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Willkommen bei Was lesen Sie so? - Berühmte Autoren stellen ihre Lieblingsbücher vor.
Diesmal haben wir Jan-Philipp Sendker nach seinen Lieblingsbüchern gefragt. Schauen Sie wieder vorbei - zukünftig werden hier weitere populäre Autoren ihre Lieblingsbücher vorstellen.
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Was lesen Sie so, Jan-Philipp Sendker?
Mich mit einem neuen, wunderbaren Buch ins Bett oder auf das Sofa zu verkriechen und die Welt um mich herum zu vergessen, gehört zu den schönsten Erinnerungen meiner Kindheit und Jugend. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Vielleicht mit einem Unterschied: Früher habe ich jedes Buch zu Ende gelesen, heute lege ich Bücher, die mich nicht in ihren Bann ziehen, nach 80 bis 100 Seiten weg. Das Leben ist zu kurz für Bücher die mich langweilen. Aus den vielen, vielen Büchern, die mir etwas bedeuten, fünf herauszusuchen ist kaum möglich, ich habe es trotzdem versucht. Hier ist eine kleine Auswahl meiner Lieblingsbücher.
Jan-Philipp Sendker
Der Keller von Thomas Bernhard

Der Österreicher ist einer meiner Lieblingsschriftsteller. Für mich ein Genie was seine Sprachgewalt betrifft. Diese Buch ist Teil seiner fünfbändigen Erinnerungen an seine Kindheit. Sie muss unsagbar trostlos und traurig gewesen sein. Wie sich ein Mensch aus diesem seelischen Elend befreit und beschließt zu leben ist eine grandiose Lektüre. Das gilt ebenfalls für die anderen Bände, Die Kälte, Ein Kind, Der Atem und Die Ursache.
Thomas Bernhard, Der Keller
Leben! von Yu Hua

Diese Geschichte einer Familie gibt uns in einer schlichten Sprache einen Einblick in die jüngere Vergangenheit Chinas. Eine ergreifende Geschichte über die Widerstandskraft und den Überlebenswillen des Menschen.
Yu Hua, Leben!
Zehn Milliarden von Stephen Emmott

Ein Sachbuch über den Klimawandel und seine Konsequenzen. Noch nie hat mir ein Wissenschaftler in so einfacher und verständlicher Form die katastrophalen Folgen unserer Lebensweise verdeutlicht. Mein 16-jähriger Sohn hat es mir empfohlen. Eine Pflichtlektüre für jeden von uns.
Stephen Emmott, Zehn Milliarden
Extrem laut und unglaublich nah von Jonathan Safran Foer

Die herzzerreißende, aber auch komische Geschichte eines Jungen, der beim Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 seinen Vater verlor. Wunderschön geschrieben, sehr berührend, ich habe es nicht aus der Hand gelegt.
Jonathan Safran Foer, extrem laut und unglaublich nah
Der Gott der kleinen Dinge von Arundhati Roy

Eines der wenigen Bücher, welches ich mehr als einmal gelesen habe. Großartige Sprache, traurig, romantisch, melancholisch und spannend. Die Geschichte einer verzweifelten Liebe in Indien, die an den gesellschaftlichen Zwängen zerbricht.



Arundhati Roy, Der Gott der kleinen Dinge

Kennen Sie die Empfehlungen? Und welche Bücher können Sie selbst empfehlen?

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