15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr informativ und philosophisch, 11. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: An allem nagt der Zahn der Zeit: Vom Reiz der Vergänglichkeit (Taschenbuch)
Zuerst einmal: Dekkers traf mit seinem Buch, was mich persönlich angeht, voll und ganz ins Schwarze. Auch ich hatte mich mit vielen seiner Fragen schon beschäftigt, und ich hatte beim Lesen das Gefühl, eine verwandte Seele getroffen zu haben. So viel zu meiner persönlichen Meinung. Dieses Buch zählt zu meinen Lieblingsbüchern.
Vergänglichkeit übt einen (morbiden) Reiz auf uns Menschen aus, auch wenn so mancher das weit von sich weisen würde. Warum sonst lieben so viele Menschen Antiquitäten oder Souvenirs, sammeln alte Dinge oder finden das romantisch Angegammelte an älteren französischen Häusern toll? Was sonst ist es, was uns an Ruinen und in Museen reizt?
Unterhaltsam und interessant beschreibt Midas Dekkers das Thema Vergänglichkeit und wie wir Menschen dazu stehen und mit ihr umgehen. Er beleuchtet es auf vielfältige Art und Weise, und nicht immer ist das, was er schildert, angenehm zu lesen - weil wir den Gedanken an bestimmte Dinge wie beispielsweise den Tod und den Zerfall gern zerstreuen. Und weil wir uns mit bestimmten Themen wie beispielsweise dem Alter ziemlich schwer tun können.
Aber neben den vielen philosophischen Fragen, die das Buch aufwirft, erzählt Dekkers auch eine Fülle interessanter Fakten rund um sein Kernthema. Das mag an sich schon nicht jedermanns Sache sein, und dazukommend mag wohl auch sein sarkastisch-schwarzhumoriger Erzählstil nicht die Gunst eines jeden gewinnen - aber wer sich darauf einlassen kann, der wird es nicht bereuen.
"Nichts auf dieser Welt bleibt, wie es war." Die Bestätigung hat man schon beim Lesen des Buchs: es sieht nicht mehr so frisch und unverbraucht aus wie am Anfang, als es noch ungelesen war. Die Kanten stoßen sich ab, Seiten knicken vielleicht, es sieht gelesen aus - da ist es: die Vergänglichkeit des Buches hat nun sichtbar begonnen...
Unbedingt empfehlenswert - ein Buch, das bereichert.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gedankenspr¹nge mit Schmunzelfaktor, 23. April 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: An allem nagt der Zahn der Zeit: Vom Reiz der Vergänglichkeit (Taschenbuch)
"Interdisziplinaere Literatur" Dieses Buch haette dieses Genre verdient (und umgekehrt). Von der Kunstgeschichte hin zur Biologie knabbert sich Dekkers durch die verschiendensten Bereiche der "Hinfaelligkeit". Das Wechselspiel geht weiter. Was einem Wein zur Ehre gereicht, bedeutet f¹r Lebewesen das Ende, die Zeit eben. Ganz klar die Fakten sprechen lassend, schafft es Dekkers die Wahrheit schon fast wie Ironie wirken zu lassen ... bringt vielleicht die Leichtigkeit des Seins! Auch Wissenschaftliches kommt natuerlich und nicht belehrend-verquarst rueber, weil die Schreibe Dekkers nicht ¹berzeichnet/abhebt. Ueber den Gedanken Vergaenglichkeit werden Zusammenhaenge geschaffen, Ideen verwoben, der Leser verfuehrt zum Gedankenspiel, auch wenn es bestimmt kein Roman ist. Irgendwie typisch niederlaendisch (wie mir scheint) diese entspannte Geisteshaltung. Wirklich ein empfehlenswertes Buch und ein passendes Geburtstagsgeschenk f¹r Menschen, die mit ihrem Alter kein Problem haben.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erstklassiges populärwissenschaftliches Lesefutter..., 27. September 2005
Rezension bezieht sich auf: An allem nagt der Zahn der Zeit: Vom Reiz der Vergänglichkeit (Taschenbuch)
... ist dieses bemerkenswerte Taschenbuch. Ich empfehle, das Buch NACH Midas Dekkers' neuestem Werk "Von Larven und Puppen" zu lesen. "Von Larven und Puppen" handelt nämlich von der Entwicklung des Menschen angefangen mit der Zeugung bis zum Erwachsenwerden. Und "An allem nagt der Zahn der Zeit" beschreibt sozusagen Teil Zwei: das Altern des Menschen bis zum unausweichlichen Ende.
Obwohl es sich hier um ein sehr ernstes Thema handelt, bringt Autor Midas Dekkers es fertig, daß man immer wieder schmunzeln muß und viele unangenehme Wahrheiten so freudig akzeptiert wie es nur möglich ist. So lautet denn auch der Untertitel "Vom Reiz des Vergänglichen". Das Buch liest sich sehr spannend, da Dekkers hervorragend über wissenschaftlich komplexe Zusammenhänge schreiben kann, Humor hat und dabei seine eigene persönliche Sicht unterhaltsam und glaubwürdig einbringen kann. Der Biologe unternimmt viele Expeditionen in verwandte Themenbereiche und schaut auch über den fachgebietseigenen Tellerrand hinaus, um uns ein Panorama der Themen "Altern, Sterben und Tod" zu zeigen. Das reicht von der Insektenwelt bis zur Architektur, von der Soziologie über die Medizin bis zur Pathologie. Querdenkerfans werden wieder einmal begeistert sein.
Ich möchte auch unbedingt die unglaublich vielen in den Text eingearbeiteten Schwarzweiß-Abbildungen erwähnen. Sie sind so ungewöhnlich, daß man sofort in dem Buch hängenbleibt, auch wenn man nur ein bißchen darin geblättert hat. Als Geschenk eignet sich das Buch vorzugsweise für robuste Menschen, die schwarzen Humor lieben. Zartbesaitete Zeitgenossen mit empfindlichen Mägen könnten von einigen Fotos schockiert werden.
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