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Die alltägliche Physik des Unglücks
 
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Die alltägliche Physik des Unglücks [Gebundene Ausgabe]

Marisha Pessl
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (107 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 601 Seiten
  • Verlag: Fischer (S.), Frankfurt; Auflage: 2., Aufl. (12. März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100608038
  • ISBN-13: 978-3100608031
  • Originaltitel: Special Topics in Calamity Physics
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15,2 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (107 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 262.029 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Marisha Pessl
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Marisha Pessl ist ein Phänomen. Gerade einmal dreißig Jahre ist die US-amerikanische Autorin alt -- und hat doch nach eigener Aussage nicht nur schon einige mehrere hundert Seiten starke unveröffentlichte Romane in der Schublade liegen, sondern mit Die alltägliche Physik des Unglücks auch ein 600-seitiges Romandebüt vorgelegt, das die „New York Times“ 2006 zu den zehn besten Büchern des Jahres wählte. Heldin ist die brillante 16-jährige Halbwaise Blue van Meer, die sich durch einen Ozean an Literatur- und Filmklassikern durchgelesen und -gesehen hat und mit ihrem geheimnisvollen Vater Gareth, einem Universitätsdozenten, durch die Lande reist. Während letzterer die Damenwelt in Verzweiflung stürzt, gerät Blue in den Bann der charismatischen Lehrerin Hannah Schneider und ihres erlesenen Schülerkreises. Doch bald wird Schneider bei einem Ausflug erhängt aufgefunden. Und bei ihren Recherchen nach möglichen Hintergründen wird Blue ein ums andere Mal erschüttert...

Die alltägliche Physik des Unglücks ist ein schwieriges Buch. Das hat nichts mit dem Umstand zu tun, dass es besonders schwer zu lesen wäre, im Gegenteil: Hier überrascht der Roman durch eine Machart, die für einen Erstling fast schon zu perfekt daherkommt. Schwierig sind vielmehr der ständige Rekurs der Autorin auf die Postmoderne und ihre überschäumende Zitierwut. Denn Die alltägliche Physik des Unglücks ist zu einem Gutteil aus Sätzen und Stimmungen anderer Autoren gebastelt, aus denen sich das Weltbild Blues zusammensetzt -- und deren Quellen dem Buch zudem noch in Klammern hinter den Sätzen beigegeben sind („siehe Unterwegs, Jack Kerouac, 1957“). Das hemmt beizeiten nicht nur den Lesefluss, sondern verselbstständigt sich als Strategie auch dermaßen, dass man als Leser selbst da nach Zitaten Ausschau hält, wo (vielleicht?) gar keine zu finden sind.

Aber vielleicht ist gerade das der Reiz von Pessls Debüt. Irgendwie hat man das Gefühl, als hätte man alles anderswo schon einmal gelesen. Und doch wirkt es zugleich erfrischend neu. -- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de

Kurzbeschreibung

Blue hat den Blues. Ihr Vater, der Universitätsprofessor, zieht schon wieder um. Nie länger als ein Semester bleiben Tochter und Vater an einem Ort. Bald kennt Blue jedes College. Zum Glück hat sie die Bücher - ihre engsten Vertrauten. Und so hungrig wie sie Geschichten auf Papier verschlingt, so lustvoll stürzt sie sich ins pralle Leben: Charmant und witzig besticht sie als wandelndes Lexikon und läßt zugleich keine Wodkaflasche an sich vorbeiziehen. Jeder weiß, Blue ist besonders. Man liegt ihr zu Füßen. Und dann passiert ein mysteriöser Mord und ihr Leben gerät aus den Fugen. Ein Aufsehen erregender und temporeicher Roman und ein spannend komischer Streifzug quer durch die Sätze von Shakespeare bis Cary Grant.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
98 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von xristoph
Format:Gebundene Ausgabe
Wenn man erst einmal in den Bann dieses Buches geraten ist, wird es unglaublich schwer, sich wieder davon zu lösen. Als ich irgendwann so bei Seite 300 angelangt war, habe ich es nicht geschafft, es wegzulegen. Ich war sogar versucht, morgens einfach im Bett zu bleiben, um das Buch zu Ende zu lesen und einfach die Arbeit ausfallen zu lassen. Denn die Geschichte von Blue entwickelt sich zu einem unglaublich spannenden und dichten Geschehen.

Man sollte sich definitiv nicht von der äußeren Aufmachung des Buches irritieren lassen. Sicherlich ist das Cover besser geeignet, irgendein seichtes Mädchenbuch zu verzieren. Aber das bekommt man nicht geliefert. Auch wenn es am Anfang teilweise ein bißchen den Anschein hat. Aber die Story ist - so spannend sie auch sein mag - nicht wirklich trivial, sondern bietet einem viele Gründe, auch mal ein bißchen nachzudenken.

