Hugo ist Manager eines Baumaschinenverleihs, Ariane betreut die Kinder, beaufsichtigt den Umbau des Hauses und verkauft Schmuck im Direktvertrieb. Ihre Lebenswelten berühren sich viel zu selten, die Wertschätzung für die Leistung des Partners kommt abhanden, und damit ist die Liebe in Gefahr.
Doch Ariane gibt nicht so schnell auf und macht aus dem Stoßseufzer ('so gut wie du möchte ich's auch mal haben') ihres Mannes einen ernsten Vorschlag: lass' uns für ein Jahr die Rollen tauschen!
Doch erst, als nach einem letzten unverzeihlichen Versagen Hugos Ariane schon mit Kindern und Koffern auf dem Bürgersteig steht, ist Hugo tatsächlich bereit zu diesem Experiment.
Die Menschenkenntnis und Effizienz eines smarten Schuldeneintreibers beeindrucken Ariane so, dass sie ihn kurzerhand mit der Aufsetzung des Tauschvertrages und dem begleitenden Coaching beauftragt.
Nach lustigen Startschwierigkeiten reüssieren beide in ihren neuen Rollen, Ariane lanciert eine brilliante Werbekampagne, Hugo verkauft Schmuck an hingerissene Damen, selbst die sehr skeptischen Kinder gewöhnen sich an das Arrangement. Bis - ja, bis...
'Ariane zieht gegen Hugo in den Krieg', wie es in einer anderern Rezension heißt, trifft es in meinen Augen überhaupt nicht. Die beiden lieben sich, und wenn das im Getriebe des Alltags und in den Wirren ihres Experimentes manchmal ins Hintertreffen gerät, räumt das furiose Finale jeden Zweifel daran aus!
Diese Komödie ist visuell und szenisch sehr stilisiert aufgebaut, die Personen bewegen sich wie choreografiert, die Dialogoge sind rasant und geschliffen - in allen Punkten das Gegenteil von Realismus.
Das alles könnte so natürlich nicht 'in echt' passieren, aber wenn man sich auf dieses unterhaltsame Märchen einlässt, wenn man sich Spaß an der Spielfreude der Darsteller und an den liebevoll gestalteten Details erlaubt, ohne tiefschürfende gesellschaftliche oder psychologische Analysen zu erwarten, dann wird man einen höchst unterhaltsamen Abend verbringen.