Eines vorweg: Die Autorin analysiert als Frau detailliert nicht nur Frauen, sondern auch uns Männer und schreibt über Eltern, obwohl Sie keine eigenen Kinder hat. Dennoch sollte das Buch von jedem Mann gelesen werden. Man behalte allerdings emotional etwas Abstand, denn die Gefahr besteht, daß der Leser zum Frauenhasser wird.
Die Autorin kritisiert in extremer Deutlichkeit die Haltung von Frauen in unserer deutschen Gesellschaft. Teilweise hatte ich den Eindruck, die Autorin hätte sich Ihre Wut über die eigene Spezies von der Seele geschrieben. Sie wirft Frauen vor, bequem zu sein wie verwöhnte Prinzessinnen und in ihrer Unzufriedenheit nicht zu wissen, was sie wollen. Dies würde nicht nur die eigene Lebensplanung zerstören, Leidtragende seien auch die vor allem männlichen Kinder und deren Väter, die mit dem Haß Ihrer Frauen überschüttet werden. Die Autorin untermauert Ihren Standpunkt mit zahlreichen Praxisbeispielen.
Die wissenschaftlichen Analysen empfand ich als wenig tiefgründig, es fehlte mir an Prägnanz. Die in die Zukunft gerichteten Lösungsansätze überzeugten mich auch nicht. Wenn aber nur genug Männer dieses Buch lesen, wird sich die nächsten Generationen vielleicht nicht mehr auf der Nase herumtanzen lassen.
Die Autorin möge als nächstes eine weitere Sammlung von Beispielen veröffentlichen. Diese sind wegen den teilweise extrem unterdrückten Männern schon wieder unterhaltend.