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93 von 107 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Laut New York Times Book Review eines der besten Bücher des letzten Jahres (und ich finde, das stimmt!), 14. März 2007
Wenn man erst einmal in den Bann dieses Buches geraten ist, wird es unglaublich schwer, sich wieder davon zu lösen. Als ich irgendwann so bei Seite 300 angelangt war, habe ich es nicht geschafft, es wegzulegen. Ich war sogar versucht, morgens einfach im Bett zu bleiben, um das Buch zu Ende zu lesen und einfach die Arbeit ausfallen zu lassen. Denn die Geschichte von Blue entwickelt sich zu einem unglaublich spannenden und dichten Geschehen.
Man sollte sich definitiv nicht von der äußeren Aufmachung des Buches irritieren lassen. Sicherlich ist das Cover besser geeignet, irgendein seichtes Mädchenbuch zu verzieren. Aber das bekommt man nicht geliefert. Auch wenn es am Anfang teilweise ein bißchen den Anschein hat. Aber die Story ist - so spannend sie auch sein mag - nicht wirklich trivial, sondern bietet einem viele Gründe, auch mal ein bißchen nachzudenken.
Da das Buch von der Spannung lebt, will ich hier nicht allzuviel verraten, sondern nur das, was man ohnehin auf den ersten Seiten erfährt. Blue ist High-School-Schülerin, die mit ihrem Vater ein rastloses Leben geführt hat und von Ort zu Ort gereist ist, nachdem ihre Mutter bei einem Autounfall verstarb. In ihrem letzten Schuljahr bleiben die van Meers dann ein ganzes Jahr an einem Ort. Blue lernt eine Lehrerin, Hannah Schneider, kennen, die sich ihrer ganz besonders annimmt und sie in einen Freundeskreis einführt. Und dann stirbt Hannah Schneider plötzlich. Der Spannungsbogen des Buches lebt von dem Rätsel, wie die Lehrerin gestorben ist, und warum.
Aber abgesehen von dem enthaltenen Thriller hat das Buch noch weitere, nicht minder fesselnde Ebenen: zum Einen das Verhältnis Blue's zu ihrem Vater, zu den neuen Freunden und die schillernde Persönlichkeit Hannah Schneider's. Besonders besticht dabei die Vielschichtigkeit der dargestellten Personen.
Das einzige Manko an dem Buch ist, dass die Autorin es an manchen Stellen mit "Schnörkeln" übertrieben hat. So zitiert Blue ständig und für alles andere Bücher, die teilweise real und teilweise fiktiv sind. Das ist eigentlich eine sehr gute Idee. Aber auf die Dauer doch ein bißchen anstrengend.
Aber alles in allem: Eine ganz klare Kaufempfehlung!
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56 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sprachlich brillanter Roman über den Verlust jugendlicher Illusion, 11. April 2007
Bereits der Titel des Debütromans von Marisha Pessl "Die alltägliche Physik des Unglücks" im amerikanischen Original mit dem Titel "Special Topics in Calamity Physics" deutet darauf hin, dass es sich um ein ungewöhnliches Werk handelt. Ein kurzes Anlesen verhalf mir dann endgültig, über das wenig ansprechende kitschige Rosenmotiv auf dem Cover hinwegzusehen und mir mit einiger Erwartung dieses Buch zu Gemüte zu führen - es wurde dann phasenweise eher ein Verschlingen...
