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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
26 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Eine Fundgrube von Ideen,
Rezension bezieht sich auf: Das atlantidische Weltbild. Nationalsozialismus und Neue Rechte auf der Suche nach der versunkenen Atlantis (Broschiert)
Die Anhaenger der Atlantissaga in der Zwischenkriegszeit hatten ein eigenes, "atlantidisches", Weltbild, das von Todessehnsucht gekennzeichnet war; der Nationalsozialismus war dann Mittel zum Selbstmord. Dies in etwa ist die Hauptthese des Autors, die er durch Verweis auf eine Vielzahl von Primaerquellen zu belegen sucht - allein deren Aufzaehlung fasst ca. vierzig Seiten. Nach einem eher kurzen Hauptteil folgt ein umfangreicher Fussnotenapparat, der es zum Teil in sich hat und z.B. in einer Fussnote die komplette Geschichte der beruechtigten SS-Tibet-Expedition enthaelt. Fuer seinen Hauptgegenstand hat der Autor damit nicht mehr viel Raum - aber es reicht fuer einen Streifzug durch die Theorie des Mythos im Allgemeinen, die These, das Bild der untergehenden Insel sei uns genetisch einprogrammiert, die weltanschauliche Abgrenzung zwischen Nationalisten und Nationalsozialisten ... Damit ist klar, dass keine der (sehr interessanten) Ideen wirklich detailliert verfolgt werden kann. Die Rezeptionsgeschichte der zitierten Werke (wer hat den Schwachsinn geglaubt?) bleibt im Dunkel, eine Leserumfrage ist im Nachhinein nicht mehr moeglich, die Auflagenhoehe wuerde aber schon interessieren. Die Thule-Gesellschaft war ein kleiner Kreis, waehrend anthroposophische Atlantisvorstellungen auch jetzt noch potentiell alle Schueler an Walldorfschulen erreichen koennen - die Gewichtung der Quellen sorgt leider dafuer, dass das vorliegende Werk keine Aussage ueber die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg zulaesst. Querbezuege zwischen Atlantis und anderen esoterischen Vorstellungen kommen viel zu kurz. Ich verstehe das vorliegende Buch eher als Anregung, in welche Richtungen Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
32 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine brillante und überzeugende Analyse,
Rezension bezieht sich auf: Das atlantidische Weltbild. Nationalsozialismus und Neue Rechte auf der Suche nach der versunkenen Atlantis (Broschiert)
Franz Wegeners Untersuchung zum Thema des Atlantikmythos im Zusammenhang mit der Entwicklungsgeschichte des Nationalsozialismus und des Rechtsradikalismus ist brillant und geradezu ein MUSS für Leser, die an diesem Thema interessiert sind. Endlich habe ich in Franz Wegeners Buch alle jene Argumente gefunden, die mir in Zukunft helfen werden, gegen Jürgen Spanuths hirnrissige Thesen zu argumentieren bzw. dieselben zu widerlegen. Tatsächlich ist es ja kaum zu fassen, dass es immer noch rechtsmarschierende und rechtsdenkende Menschen gibt, die sich noch dazu auch heute noch!! für eine nordisch-reine Elite halten, wobei sie sich u.a. auch auf Jürgen Spanuths Wahnsinn beziehen (und daher auch von anderem Wahnsinn überzeugt sind.) Spanuth wollte beweisen bzw. überzeugen, ausgerechnet die von Atlantis-Helgoland emigrierten Nordmeervölker hätten für Jahrhunderte in der Levante das kulturelle Geschehen bestimmt. Spanuth behauptet ja sogar, Teile der Nordmeervölker hätten sich als Herakliden bzw. Atlanter oder Dorer! dauernd in Griechenland niedergelassen, also in jenem Land, dem sie die Sprache!! und die Schrift!!, eine neue Kriegstechnik, den olympischen Sport und selbstverständlich auch mit heissem Bemühn die Götterwelt, kurz, eine neue Kultur, natürlich eine nordisch-germanische Hochkultur gebracht hätten, auf der die hauptsächlichen Werte des Abendlandes beruhen. Was Franz Wegener so gründlich und schlüssig widerlegt, dass sich jeder Spanuth-Genger die mit hämischer Freude die Hände reibt. Selbstverständlich weiss sogar der Laie, dass Spanuths irre Thesen an den Haaren herbeigezogen sind, man ärgert sich aber trotzdem grün und blau, sollte man ein solches Buch aus boshaftem Interesse lesen, - findet aber trotzdem nicht immer die schlüssigen Gegenargumente, - jedenfalls ist es mir so gegangen, als mir jemand einmal das Buch von Spanuth "Die Rückkehr der Herakliden" schenkte.Da ich mich als Laie natürlich mit Herrn Wegener nicht messen kann, bin ich - eben als Laie - über sein Buch "Das Atlantidische Weltbild", Nationalsoszialismus und Neue Rechte auf der Suche nach der versunkenen Atlantis, wirklich sehr froh. Was für ein spannendes Thema! Herr Wegener langweilt nie, mit keiner Zeile! Sein Buch ist ganz klar und logisch aufgebaut mit Angabe sämtlicher Quellen bzw. Sekundärliteratur, man liest es gern und interessiert, um dem Wirkungsmechanismus des Mythos näherzukommen. Das Bild vom Norden, vom arischen "Gottmenschen" "vom reinen Blut"...der rassisch reinen Elite wird bis in die verborgensten Mechanismen untersucht. Es handelt sich um eine brillante und höchst lesenswerte Analyse, die jeder Politiker, jeder Historiker, überhaupt jeder Leser zur Hand nehmen sollte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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