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Wie wir arbeiten werden. Der neue Bericht an den Club of Rome.
 
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Wie wir arbeiten werden. Der neue Bericht an den Club of Rome. [Broschiert]

Orio Giarini , Patrick M. Liedtke
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 316 Seiten
  • Verlag: Heyne (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453155238
  • ISBN-13: 978-3453155237
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 722.146 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Seit den Prophezeiungen der "Grenzen des Wachstums" lösen Berichte an den Club of Rome immer wieder sehr tiefgehende Diskussionen aus. Das Buch Wie wir arbeiten werden von Orio Giarini und Patrick M. Liedtke steht in dieser guten Tradition der Berichte, die mit großem analytischem Tiefgang problemorientiert Zukunftsthemen aufgreifen.

Die von Ernst Ulrich von Weizsäcker im Vorwort formulierte These "Menschliche Arbeit ist mehr als nur Produktionsfaktor eines funktionierenden Wirtschaftssystems. Arbeit ist unentbehrlich für das Selbstwertgefühl" dient dabei gleichermaßen als Ausgangs- wie Endpunkt der Überlegungen. Ausgehend vom eigenständigen Wert der Arbeit über die engen Grenzen der materiellen Bedarfssicherung hinaus wird zuerst das Verhältnis der Wirtschaftswissenschaften zur Arbeit thematisiert. Die Autoren machen deutlich, daß das Verständnis von Arbeit immer noch sehr stark durch die industrielle Revolution des 19. Jahrhunderts geprägt ist. Eine Hypothek dieses Verständnisses liegt darin, daß wir auch in der heutigen Dienstleistungsgesellschaft vor dem Problem stehen, daß der Wert freiwilliger, wohltätiger Arbeit zu gering geschätzt wird. Erst durch ihre Aufwertung wäre es aber möglich, den Wert der Arbeit als Teil der Persönlichkeit des Menschen entsprechend zu würdigen.

Diese Aufwertung fordern Giarini und Liedtke mit Nachdruck. Ihr Lösungsansatz heißt "Mehrschichtenmodell der Arbeit". Die "erste Schicht" soll für jeden ein Minimum an bezahlter Tätigkeit zur Verfügung stellen und durch Teilzeitbeschäftigungen ("zweite Schicht") ergänzt werden. Die "dritte Schicht" schließlich umfaßt gleichberechtigt alle Tätigkeiten, die in Eigenleistung erbracht werden oder nicht bezahlte freiwillige Tätigkeiten.

Mit diesem Bericht haben die Autoren eine überaus fundierte Diskussionsgrundlage vorgelegt, die nicht nur zum Nachdenken anregt, sondern den Verfechtern dieser Reformrichtung ein wohlbestücktes Arsenal an begründeten Argumenten an die Hand gibt. --Manfred Schwarzmeier -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Die Berichte an den Club of Rome haben schon immer Zukunftsfragen der Menschheit angepackt - wie -Die Grenzen des Wachstums- oder -Faktor Vier-. Das Beschäftigungsdilemma und die grassierende Arbeitslosigkeit erfolgreich zu bekämpfen ist Thema des neuen Berichts an den Club of Rome.

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Kundenrezensionen

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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Die Grundthese des Buches, daß wir unbezahlten Tätigkeiten einen erheblich höheren Stellenwert einräumen müssen, ist an sich begrüßenswert. Freilich hätten die Autoren das Wenige, was sie darüber wirklich zu sagen haben, auch auf maximal 30 bis 50 Seiten unterbringen können. So ist aus dem Buch eine Aneinanderreihung von Substanzlosigkeiten und quälenden Wiederholungen von wenigen immergleichen und keineswegs sonderlich in die Tiefe gehenden Kernaussagen geworden, die wohl nur auf diejenigen überzeugend wirkt, welche die Ansicht der Autoren ohnehin schon teilen. Zudem verengt sich die Darstellung auf einen einzigen Aspekt der Beschäftigungsproblematik, eben die Integration nichtmonetarisierter Tätigkeiten - unbestritten ein wichtiger Punkt, aber wohl kaum der entscheidende; eine wesentlich überzeugendere Analyse der Ursachen für die anhaltende Massenarbeitslosigkeit liefert z.B. "Energie und Kreativität" von R. Kümmel.

