Das Buch beginnt mit einer merkwürdigen Begegnung, als ein Mann die Kanzlei eines Patentanwaltes betritt, dort in Ohnmacht fällt und mit einer unnatürlichen Stimme zu sprechen beginnt'
Bei besagtem 'Herrn' handelt es sich um ein Wesen, das die Körper verschiedenster Menschen nach Belieben Übernehmen kann, Atlamos genannt werden will und die unerklärlichsten Dinge zu wissen scheint.
Jedem Menschen, den Atlamos mithilfe seiner Wirtskörper besucht, begibt sich auf eine fantastische Reise, die sich zwischen Glauben und Realität abspielt und viele Überraschungen in sich birgt- nicht nur für die 'Reisenden'- sondern vielmehr für all jene, die das Glück haben, diesen Ereignissen beiwohnen zu dürfen.
Obwohl ich mich eigentlich zu den Agnostikern zähle, die eher an sich selber glauben, hat mir dieses unscheinbare Büchlein ein wenig die Angst vor dem Sterben genommen. Klar ist für mich die eine oder andere Stelle sehr überzogen und Realitätsfremd geschrieben worden (ganz besonders die ausgedehnte Astralreise mit anschließendem Besuch bei Jules Verne auf dem Mond).
Für mich war die Geschichte sehr unterhaltsam- das kann womöglich auch daran liegen, dass ich normalerweise Fantasy Bücher bevorzuge und 'Die andere Seite der Welt' meines Erachtens in gewisser Weise in dieses Genre fällt.
Menschen, die die Welt durch eine esoterische Brille betrachten, dürften mit dem Buch mehr Freude haben, da sie auch in ihrem Alltag vieles aus der 'geistigen Sicht' wahrnehmen. Obwohl die Geschichte einige Fragen über Wiedergeburt, Tod und Mysterien beantwortet, werfen sich genauso viele neue wieder auf.
Ich habe bewusst auf eine kurze Zusammenfassung verzichtet, um den Lesern nicht die Freude zu verderben. Soll sich doch jeder, der das Buch lesen will, seine eigene Meinung darüber bilden.
Ich habe die Geschichte als gut geschrieben und interessant empfunden- mehr aber auch nicht. Eine Offenbarung war es jedoch nicht. Vielleicht fehlt mir aber auch die Fähigkeit, zwischen den Zeilen zu lesen.
Mein Fazit: Eine interessante, stellenweise leider etwas langweilige Geschichte, die explizit für esoterisch Veranlagte Leser und Leserinnen geschrieben wurde. Menschen, die diese Art der Wahrnehmung belächeln, sollten lieber die Finger davon lassen.