Da das Buch von der Spannung lebt, will ich hier nicht allzuviel verraten, sondern nur das, was man ohnehin auf den ersten Seiten erfährt. Blue ist High-School-Schülerin, die mit ihrem Vater ein rastloses Leben geführt hat und von Ort zu Ort gereist ist, nachdem ihre Mutter bei einem Autounfall verstarb. In ihrem letzten Schuljahr bleiben die van Meers dann ein ganzes Jahr an einem Ort. Blue lernt eine Lehrerin, Hannah Schneider, kennen, die sich ihrer ganz besonders annimmt und sie in einen Freundeskreis einführt. Und dann stirbt Hannah Schneider plötzlich. Der Spannungsbogen des Buches lebt von dem Rätsel, wie die Lehrerin gestorben ist, und warum.

Aber abgesehen von dem enthaltenen Thriller hat das Buch noch weitere, nicht minder fesselnde Ebenen: zum Einen das Verhältnis Blue's zu ihrem Vater, zu den neuen Freunden und die schillernde Persönlichkeit Hannah Schneider's. Besonders besticht dabei die Vielschichtigkeit der dargestellten Personen.

Das einzige Manko an dem Buch ist, dass die Autorin es an manchen Stellen mit "Schnörkeln" übertrieben hat. So zitiert Blue ständig und für alles andere Bücher, die teilweise real und teilweise fiktiv sind. Das ist eigentlich eine sehr gute Idee. Aber auf die Dauer doch ein bißchen anstrengend.

Aber alles in allem: Eine ganz klare Kaufempfehlung!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
45 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Heike Geilen HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Der Hype um Marisha Pessls Debütroman ist da. In jeder Zeitschrift wirbt man großformatig um ihr Buch. Aber ist es auch wirklich ein gutes Buch?

Überraschenderweise: ja! Der Roman mit dem drolligen Titel und dem irgendwie kitschig-albernen Cover ist ernsthaft, verspielt, lustig und spannend zugleich.

Blue verlebt ihre Kindheit und Jugend im Auto auf der Reise zwischen Orten, an denen sie nie sesshaft wird. Sie wächst auf mit einer wahren Bildungsflut. Ihr Vater - ein Ché-Guevara-ähnlicher Professor: Links, charismatisch, gutaussehend und immer auf der Jagd - hält ihr während der Reisen systemkritische Vorträge über Politik und über Weltliteratur. Blue saugt alles Wissen passiv oder begierig (man erfährt es nicht recht) auf, ist in jeder Schule, in die sie kommt, die Beste, und bleibt - was Wunder - immer isoliert. Schließlich bleiben die beiden für ein Jahr an einem Ort.

Blue gerät in eine Clique von fünf blasierten, trink- und sexlustigen Halbwüchsigen, die den Bücherwurm freilich auch nur halb akzeptieren. Die Clique wird verbunden durch die Zuneigung zu der geheimnisvollen Lehrerin Hannah. Hannah, so erfahren wir bereits auf der ersten Seite, wird irgendwann von Blue tot aufgefunden - erhängt.
Die alltägliche Physik des Unglücks schleicht sich langsam in die Minuten, Stunden und Tage von Protagonistin Blue: Gerüchte, Erwartungen, unausgesprochene Vermutungen und vermutete Geheimnisse.
Was ist Fakt, was ist Fiktion, was Zitat und was Erzählung, was ist wirklich und was ist Gedanke? Die Möglichkeiten scheinen unendlich

Die Lebensgeschichte der 16-jährigen Ich-Erzählerin Blue van Meer ist aufgebaut wie ein Literaturkurs. Es gibt eine Einleitung, die 36 Kapitel tragen Titel von Werken der Weltliteratur. Darüber hinaus bombardiert die Hauptfigur Blue uns mit Zitaten und Anspielungen aus Literatur, Film, TV und Musik. Am Ende steht sogar eine "Abschlussprüfung" zum Textverständnis des Lesers an.
Weil Blue ihr Wissen über die Welt hauptsächlich aus Büchern hat, arbeitet sie beim Verfassen ihrer Geschichte ebenfalls mit Verweisen auf Literatur und Fachbücher, mal echt, mal erfunden, mal angestrengt, mal lustig, teilweise auch nervig.

Pessls Stil ist maßlos und wuchernd. Aber er strahlt - auch dank der Hauptfigur - so viel Vitalität und Erfindungsreichtum aus, dass man seinem Charme gerne erliegt.
Für mich niemals ermüdend waren die unzähligen, mehrgliedrigen und mit Adjektiven überhäuften Vergleiche, die dem Text eine eigenwillige, originelle und poetische Note geben. Marisha Pessl ist eine Meisterin im Vergleichen.

Fazit:
Es ist ein tolles, verrücktes Buch! Man ist die ganze Zeit in der merkwürdig-verschrobenen Blue-van-Meer-Welt gefangen. "Die alltägliche Physik des Unglücks" ist ein Feuerwerk aus Romanzitaten, unglaublich irrsinnigen Charakteren und einer spannenden Krimihandlung. Dieses Buch hat mich - nach einer kurzen Eingewöhnungsphase - unglaublich in seinen Bann gezogen. Am Ende konnte ich es kaum noch aus der Hand legen.

