwerk mitbringen?

Der Router verbindet mehrere Computer und netzwerkfähige Geräte zu einem gemeinsamen Netzwerk und regelt den Datenaustausch der angeschlossenen Geräte. Er ist das Herzstück und die Kommunikationszentrale im vernetzten Zuhause. Die Leistungsgrenzen des Routers sind für das gesamte Netzwerk entscheidend. Mit einem veralteten Router können Sie selbst aktuellste und schnellste Endgeräte nur in gedrosselter Geschwindigkeit nutzen. Haben Sie einen Router der schon einige Jahre in Betrieb ist, lohnt sich ein Blick auf die aktuelle Gerätegeneration. Unter Umständen ist ein Heimnetzwerk mit mehreren Geräten erst durch einen Routerwechsel überhaupt nutzbar.


Kann ich einen Fernseher in mein Heimnetzwerk einbinden?

Ja, wenn das TV-Gerät netzwerkfähig ist, ist dies kein Problem. Damit haben Sie zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch und zur Nutzung von Daten auf dem TV-Bildschirm. Hat Ihr TV kein Empfangsmodul für den Empfang von HDTV, benötigen Sie einen Receiver. Ihr Heimnetzwerk im Wohnzimmer ist mit einem HD-ready-Fernseher und einem leistungsfähigen Receiver bereits gut ausgestattet. Die Wiedergabe der Inhalte von PC und Co. übernimmt der Receiver und bringt Ihre Medieninhalte auf den TV-Schirm.


Was ist ein 4k Receiver?

Gerade im Bereich der High End Lösungen hat sich auf dem Receiver Markt besonders viel getan. Für Liebhaber extrem scharfer TV-Bilder gibt es in der Oberklasse 4k-Upscaling Geräte, die das HD-Fernsehbild auf noch höhere Auflösung hochrechnen. Voraussetzung ist ein Fernseher, der eine entsprechend hohe Auflösung wiedergeben kann. Der obligatorische Netzwerkanschluss im High End Segment sorgt dafür, dass die Geräte ausbaufähig sind und sich nahtlos in das Heimnetzwerk einfügen.


Auf welche Merkmale sollte ich beim Kauf von netzwerkfähigen Geräten generell achten?

Bei der Neuanschaffung von netzwerkfähigen Geräten sind schnellere Verbindungen langsameren immer vorzuziehen. Bei Herstellern, die Updates anbieten, sind Sie prinzipiell auf der sicheren Seite gegen allzu schnelles Veralten der Systeme. Außerdem sollten Sie die Geräte nach verwendbaren Anschlüssen überprüfen, insbesondere zu Komponenten, die Sie schon haben und weiternutzen möchten. Mehr, vielfältige und schnelle Anschlüsse sind immer besser. HDMI, WLAN, Gigabit LAN und USB Anschlüsse (ab USB 2.0, besser 3.0) verschaffen Ihnen größtmögliche Flexibilität. Mit schnellen Anschlüssen können Sie die immer höheren Datenaufkommen der Angebote voll nutzen und bleiben gleichzeitig abwärtskompatibel mit älteren vorhandenen Geräten, die Sie dadurch weiternutzen können. Aktuellste Geräte unterstützen USB 3.0, dadurch werden Kopier- und Speichervorgänge deutlich beschleunigt. Bei Mediaservern und Geräten für TV und Audio Empfang wie Receivern, Blu-ray-Playern etc. sollten Sie zusätzlich darauf achten, dass Ihr Wunschmodell mit möglichst vielen Formaten zurechtkommt.


Kann auch meine Hifi-Anlage bzw. mein Surround-System mit ins Netzwerk?

Wer Wert auf eine gute Akustik legt, Musik in mehreren Räumen hören möchte oder sich Raumklang ins Heimkino holen möchte, kommt an einer separaten Audiolösung nicht vorbei. Hier gibt es eine Vielzahl von Lösungen, so dass vom Einsteiger bis zum Audiophilen wirklich jeder seine perfekte Heimnetzlösung finden kann. Die Einbindung ins Heimnetzwerk selbst ist einfach: An Ihre Hifi-Anlage können Sie alle TV-Geräte anschließen, an spezielle AV-Receiver für Surround-Sound ebenfalls.


Kann ich mein Heimnetzwerk später nachrüsten und ausbauen?

Ja, mit schnellem Internet und einem schnellen Router können Sie der weiteren Entwicklung auf dem Gebiet der Heimvernetzung entspannt entgegensehen. Nicht alle Geräte müssen ausgetauscht oder ersetzt werden, sondern lassen sich weiter nutzen und auf einfache Weise ins Heimnetz einbinden. Sobald Sie Ihren Fokus kennen, können Sie gezielt loslegen und sich Ihr Wunschmodell ohne Reue zulegen – sofern es über einen Netzwerkanschluss verfügt. Wenn Sie auf Streaming-Standards achten und überprüfen ob Anschlüsse für vorhandenes Equipment vorhanden sind, können Sie Ihre eigene Heimvernetzung schrittweise und budgetschonend ausbauen.


Wie kann ich Streaming Services aus dem Internet nutzen?

Online Videotheken befinden sich entweder schon auf Ihrem Smart-TV oder werden vom Receiver, einer TV-Box oder anderen netzwerkfähigen Geräten bereit gestellt. Haben Sie Ihren Fernseher vor 2010 gekauft, können Sie wahrscheinlich nicht ohne zusätzliches Empfangsgerät auf die Inhalte der Online Videotheken zugreifen. Das geht allerdings mit einer Reihe von externen Geräten Ihres Heimnetzwerkes: Per Blu-ray-Player, bei denen sich auch ältere Geräte nachrüsten lassen, per HDTV-Receiver, Apple- oder Videoweb TV und sogar mit Spielekonsolen wie der Playstation 3. Derzeit unterstützen unterschiedliche Hersteller jedoch nicht alle verfügbaren Online-Videotheken, sondern meist maximal zwei.


Welche Geschwindigkeit sollte mein Internetzugang haben, wenn ich ein Heimnetzwerk aufbaue?

Für ein Einsteiger-Heimnetzwerk sind Datenraten ab 6.000 Kbits/s zu empfehlen. Grundsätzlich gilt: Höhere Datenraten sorgen für schnelleren Datendurchsatz. Wer hochauflösende Daten wie HD-Filme streamen und auf mehreren Endgeräten ruckelfrei ansehen möchte, sollte Übertragungsraten ab mindestens 16Mbs/s wählen, besser sind 50Mbs/s und 100MBs/s Datenübertragungsraten.


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