Trotz eines eher nüchternen Umgangs mit der Vergangenheit des berühmten Nobelpreisträgers, kann dieses Werk nur als überaus schamlos und demagogisch bezeichnet werden. Konrad Lorenz war weder "Mitläufer" noch "Mittäter" des NS-Regimes, sondern ein Wissenschaftler, der wie tausende andere auch, versucht hat in einer schweren Zeit zu überleben. Ihm das heute vorzuwerfen ist daher nicht nur respektlos, sondern auch im höchsten Maße realitätsfremd. Lorenz war seit jeher Humanist aus Überzeugung, der auch die großen Zusammenhänge menschlicher Entwicklung unter rein wissenschaftlichen Aspekten betrachtete. Überkommene Moralvorstellungen engstirniger Zeitgenossen sind daher in diesem Zusammenhang wenig sinnvoll und somit auch nicht maßgebend. Insgesamt ist das Buch ein trauriges Zeugnis für den Versuch, eine Kapazität wie Prof. Dr. K. Lorenz anzuschwärzen.