Normalerweise steht bei mir bei einer Buchbesprechung der Inhalt des Buches ganz klar im Vordergrund. In diesem Fall muss ich als erstes Marisha Pessls sprachliche Kunstferigkeit hervorheben. Selten habe ich einen Roman in einer derartigen sprachlichen Fülle, Pointiertheit und Detailverliebtheit gelesen. Jedes Wort ist bewusst gesetzt und hat seine Bedeutung und Begründung. Dabei ist die Art und Weise wie Marisha Pessl ihre Protagonistin Blue van Meer, ihre Geschichte erzählen lässt, sprachlich durchaus genauso ungewöhnlich wie Blue selbst. So werden die häufig als elegante Nebensatzkonstruktionen aufgebauten Sätze oft mit Einschüben in Klammern unterbrochen, wie dies auch geschieht, wenn man Freunden eine Geschichte erzählt, und sind gespickt mit Zitaten aus Büchern, Filmen und Liedtexten, deren entsprechenden Quellenangaben und einer Vielzahl origineller Vergleiche, Bilder und Metaphern. Diese elegante, fließende, spritzige und überbordende Sprache wird von Marisha Pessl jedoch nicht wegen ihrer selbst eingesetzt, sondern steht in unmittelbarer inhaltlicher Verbindung mit ihrer Erzählerin Blue van Meer.
Blue van Meer ist die sechzehnjährige hochbegabte Tochter eines Professors der Politikwisschenschaften, der zu jedem Semester eine Anstellung an einer anderen drittklassigen Universität annimmt, weshalb die beiden in etwa zu Beginn jedes neuen Semesters ihren Wohnort wechseln. So verlebt Blue ihre Jugend mehr zwischen als in verschiedensten Wohnorten, wo es ihr nie gelingt Freundschaften aufzubauen und einen Platz in einer Gemeinschaft zu finden. Ihre Welt wird die Welt der Bücher, die sie passiv aufnimmt, so dass sie ihr die Welt erklären, ihr einen Rahmen und Sicherheit geben. Dies zeigt sich, wenn Blue ihre Geschichte erzählt, in der sie jede Situation mit einem entsprechenden Zitat würdigt; Zitate, die zum Teil das Erzählte bereichern und interessante Anspielungen und Gedankenspiele sind, die aber manchmal lediglich Blues Einsamkeit über die Beliebigkeit ihrer Lektüre vermitteln. Blues Vater, der sich offenbar gerne selbst reden hört, hält Blue auf Reisen systemkritische Vorträge über Politik und Weltliteratur, und kommentiert alles mit seinen Lebensweisheiten, die Blue nicht in Frage gestellt sondern zutiefst verinnerlicht hat. Ihr Vater ist ihr Held und Halt, erst spät muss sie feststellen, dass er in Wahrheit weder das eine noch das andere ist.
Blue eröffnet ihre Geschichte mit der Aussage "Dad sagte immer, ein Mensch braucht einen fabelhaften Grund, um seine Lebensgeschichte aufzuschreiben, wenn er will, dass jemand sie liest". Das macht den Leser natürlich gespannt darauf, welcher fabelhafte Grund in Blues Fall dahinter steht. Darauf muss der Leser allerdings eine ganze Weile warten. In den ersten 150 Seiten erfahren wir sehr viel über Blue und ihren Vater, Erlebnisse in bisherigen Reisestationen und ihren Umzug nach Stockton. Das ist inhaltlich nicht wirklich viel, liest sich aber aufgrund Blues ironischer Darstellungen, die beweisen, dass sie nicht nur eine gute Beobachterin ist, sondern ihre Wahrnehmungen messerscharf auf den Punkt bringen kann, wodurch sie uns Alltägliches skurril und absurd erscheinen lässt, sehr amüsant. Ab Seite 150 erfährt Blues Geschichte eine Wendung. Sie lernt Hannah Schneider, eine etwas chaotische und äußerst geheimnisvolle Lehrerin, kennen, die sie mit einer Clique von fünf gleichaltrigen Schülern Jade, Leulah, Nigel, Milton und Charles zusammenbringt. Obwohl Blue nicht vollständig in die Gruppe integriert ist, kommt sie in eine für sie neue Welt, in der sie Erfahrungen mit Mode, Jungs, Parties, Alkohol etc. macht. Eine Phase des Romans, die meines Erachtens