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Der arme Heinrich: Mittelhochdt. /Neuhochdt.: Mittelhochdeutsch / Neuhochdeutsch [Taschenbuch]

Ursula Rautenberg , Hartmann von Aue , Siegfried Grosse
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 4,40 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 136 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag; Auflage: Neuausgabe. (1986)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 315000456X
  • ISBN-13: 978-3150004562
  • Größe und/oder Gewicht: 14,7 x 9,9 x 0,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 63.457 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

4.2 von 5 Sternen
4.2 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr interessant und packend 17. September 2007
Ich habe das ganze Buch an einem Tag (heute) verschlungen, weil es einen einfach mitreißt. Es ist schwer zu beschreiben. Ich finde es ist sehr schön geschrieben und auch ausführlich. Nur die schöne alte Dichtung ging mit der Übersetzung verloren. Das ist schade. Ansonsten ein absolut empfehlenswertes Buch! Darum 5 Sterne!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk der mittelhochdeutschen Literatur 30. August 2005
Von Amazon bestätigter Kauf
Abgesehen von Wolfram von Eschenbachs "Parzival" stellt Hartmanns von Aue "Der arme Heinrich" das wohl wichtigste Werk der deutschen Literatur im Hochmittelalter dar. Die Geschichte eines von Gott reich beschenkten Adligen, der scheinbar grundlos von der Lepra befallen wird, war zum Zeitpunkt ihres Erscheinens ein Meilenstein der höfischen Dichtung und erfreut sich bis zum heutigen Tag einer großen Rezeption. Unter dem Einfluss der Schule von Chartres, deren Ideen und Vorstellungen von deutschen Dichtern wie Hartmann von Aue, Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg übernommen wurden und beinflusst durch mystische Gedanken, die bis zu Platon zurückreichen, entstand dieses herausragende Werk, dessen exakte Datierung sich im übrigen sehr schwierig gestaltet, da wir im Zusammenhang mit dem Leben und Wirken Hartmanns von Aue über keine genauen Daten verfügen und daher vielfach auf die Angaben diverser Zeitzeugen (z. B. Wolframs von Eschenbach) angewiesen sind.
Etwas problematisch ist allerdings die neuhochdeutsche Übersetzung des "armen Heinrich", die man als relativ frei bezeichnen muss. Auch wenn es wirklich große Unterschiede zwischen der mittelhochdeutschen und der heutigen deutschen Sprache gibt und der Sinn des Textes trotz der freien Übersetzung ganz gut verständlich wird, so bin ich doch der Auffassung, dass man sich etwas näher an den ursprünglichen Text hätte halten sollen. Sehr interessant ist auch der starke Wandlungsprozess, den Heinrich im Verlauf der Erzählung durchläuft und der ihn schließlich zu einem besseren, weil gottgefälligeren Leben führt und ihn dadurch auch von seiner schweren Krankheit erlöst.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wurzeln deutscher Literatur 26. August 2011
Von Amazon bestätigter Kauf
Inhalt:

Die Geschichte stellt den in allen, seinem Stande entsprechenden Tugenden als mustergültig beschriebenen, Ritter Heinrich vor, der durch Gottes Willen an Aussatz erkrankt und nunmehr ein Leben abseits seines ihn meidenden gesellschaftlichen Umfeldes zurückgezogen auf einem Meierhof verbringt. Mit diesem Los sich nicht abfinden wollend, konsultiert er aber vorher noch die besten Ärzte seiner Zeit. Diese offenbaren ihm, das nur das Herzblut einer Jungfrau im heiratsfähigen Alter ihn gesunden lassen könne, dies aber auch nur dann, wenn ein solches Opfer freiwillig und völlig selbstlos erfolge.

Auf dem Meierhof wohnt u.a. auch die Tochter des Bauernehepaares, welche sich zusehends mit Heinrich anfreundet, ungeachtet seiner Krankheit. Nach Jahren erfährt die Tochter von der Aussage der Ärzte und stellt sich dem ihr ans Herz gewachsenen Ritter als Opfer zur Verfügung.

Sowohl Eltern, Heinrich, wie auch der Arzt in Salerno, welcher das Opfer letztendlich vollziehen soll, versuchen ihr diese Idee auszureden, zumal sie sie zuerst als kindliche Schwärmerei erachten. Das Mädchen überzeugt jedoch nicht zuletzt wegen ihrer Eloquenz, erklärt durch das Wirken des Heiligen Geistes, sowie ihrer in sich schlüssigen Argumentation, einen nach dem Anderen, dass sie von ihrem Entschluss keinesfalls ablassen werde.

Als jedoch im Anschluss an die Reise nach Salerno, dem damaligen Zentrum der medizinischen Künste, die Opferung der jungen Maid unausweichlich wird, bricht Heinrich die ganze Aktion ab, da er dies nicht mit seinem Ehrenkodex vereinbaren kann. Dies jedoch nicht ohne heftiges Aufbegehren des Mädchens, das sich u.a.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Muss-neben Parzival 6. Februar 2005
Von Ein Kunde
Dieses Werk gehört zu der Epoche des Mittelalters und sollte natürlich neben "Parzival" im Deutsch-Unterricht behandelt werden.In diesem Werk findet man natürlich klassische Merkmale dieser Epoche, Gott spielt eine große Rolle und die Anspielung auf eine Bibelgeschichte fällt dem Leser deutlich ins Auge. Der flüssige Schreibstil sorgt für eine gute Atmosphäre beim Lesen.
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3.0 von 5 Sternen Eine krude Geschichte 26. Februar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf
Ein ritter so geleret was,
daz er an den buochen las,
swas er daran geschriben vant;
der was Hartman genant,
dienstman was er z`Ouwe.
Also ein Ritter, der lesen konnte.
In der manessischen Handschrift findet sich eine Abbildung des Hartmann von der Aue mit Adlerkopf am Helm,
Kurzum ich wollte wissen, was er geschrieben hat: "Den armen Heinrich." (neben Erec und Iwein).
Ein edler Ritter wird vom Aussatz befallen, er fährt zu berühmten Ärzten nach Salerno: nur das Herzblut einer unschuldigen Jungfrau (und zwar im konkreten Sinne) könnte ihn retten. Da Heinrich durch seine Krankheit für alle abstoßend wirkt, kommt er bei einer Bauernfamilie unter. Die Tochter bietet sich ihm freiwillig an sich zu opfern - auch um die ewige Seligkeit zu erringen.
Sie reisen gemeinsam nach Salerno. Sexual-sadistisch die Szene dort: die nackte Jungfrau liegt, der Arzt (!) wetzt das Messer, Heinrich beobachtet die Szene hinter der Türe - im letzten Moment verzichtet er auf das Herzblut der Jungfrau. Alles wird gut " der heilige Christus erlöste beide von ihren Leiden. Der Ritter heiratet die Jungfrau. ("Si muose iedoch genesen" = sie mußte doch überleben!).
Hartmann gibt an, eine Geschichte, die er geschrieben fand ("ein rede, die er geschriben vant" zu erzählen.
Dem Heft ist ein interessantes Nachwort beigegeben. Daraus geht eine eigenartige Rezeption im 19. und bis zum 20 Jhd. hervor:
Wilhelm Grimm's Prosaübersetzung: "ein allgemein lesbares Volksbuch", oder Karl Simrock 1847 "sehr lieblich und rührend zu lesen,
Bei Borchart 1925 wird die Jungfrau gar zur "ersten Germanin".
Für mich jedenfalls ein befremdliches Sujet!
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