Das schwerwiegendste Manko aber ist die sprachliche Unbeholfenheit der Autoren (oder der Übersetzer?). Insbesondere der extreme Nominalstil macht die Lektüre zur Qual: In einem fort werden Schlagworte und mitunter nichtssagende Phrasen notdürftig aneinandergekleistert zu "Sätzen", die unnötig kompliziert, ohne Kraft und Ausstrahlung und mitunter schlichtweg sinnlos oder falsch sind, wie das folgende Beispiel illustriert:

"Eben weil materielle Produkte immer weniger Wert haben, solange sie nicht angemessen genutzt werden, verlangt der wirtschaftliche Wert der Nutzung und der Prozesse der Eigenproduktion und Eigenkonsumtion, zu denen er anregt, die Neuberücksichtigung dieser Tätigkeiten als voll wertschöpfend in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht."

Fazit: Zwar sind wissenschaftliche Texte oftmals nicht ganz leicht zu verstehen; aber nicht alles, was kompliziert und schwer verständlich ist, sollte sich wissenschaftlich nennen.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kaum lesbar 9. Januar 2010
Von Lena Waider TOP 100 REZENSENT
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Das Buch liest sich stellenweise sehr holprig. Ich vermute (in Unkenntnis des Originals), dass dafür in erster Linie die schwache Übersetzung verantwortlich ist, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Autoren auch im Original so ausdrücken.

Ein Schwergewicht liegt auf heutiger unbezahlter Arbeit, bei denen sich aus Sicht der Autoren etwas tun muss. Diese Erkenntnis ist zwar grundsätzlich richtig und wichtig, allerdings verstellt sie zunächst ein wenig den Blick auf die Ursachen der heutigen Arbeitslosigkeit. Seitdem nicht mehr die Menschen, sondern die Unternehmen (als nächst höhere Systemebene) das Wirtschaftsleben bestimmen, hat sich ein fataler Hang zum Verbrauch bei gleichzeitig weitestgehendem Verzicht auf die Erneuerung lebensnotwendiger Ressourcen herausgebildet. Beispielhaft sollen hierfür die Energie- und Humanressourcen genannt werden.

Ein Land könnte z. B. vollständig auf die interne Erneuerung seiner Humanressourcen (Familienarbeit) verzichten und stattdessen ausschließlich auf Migration setzen. Hierdurch würde man einerseits die gesamte Nachwuchsarbeit (die zum überwiegenden Teil zu den von den Autoren genannten unbezahlten Arbeiten zählt) ins Ausland verlagern, andererseits würden sich dann alle erwachsenen Frauen und Männer um einen Vollzeitjob in der Wirtschaft bemühen, da sie nicht mehr mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu kämpfen hätten. Die Folge wäre eine verheerende Arbeitslosigkeit. Da sich unser Land aktuell immerhin noch zu Zweidritteln reproduziert, sind die Folgen nicht ganz so drastisch, dennoch aber spürbar.

Gleiches gilt für die fehlende Erneuerung von Energieressourcen. Auch hierdurch rechnen sich Automatisierungen zu leicht, wodurch es zu einem zu schnellen Verlust an Arbeitsplätzen kommt.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr empfehlenswert ! 5. Januar 2000
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch behandelt eine der am meisten thematisierten Probleme heutzutage: das Arbeits- und Beschäftigungsproblem. Gerade wegen der hohen Arbeitslosenzahlen und der immer wieder im Dunklen tappeneden Politik ist dieses Buch ein gelungener Lesestoff für Ökonomen und Soziologen. Es befasst sich mit erstaunlicher Breite und Tiefe mit der Zukunft unseres Arbeitsmarktes und zeigt neben früheren Entwicklungen und Fehlern neue Wege und Möglichkeiten auf. Anders als die anderen Berichte an den Club of Rome (Grenzen des Wachstums, Vaktor vier, usw.) ist es weniger popularistisch geschrieben. Ein gewisses Grundverständnis ist deshalb auf jeden Fall erforderlich. Sehr empfehlenswert vor allem, oder nicht nur, für unsere Politiker! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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