zu lange ereignislos vor sich hin mäandert und höchstens zeigt, dass Blue zwar in der Lage ist, ihre Umwelt gewissermaßen geistig zu sezieren, ihre Geschichte aber nicht auf den Punkt bringen kann. Als es bei ca. Seite 380 im Tod Hannah Schneiders durch Erhängen zur Katastrophe kommt, hatte ich als Leserin schon fast vergessen, dass Blue schon zu Beginn des Romans diese Katastrophe angekündigt hatte und fragte mich eher, warum ich diesen sprachlich wundervollen aber ereignislosen Roman eigentlich noch weiter las und ob sich überhaupt noch irgendwelche interessanten Entwicklungen ergeben würden. Manchmal ist es aber gar nicht schlecht, wenn ein Buch eine eigenartige magische Faszination auf den Leser ausübt und ihn so bei der Stange hält. Ab Seite 380 überstürzen sich die Ereignisse und endlich beginnt unsere hochintelligente durch den Tod ihrer Lehrerin und der Reaktion ihrer Clique erschütterte Protagonistin, unsere messerscharfe Beobachterin, die nicht an einen Selbstmord ihrer Lehrerin glauben kann, zu denken und zu kombinieren - das Ergebnis führt allerdings zur nächsten Katastrophe. Dass mir Marisha Pessl nicht alle offene Fragen zum Ende hin beantwortet und so der ein oder andere lose Faden in der Intrige und Verschwörungstheorie bleibt, wird für mich kompensiert durch den unglaublichen Humor, mit dem die Autorin sich in den letzten Passagen sogar selbst hinterfragt.
Am Ende läßt Marisha Pessl mich als Leserin etwas ratlos zurück. Ihre sprachliche Virtuosität machen "Die alltägliche Physik des Unglücks" zu einem faszinierenden Leseerlebnis für Leser, die an Sprache Freude haben. Aber was bleibt inhaltlich? Oberflächlich betrachtet ist "Die alltägliche Physik des Unglücks" ein Collegeroman, in dem uns eine hochtintelligente sechzehnjährige Außenseiterin ihre zum Teil mehr zum Teil weniger interessanten Erlebnisse eines Collegejahres schildert. Aber der Roman erzählt doch mehr als das. Er erzählt "das Schmerzlichste von allem: den Verlust jugendlicher Illusion", die mit der Abnabelung von Blues Vater enden muss und so erlebt der Leser zum Ende des Romans eine neue, befreite und gereifte Blue.
Für mich bleibt "Die alltägliche Physik des Unglücks" als Roman in Erinnerung, den ich trotz seiner Längen mit einer ähnlichen Faszination gelesen habe wie die frühen Werke John Irvings und den ich schon wegen seiner sprachlichen Brillanz zweifellos noch einmal lesen werde. Ob Marisha Pessls Roman zu einem Klassiker werden wird, wage ich nicht zu beurteilen. Mir reicht, dass mir das Lesen Spaß gemacht hat.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ohne Ö fehlt dir was, 28. März 2009
Wir lesen hier die Lebensgeschichte der zu Beginn der Erzählung geschätzte 18 Jahre alten Blue van Meer, ein Name, mit dem nicht nur ihre Lehrer, sondern auch ich ein Problem hatten, erinnert er doch entfernt an etwas, das zu lange Zeit in Salzwasser verbracht hat (siehe physiologus.de/wasserl.htm).
Dieses Mädchen, ausgestattet mit einem IQ von 175, macht es uns, die wir, als der Intellekt verteilt wurde gerade im Solarium waren, nicht einfach. Kaum ein Satz, der nicht durch Zitate und die dazugehörigen Quellenangaben, denen oftmals noch eine längere Erläuterung vorausgeht, unterbrochen wird. Das ständige Abschweifen von der eigentlichen Handlung bewirkte bei meinen Gedanken dasselbe. So konnte ich nicht umhin, längere Zeit darüber nachzugrübeln, ob es sein kann, daß ein Mädchen von 16 Jahren, das die selbst für manch einen Physiker schwer zu erklärende Heisenbergsche Unschärferelation versteht, alle seine Highschooljahre regulär absolvieren muß anstatt bereits munter zu studieren (vgl. Das Wunderkind Tate, MGM, 1991).
