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Das böse Mädchen
 
 
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Das böse Mädchen [Taschenbuch]

Mario Vargas Llosa , Elke Wehr
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (40 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 395 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 20 (26. November 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518459325
  • ISBN-13: 978-3518459324
  • Originaltitel: Traversuras de la niña mala
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,8 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (40 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.495 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Mario Vargas Llosa
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Her mit den kleinen Chileninnen! rufen die Jungs in Peru. Es ist ein grandioser Sommer. Der berühmte Pérez Prado kommt mit seinem Zwölf-Mann-Orchester, in der Stierkampfarena gibt es einen Mambo-Wettbewerb, der trotz der Drohung des Erzbischofs, alle Teilnehmer zu exkommunizieren, bestens ankommt -- und die Clique des Ich-Erzählers veranstaltet Wettkämpfe in Straßenfußball oder Schwimmen. Überhaupt spielt die Welt verrückt in jenem Sommer des Jahres 1950: Der Hinkefuß Lañas wird von einem Mädchen erhört, Tico Tiravante bricht mit Ilse, die zu Víctor Ojeda überwechselt. Und dann sind da noch die Mädchen aus Chile, zwei Schwestern, die "uns Jungen aus Miraflores, die wir gerade die kurzen gegen die langen Hosen eingetauscht hatten, gehörig den Kopf verdrehten".

Die Mädchen aus Chile tanzen den Mambo ganz freizügig und unverschämt. Vor allem eine: das böse Mädchen, 15 Jahre alt, in das der ebenfalls 15-jährige Ich-Erzähler im gleichnamigen Roman von Mario Vargas Llosa sich unsterblich verliebt. Dann ist sie plötzlich weg, und ihm bleibt nur die Erinnerung -- bis er sie eines Tages in Paris für eine Nacht der Leidenschaft wiedertrifft. Es folgt eine Kette von Treffen, abenteuerlichen und leidenschaftlichen Treffen, die sich wie eine Schlinge um sein Leben ziehen.

Am Ende wird der Autor vom bösen Mädchen wieder verlassen -- nicht ohne die Bitte, sie, sollte er ihre Liebesgeschichte aufzuschreiben gedenken, nicht zu schlecht wegkommen zu lassen. Vargas Llosa hat ihr diese Bitte, stellvertretend für seine Hauptfigur, erfüllt. Denn Das böse Mädchen ist ein wundervoller Roman, leicht und freizügig wie der Mambo. Und er ist eine Liebeserklärung an die Freiheit und die Frauen generell. --Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

kulturnews.de

Raus aus Peru, aus dem Land, das so gar keine Zukunft zu bieten hat. Das will auch Ricardo, der in den 50ern in Lima aufwächst. Dort trifft er das Mädchen, das sein Leben bestimmen soll - ein Mädchen, das ihren Namen ständig wechselt. Ricardo schafft den Absprung nach Europa, wie auch sein Mädchen, das sich ihm vom ersten Moment an verweigert. Sie treffen sich im Laufe des Buches, im Laufe der Jahrzehnte, immer wieder, in Paris, in Tokio, in London, in Madrid. Doch das Mädchen heiratet reich, lässt sich für Geld demütigen und verleugeugnet ihre wahre Liebe: den eher mittellosen Ricardo. "Das böse Mädchen" ist Vargas Llosas europäischster Roman. Sein Blickwinkel, der bisher eher innerhalb Perus ruhte, richtet sich nun von außen auf sein Heimatland. Dafür aber, dass er die Geschichte einer erotischer Obsession schreibt, bleibt er merkwürdig akademisch. (bl) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
58 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von JB
Format:Gebundene Ausgabe
Wie man den fünf Sternen schon entnehmen kann, war ich begeistert von diesem Roman Vargos Llosas. Glücklicher Weise war ich vor der Lektüre dieser bezaubernden "Liebesgeschichte" nicht auf die diversen Verisse in den führenden Zeitungen gestoßen, sonst hätte ich es unter Umständen gar nicht gelesen, was aus meiner Sicht ein großer Verlust gewesen wäre. Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern Vargos Llosas, spielt die politische Situation in Peru nur eine untergeordnete Rolle. Im Vordergrund steht die fatale Liebesgeschichte zwischen Ricardo (Ricardito) und dem bösen Mädchen, dem Ricardo hoffnungslos verfallen ist und das ihm immer wieder entwischt, um in regelmäßigen Abständen sein mühsam geordnetes Leben erneut aus den Fugen zu bringen. Anfangs befürchtete ich eine ewige Wiederholung immer gleicher Situationen und hegte noch Unverständnis für die scheinbar blinde Liebe Ricardos zu dem wirklich sehr bösen Mädchen. Doch die beiden Hauptfiguren entwickeln sich und ihr Beziehung zueinander auf überraschende Weise, so dass dieser Roman einige ungeahnte Wendungen nimmt und sich die Liebe Ricardos als vielschichtig und eine sehr interessante Erscheinung entpuppt. Am Ende habe ich Ricardo beinahe bewundert für seine treue und selbstlose Liebe zu dem bösen Mädchen, die durch nichts zerstört werden kann, solange sie ihn nicht vernichtet. Ich bin immer noch ganz angetan von der emotionalen Dichte dieses Romans, die sprachlich schön, wenn auch nicht übermäßig anspruchsvoll verpackt ist. Ich empfehle dieses Buch jedem, der bereit ist, Vargos Llosa auch einmal von einer etwas anderen Seite kennen zu lernen und dem bereits "Tante Julia und der Kunstschreiber" gut gefalllen hat.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
45 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Später Lohn 18. Juni 2009
Format:Taschenbuch
Voller Aufregung kaufte ich mir das Buch "Das Böse Mädchen".
Zuletzt hatte mich Vargas Llosas Buch "Das Paradies ist anderswo" gefesselt.
Eigentlich hat Mario Vargas Llosa alles, was man braucht um einen großen Liebesroman zu schreiben: Er beschreibt Gefühle, ohne zu romantisch, sentimental oder höhnisch zu werden. Auch Voyeurismus liegt ihm fern.

