Man muss das Teil als einen Gag ansehen und sollte nur bei Angebotspreis zugreifen. Der V8-Sound einer 427er Cobra wurde nach meinem Empfinden ganz gut digitalisiert und klingt in meinem Wagen und mit der dort verbauten Anlage auch recht satt.
Das Finden einer freien Frequenz gestaltete sich in meiner Gegend schwieriger als ursprünglich erwartet, ist aber nicht unmöglich. Die einmal eingestellte Frequenz "merkt" sich das Gerät dann. Wenn man diese Frequenz noch auf einem freien Speicherplatz am Radio einspeichert, dann ist also eigentlich die komplette "Vorarbeit" erledigt.
Leider muss man das Gerät aber vor jeder Inbetriebnahme, also bei jedem Einstecken in die Zigarettenanzünderbuchse neu "anlernen". Man muss dem Gerät also jedesmal kurz die zu nutzende "Drehzahl bzw. Spannungsreichweite" vorführen.
Dazu steckt man (nach der Vorstellung der Entwickler) das Gerät ein, startet den Wagen und hält dann das Gas kurz bei 3.000 U/min, bis der Transmitter piepst. Danach geht man auf Standgas-Drehzahl runter. Die dazwischen ermittelte "Range" ist jetzt der Arbeitsbereich für den Soundgenerator.
Jetzt wird sich so mancher wundern, warum man denn nur bis 3.000 U/min geht. Das macht man, weil die Entwickler (vordergründig) angeblich in dem üblicherweise genutzten niedrigen Drehzahlbereich den vollen Sound zur Verfügung stellen wollen. Bei 3.000 U/min röhrt der Sound-Generator also wie eine V8 bei Höchstdrehzahl. Fährt man also morgens mit kaltem Motor los, dann wird man bei 3.000 Touren zum Hochschalten animiert und erlebt trotzdem das komplette Klangbild eines V8 vom Standgas bis zur Höchstdrehzahl.
Dies (die Unsynchronität zwischen der tatsächlichen Drehzahl und der Drehzahl des Soundgenerators) wurde in vielen Tests kritisisiert. Was passiert also, wenn man den Transmitter wie oben beschrieben angelernt hat und dann bei warmem Motor mal bis 5000, 6000 oder 7000 U/min dreht? Antwort: Der Transmitter verliert das Signal. Bereits bei ca. 4.000 U/min wird es seitens des Transmitters mucksmäuschenstill. Geht man mit der Drehzahl wieder runter, dann findet das Gerät hin und wieder zurück in das alte Programm. Manchmal bleibt es aber auch nach etwa 10 Sekunden der Stille urplötzlich bei einer hohen Drehzahl hängen, was für Schreckmomente hinter Steuer sorgen kann.
Warum also den Transmitter nicht mit dem tatsächlich im Auto verfügbaren Drehzahlbereich anlernen? Naja, erstmal wird wohl nicht jeder Autobesitzer Lust haben, seinen kalten Motor nach dem Anwerfen bis zum Begrenzer zu drehen und das ist gut so.
Im warmen Motorzustand habe ich es dann trotzdem mal ausprobiert und meinen Wagen während des Anlernens auf 6.000 U/min gehalten (möglich sind über 7.000).
Jetzt ist diese (gemäß der Hersteller ja gewollte) Unsynchronität nahezu verschwunden und der Generator liefert ein Klangbild, welches einem V8 mit ähnlicher Drehzahl sehr nahe kommt. Besonders das tiefe Grollen und Blubbern beim Anfahren, welches sich ja jetzt auch über einen größeren Drehzahlbereich erstreckt, macht Spaß und kommt nun gut zur Geltung. Schön wäre es, wenn man diese Einstellung nun hätte speichern können.
Am Ende verliert man aber trotzdem schnell den Spass am Transmitter. Für einen Gag ist das Teil immer gut und deshalb bleibt es auch bei mir im Handschuhfach. Mehr als 3 Sterne gibt es aber nicht.