Wie auch immer, Halbwaise Blue ist Produkt der Erziehung ihres Vaters, des Soziologieprofessors mit dem impulsiven Intellekt, der sich spontan für mal dies, mal das interessiert. Nun gibt es ja solche Menschen tatsächlich, sympathisch sind sie jedoch meistens nicht. Angehäuftes Faktenwissen, ohne erkennbare Leidenschaft dahinter, einfach nur angesammelt, um es bei sich bietender Gelegenheit prätentiös abzusondern, sowas nennt man Klugscheißer, aber Blue ist noch ein bißchen mehr als das. Übernommen hat sie auch den Zynismus und die Überheblichkeit des Vaters. Und wenn man seine Gedanken dann mal eine Zeitlang beisammen hält, fällt auf, daß ein Großteil der Randbemerkungen Blues dem Äußeren ihrer Mitmenschen gewidmet ist, die, wenn man den Quellen glauben kann, überwiegend unbeliebten Tieren ähneln. Das ändert sich erst, als sie der mysteriösen Lehrerin Hannah Schneider und ihrer schillernden Schüler-Entourage begegnet. Zwar kommuniziert Blue auch mit diesen nicht wirklich auf Augenhöhe, aber zumindest optisch sind sie bis in die Spitzen ihrer allgegenwärtigen Stilettos über jeden Zweifel erhaben. Dies und die Tatsache, daß das Charisma des Vaters auch nicht zuletzt auf seinem "George-Clooney-mäßigen" Aussehen beruht, ließ bei mir den Verdacht aufkommen, daß Frau Pessl schon beim Schreiben die zukünftige Verfilmung im Kopf hatte.
Bis die Handlung nun wirklich in Gang kommt, kann man sich jetzt einige hundert Seiten damit trösten, tiefere Einblicke in die amerikanische Highschoolkultur vermittelt zu bekommen. Um zu der wie wohl an amerikanischen Schulen üblich mit einem respektvollen Titel benannten Clique (vgl. Grease, Jacobs/Casey, 1971), den Bluebloods, gehören zu können, ist natürlich zunächst die optische Gleichschaltung erforderlich. Da entblödet sich die Autorin nicht, das Klischee von "Brille weg und Pferdeschwanz auf" zu bemühen, um aus der verhuschten Streberin mit dem bedauernswerten eulenartigen Aussehen die beneidete Highschoolqueen zu machen (vgl. Eine wie keine, Miramax, 1999). Tiefgreifendere Veränderungen sind hierzu nicht vonnöten, da Blue gottseidank locker in Größe 34 paßt. Das ist bei ihrem überwiegend sitzenden Lebensstil zwar unglaubwürdig, andererseits aber notwendig, um aus der tragischen eine sexy Heldin zu machen. Allein aus diesem Grund ist vermutlich auch die Figur Zach Soderberg in das Buch hineingeschrieben worden, der urplötzlich und für den Leser in keinster Weise nachvollziehbar in grenzenloser Liebe zu Blue entbrennt, denn darüber hinaus ist sein Auftreten in diesem Roman ungefähr so sinnvoll wie die Teilnahme eines Einbeinigen an einem Arschtrittwettbewerb (siehe Die alltägliche Physik des Unglücks, Pessl, 2007).
Mit ihren neuen Freundinnen zieht Blue jetzt nachts durch üble Truckerkneipen, wo diese dann zwar einerseits mit gruseligen Typen das Damenklo blockieren, während andererseits einer der sonst so coolen Blueblood-Jungs peinlich darauf bedacht ist, sein ungeliebtes Tattoo vor fremden Blicken zu verbergen. Nach allem, was man über amerikanische Prüderie und Doppelmoral weiß oder an Vorurteilen hat, trifft es das hier vermutlich genauer als jede Fernsehserie.