Das "böse Mädchen" taucht das erste Mal in seiner Jugend an seiner Seite auf: als 15jährige "chilenita", die keine ist. Tatsächlich ist sie ein armes Bauernmädchen aus den Dörfern Perus.

Ricardo lebt später in Paris, trifft sie dort als Genossin Arlette wieder. Langsam wird sie ihm zu Verhängnis.
Er wird später unfähig sein eine andere zu lieben, nur leidenschaftslose Affären begleiten ihn. Glück kann er sich zur mit der Frau vorstellen, die nichts für ihn übrig zu haben scheint, die keine Liebe spenden kann: Die Frau, die "böse" ist.
Oh, ich hatte diesmal viel zu kritisieren an Vargas Llosa:
WAS genau fasziniert ihn so am bösen Mädchen? Ja, sie ist hübsch, ja sie "hat Schalk", wie er es nennt. Und ja, Augen, mit der Farbe dunklen Honigs können einen verzaubern. Doch nie gibt der Erzähler Einblick in Dialoge zwischen ihnen. Die Figur des bösen Mädchens, deren wahrlicher Name im ganzen Buch übrigens nicht einmal genannt wird, bleibt eigentlich oberflächlich geschildert, der Charakter hat keinen Tiefgang.

Die Kapitel beinhalten immer neue Welten, nebenbei wird von nicht weniger erzählt, als von der Peruansuchen Revolution, von der Hippieszene in England, der High Society der Pferdenarren Englands, der Philosphie Frankreichs, der Geschäftswelt Tokios, und und und ...

Die Kapitel wirken wie verschiedene angefangene Bücher, das Gesamtwerk wirkt daher schlecht montiert. Soweit das erste Drittel des Buches.

Doch als Ricardo, der "gute Junge", nach Japan (etwa Seite 250) reist, wird der Leser aus seiner Lethargie gerissen. Die Obsession beginnt: Das böse Mädchen hat überzogen. Sie erleidet auf Grund ihres Lebenswandels "Narben an Körper und Seele. Man erwischt sich, wie man als Leser rachsüchtig Schmerzen des bösen Mädchens gut heißt und sie nur Sekunden später wieder bemitleidet. Man kommt auf die Idee, der treudoofe "Ricardito" solle sie schlagen, ihr wehtun, und die Stunde kommt:
Eine Szene in der Ricardo Sex mit dem bösen Mädchen hat, der ihr höchste Schmerzen bereitet ist ein großer Moment. Fast muss man von weltliterarischer Qualität reden. Denn Vargas Llosa schaffte es, eine Notewendigkeit des Schmerzes und des Hasses aufzuzeigen.
Ich gehe fast soweit zu sagen: Ohne sich gegenseitig körperlich und seelisch wehzutun, hätten beide gar nicht so lange überleben können.
Die Tage in denen, der "gute Junge" das Mädchen in seiner kleinen Wohnung in Paris aufnimmt, sie aufpeppelt als sie nur noch ein ausgemergeltes Etwas ist, sind von einer Zartheit, die für das schwache erste Drittel des Buches mehr als entschädigen.
Am Ende hat man ein Buch gelesen, das berührt.
Wenn man einen Vargas Llosa beurteilt, muss die Latte hoch hängen, daher derbe Punktabzüge für den schlechten Montagestil, die Streckungen, den (zunächst) flachen Charakter des Mädchens.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Mario Vargas Llosa hat sowohl Romane geschrieben, die sich sehr flüssig lesen lassen, als auch solche, für die man wirklich ein Liebhaber sein muss, um sich durchzuboxen.
"Das böse Mädchen" ist wieder einer jener gut lesbaren. Dem Plot ist leicht zu folgen, die Geschichte nachvollziehbar, und die jahrelange Suche des Erzählers nach seinem "bösen Mädchen" kurzweilig geschrieben. Aber auch Freunde der komplexeren Zusammenhänge werden hier mit typischen Llosa-Themen wie Kunst und Medien, die Suche nach dem Glück, poetologischen Reflexionen, der Gegenüberstellung Europa-Lateinamerika usw. glücklich. Kein wirklich origineller, neuartiger Roman, aber bewährte Qualität, und zwar leicht lesbare.
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