Trauerarbeit heißt Auseinandersetzung mit dem Tod der Eltern/ des Elternteils, dem eigenen Tod, mit der Beziehung zu sich selbst, zu den Eltern, zur Familie.
Dies macht dies Buch deutlich, ohne kompliziert, theoretisch oder zu psychologisch zu sein.
Nach dem plötzlichen Tod meiner Mutter, zu der ich eine sehr schwierige Beziehung hatte, hat mir dieses Buch viel gegeben.
Es beschreibt die verschiedenen Trauergefühle von Schmerz, Wut, Verleugnung, Erleichterung etc. sehr gut. Anhand der Erzählungen von Betroffenen werden diese Gefühle anschaulich geschildert und es wird deutlich, daß ALLE Emotionen nach einem Todesfall nur natürlich sind.
Daß die Art und Weise, wie man nach dem Tod der Eltern/ eines Elternteils mit sich und seinen Gefühlen umgeht immer sehr stark mit der Beziehung, die man zu dem Verstorbenen hatte, zu tun hat, geht aus diesem Buch deutlich hervor. Somit lädt es nicht nur ein, die verschiedenen Trauergefühle anzunehmen, sondern auch die Beziehung, die man zu Lebzeiten zu dem Verstorbenen hatte, zu betrachten und aufzuarbeiten. Weiter noch, es zeigt sogar, daß eine erfolgreiche Trauerarbeit nur möglich ist, wenn man sich dieser oft verschiedenen Gefühle, die man zum Verstorbenen hat/ hatte, auch bewußt wird und diese nicht verdrängt.
Wunderbar ist auch, daß auf die Beziehungen zu anderen Familienmitgliedern eingegangen wird, wie sich diese nach dem Tode verändern können, zum Positiven oder auch zum Negativen, weil eventuelle Konflikte wieder aufleben.
Ein Buch, das hilft, mehr Verständnis für sich aufzubringen.
Ein Buch, daß wirklich weiterbringt.