Um mit den Worten eines meiner Lieblingsschriftsteller - Jonathan Franzen - zu sprechen: "Unter dem köstlichen Schaum dieses wunderbar überquellenden Romans verbirgt sich ein starker, kräftiger Trank."
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Blue van Meer wird die Welt verändern. Davon ist ihr Vater, ein renommierter Politikprofessor, überzeugt. Nach dem Tod von Blues Mutter folgt er dem Ruf von diversen Universitäten quer durch die meisten Bundesstaaten der USA, so daß Blue lediglich ihr Abschlußjahr an nur einer einzigen Schule verbringt. Hier hat die begabte Schülerin zum ersten Mal Gelegenheit, sich neben Büchern auch mit Menschen anzufreunden. Besonders die faszinierende Lehrerin Hannah Schneider hat es ihr angetan.

Was klingt wie eine Mischung zwischen Coming of Age Roman und Campus Novel, ist in Wirklichkeit eine spannende Mélange, deren Zutaten von diesen beiden Genres bis hin zum Thriller reichen und nebenbei noch eine Bildungsreise durch den Westlichen Kanon der Literatur beeinhalten. Der Roman der neunundzwanzigjährigen Marisha Pessl sprudelt vor Zitaten wie Ideen geradezu über, auf jeder Seite finden sich ungewöhnliche Vergleiche und Metaphern, die nur im etwas langatmigen Mittelteil an Originalität einbüßen. Das wird aber durch das atemberaubende Finale dieses Debütromans mühelos ausgeglichen.

Nach der Abschlußprüfung des letzten Kapitels möchte man Die alltägliche Physik des Unglücks am liebsten gleich noch einmal lesen, um die unzählichen Fäden dieser geschickt gewobenen Geschichte an ihrem Anfang aufheben und ihre Verknüpfung zu einem so einfallsreichen wie komplizierten Muster verfolgen zu können. Junikäfer nennt Blue übrigens die zahlreichen Frauen, die ihren Vater umtanzen wie die Motten das Licht  Halbwertzeit dieser einander rasch folgenden Affären: In etwa die Lebensspanne einer Eintagsfliege. Dieses Buch wird Sie länger beschäftigen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Guter Beginn, nimmt leider gegen Ende ab
Blue ist 16 Jahre alt und seitdem sie denken kann, reist ihr Vater mit ihr andauernd von einem Ort zum nächsten. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Tammy1982 veröffentlicht
netter Ansatz, verliert sich aber auf der Suche nach einer Story!,
Am Anfang ein netter neuer Stil!
Man kommt gut in die Geschichte rein, wartet aber Ewig auf einen Erzählstrang, der es auch verdient als solcher benannt zu werden. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Njord veröffentlicht
netter Ansatz, verliert sich aber auf der Suche nach einer Story!
Am Anfang ein netter neuer Stil!
Man kommt gut in die Geschichte rein, wartet aber Ewig auf einen Erzählstrang, der es auch verdient als solcher benannt zu werden. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Njord veröffentlicht
Eine gute Story - schreckliche Umsetzung
Ich kann kein Buch irgendwann aufhören und dann lese ich es quer. Obwohl ich immer mal 60 - 70 Seiten überschlagen habe bin ich jedesmal wieder gut reingekommen - das... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von hibbelchen veröffentlicht
Einfach nur anstrengend und ärgerlich!
Für mich ist nicht nachvollziehbar, warum dieses Buch so über den Klee gelobt wurde.
Ich habe zweimal einen Anlauf genommen: der erste endete nach 60 Seiten, der... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Nanaja veröffentlicht
Eins der besten Bücher, das ich je gelesen habe!
Dieses Buch war eins der besten, das ich je gelesen habe. Wenn nicht das Beste.
Der Klappentext wird diesem Buch nicht ansatzweise gerecht und man sollte sich von ihm nicht... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Georgi veröffentlicht
Ein merkwürdiges, aber wundervolles Buch!
Dieses Buch ist mit keinem vergleichbar, das ich bisher gelesen habe. Ein etwas merkwürdiges, aber wunderbares Buch! Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Katy veröffentlicht
Erfrischend anders
Dieses Buch ist wirklich anders als alles, was ich bisher gelesen habe. Die Schreibweise ist gewöhnungsbedürftig, vor allem am Anfang irritieren die vielen Zitate aus... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Jo veröffentlicht
fesselnd
Ich fand das Buch fesselnd und habe es sofort weiterverschenkt. Über etwaige langweiligere Passagen (kann mich nicht mehr so erinnern, schon ein Jahr her), lese ich meist... Lesen Sie weiter...
Vor 24 Monaten von queenee veröffentlicht
Faszinierende Geschichte - super gesprochen
Die hochintelligente Blue lebt zusammen mit ihrem Vater, einem College-Professor, ständig im Umzug. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Mai 2010 von Picus der Waldspecht
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