Kurz vor dem Tod der Lehrerin nimmt die Geschichte dann endlich Fahrt auf und vermag zu fesseln. Eingeläutet durch die Zerstörung einer Sammlung Schmetterlingskästen beginnen die Protagonisten sich langsam zu entpuppen (vgl. Das Schweigen der Lämmer, Harris, 1989). Daß in den ersten zwei Dritteln des Buches immer wieder eine terroristische Untergrundorganisation erwähnt wird, deren Aktionen sich gegen die Auswüchse der modernen Zivilisation richten und deren Führungsriege aus einem einstmals liierten Paar besteht, das nie gefaßt wurde und nun voneinander getrennt unerkannt irgendwo unter uns lebt, hätte mir gleich bekannt vorkommen müssen, denn das gibt es genau so schon anderswo, ob die Gruppe nun wie hier Nightwatchmen, Straw Men oder sonstwie heißt (vgl. Der zweite Schöpfer, Marshall, 2005).
Die Bemühungen Blues, ihre eigene Familiengeschichte, die Verbindung zu Hannah Schneider und zum terroristischen linken Untergrund herauszufinden fand ich dann aber doch recht spannend und trotz ihrer manchmal etwas sehr weit hergeholten Geistesblitze die Geschichte nicht als überkonstruiert, da bei einem urbanen Mythos ja ohnehin alles offen bleiben kann.
Gestört hat mich der übertriebene Gebrauch von Metaphern. Da hängen Kronleuchter wie Herzoginnen mit gebauschten Röcken kopfüber just in dem Restaurant von der Decke, in dem die Lehrerin verbal die Hosen runterlassen muß; während Blue sich an die Aufklärung des vermeintlichen Verbrechens macht, wird es in ihrem Zimmer nicht einfach dunkel, nein, da liegen rüschenartige schwarze Schatten kollabiert in ihrem Zimmer wie mit Arsen ermordete dürre Witwen. Das ist als stilistisches Mittel für eine Kurzgeschichte okay, in einem 700 Seiten-Roman nervt es und kann den fehlenden Tiefgang der Hauptfiguren auch nicht ersetzen. Zwar bemüht sich die Autorin, Blues Wunsch nach gesellschaftlicher Anerkennung durchblicken zu lassen, gelegentlich fließen auch Tränen, zumeist versteckt sie sie jedoch hinter dem üblichen Zynismus und läßt sie Krisensituationen, an denen normale Menschen lange zu tun hätten, im Zeitraffer bewältigen. Lediglich nach dem Verschwinden des geliebten Vaters, immerhin ihrer einzigen Bezugsperson und Mittelpunkt ihres Lebens, gönnt die Autorin Blue einige Seiten des Leids, am Ende läßt sie sie dann aber sagen, nach anfänglichem Schmerz sei ihr altes Leben erstaunlich leicht von ihr abgefallen. Für diese emotionale Bandbreite eines Mehlwurms gepaart mit Hochbegabung gibt es durchaus einen Begriff (siehe Asperger-Syndrom, Asperger, 1938). Ich weiß nicht, ich hatte das Bedürfnis, Daddy im Multiple Choice Test in Frage 6 ein fettes B zu verpassen.
Einen Extrapunkt hätte das Buch eigentlich noch für den Spaß des Nachgoogelns der zitierten Internetseiten kriegen müssen.
Während sehr gern en francais zitiert wird, tut sich Frau Pessl mit dem Deutschen wohl schwerer, denn sonst hätte sie gewußt, daß es eine Internetadresse wie www.verschworung.de nicht geben kann, da der Umlaut im Deutschen ein ernstzunehmender Buchstabe mit Daseinsberechtigung auch in Webadressen ist, und keine Erfindung von Blue Öyster Cult und Motörhead (siehe Spandex and umlaut circuit, Almond, 2002).
Ob es die Seite doch gibt, kann ja, wer Lust hat, selbst ausprobieren. So, ich muß los, Bier holen!
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